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standard- und eigenkreierte sondergüten
Bei den meisten Anwendungen können Unternehmen auf das grosse Angebot der handelsüblichen Stahlgüten zurückgreifen «Schmolz und Bickenbach hält beispiels-weise über 20000 Tonnen Werkzeugstahl in unterschiedlichsten Stahlsorten, Quali-täten und Abmessungen abrufbereit auf Lager», veranschaulicht Olaf Matter. Dabei handelt es sich sowohl um Stan-dard- als auch um Sondergüten. Letztere sind spezielle Eigenkreationen der Schmolz und Bickenbach-Produktionswerke und oft-mals Weiterentwicklungen von handelsübli-chen Stählen, die den permanent steigen-den Marktanforderungen Rechnung tragen. Bei vielen Projekten wissen die Einkäufer der Formen- und Werkzeugbaubetriebe genau, welche spezielle Stahllösung sie be-nötigen. Hier sind die Angebote schnell eingeholt und Aufträge zügig vergeben. «Bei der Anbieterauswahl sollte man in jedem Fall auf einen beratungsstarken Partner setzen, selbst wenn im ersten Mo-ment keine technische Beratung erforder-lich zu sein scheint», rät Frank Hopp. Denn nur so kann der Anwender sicher sein, auch in Zukunft die optimale Lösung zu beziehen. Schliesslich entwickeln die Werkzeugstahlproduzenten in immer kürzeren Zeitabständen weitere Sonder-güten und Neukreationen. Ein kompe-tenter Zulieferer informiert seine Kunden regelmässig über diese Neuerungen und kann dem Anwender so zu echten Wettbe-werbsvorteilen verhelfen.
Auswahl eines neuen Werkstoffs
Zwingend erforderlich ist eine gute Bera-tung natürlich auch dann, wenn der pass-genaue Stahl für eine neue Anwendung erst definiert oder eine bestehende Lösung optimiert werden muss. Um hier beste Er-gebnisse zu erzielen, sind bei Schmolu und Bickenbach die Geschäftssegmente Stahl-produktion, Verarbeitung und Distribution sehr eng miteinander verknüpft. Bei kom-plizierten Anwendungen ist nämlich vor allem das Know-how der Produktions-werke gefragt.Wolfgang Pannes, Produktmanager Werkzeugstahl der Schmolz und Bicken-bach-Tochter Deutsche Edelstahlwerke GmbH rät Formen- und Werkzeugbauun-ternehmen, den zukünftigen Werkstofflie-feranten bei Neugeschäften so früh wie möglich mit einzubeziehen. «Im Idealfall ist die Machbarkeit und Materialverfüg-barkeit sichergestellt, bevor der Werkzeug- bzw. Formenbauer den endgültigen Zu-schlag für das neue Projekt erhalten hat», erklärt Pannes. «Nur dann kann die Pro-duktion zeitnah starten.» Aufgrund der engen Zusammenarbeit der Deutschen Edelstahlwerke mit Werk-zeugstahl-verarbeitenden Unternehmen rund um den Globus kennt das Produkti-onswerk die Anforderungen der Branche sehr genau. Von diesem Know-how profi-tieren Kunden bspw. auch, wenn es zu Pro-blemen mit der bisherigen Werkstofflö-sung kommt. Ausserdem ist der rege Austausch über die sich kontinuierlich wandelnden An-forderungen und Bedürfnisse der Branche oftmals eine wichtige Quelle für Werk-stoffweiterentwicklungen. So ist z.B. der von den Deutschen Edelstahlwerken neu entwickelte Hochleistungsstahl PLAST 320 eine direkte Antwort auf die gestie-genen Anforderungen im Kunststoff-formenbau.
neue stahlkreationen reduziert Massveränderungen
Plast 320 kommt vor allem bei grossforma-tigen Kunststoffspritz- und Pressformen mit tiefen Gravuren und hohen Anforde-rungen an die Kernfestigkeit zum Einsatz . «Die grösste Herausforderung während der zwölfmonatigen Entwicklungsphase bestand darin, die unterschiedlichen Ansprüche von Konstrukteuren und Werk-zeugbauern optimal zu vereinen», berich-tet Rolf Krusenbaum, Vertriebsleiter Kunststoffformenstahl bei den Deutschen Edelstahlwerken. «Während die Konstruk-teure eine möglichst hohe Härte forderten, standen für die Werkzeugbauer eine gute Zerspanbarkeit, Schweissbarkeit und Po-lierbarkeit im Vordergrund.» Um diese Eigenschaften bestmöglich zu kombinieren, entwickelten die Experten des Stahlkochers den Werkstoff 1.2738 durch zusätzliche Wärmebehandlungen sowie gezielte Analysemodifikationen weiter. Das Ergebnis ist ein Hochleistungs-stahl, der im Vergleich zu seinem Vor-gänger deutlich verbesserte Werkstoff-
eigenschaften bei den Merkmalen hohe Kernfestigkeit, Durchhärtbarkeit, Zähig-keit, Polierfähigkeit, Schweissbarkeit und Narbätzbarkeit aufweist.Diese Optimierungen kommen vor allem beim Giessen grossflächiger Kunst-stoffteile wie z.B. Automobilstossfängern zum Tragen: Die höhere Härte und Fe-stigkeit des neuen Stahls reduziert näm-lich die Problematik des sogenannten Atmens der Form, das zu einer Massver-änderung im Schliesskantenbereich der Kunststoffform führt und den Ausfall des Formteils zur Folge hat. Der neue Kunst-stoffformenstahl führt also zu einer viel höheren Lebensdauer der Form, was bei den sehr aufwendig erzeugten Werkzeu-gen einen grossen wirtschaftlichen Vor-teil bedeutet. InformationSchmolz und Bickenbach Stahlcenter AGIndustriestrasse/Bronschhofen9501 WilTel. 071 913 63 63 Fax 071 913 63 90info@schmolz-bickenbach.ch www.schmolz-bickenbach.ch
