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Covid-19-Pandemie Deutlicher Umsatzrückgang bei Feintool

| Redakteur: Silvano Böni

Das Technologieunternehmen Feintool verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie einen markanten Umsatzrückgang. Dieser sank im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf CHF 212 Millionen.

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Feintool verzeichnete im ersten Halbjahr aufgrund der Covid-19-Pandemie einen markanten Umsatzrückgang. Aus heutiger Sicht werden für die zweite Jahreshälfte ein leicht höherer Umsatz und eine deutlich verbesserte Profitabilität erwartet.
Feintool verzeichnete im ersten Halbjahr aufgrund der Covid-19-Pandemie einen markanten Umsatzrückgang. Aus heutiger Sicht werden für die zweite Jahreshälfte ein leicht höherer Umsatz und eine deutlich verbesserte Profitabilität erwartet.
(Bild: Feintool)

Die Feintool-Gruppe erwirtschaftete im ersten halben Jahr 2020 einen Umsatz von 212,3 Millionen Franken. Das Serienteilegeschäft des Segments System Parts ging in der Berichtsperiode um 34 Prozent auf 97,5 Millionen zurück. Der Umsatz des Segments Fineblanking Technology sank um 47 Prozent auf 22,9 Millionen Franken. Das EBITDA reduzierte sich mit 26,8 Millionen Franken um drei Viertel auf 8 Millionen. Aufgrund der hohen Abschreibungen erwirtschaftete Feintool im ersten Halbjahr 2020 ein negatives operatives Ergebnis (EBIT) von CHF –17,4 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 28 Millionen Franken. Der durch die Covid-19-Pandemie verursachte Umsatzeinbruch hatte für beide Segmente einen deutlich negativen Einfluss.

Im Segment Fineblanking Technology resultierte aufgrund deutlich tieferer Umsätze letztlich ein Betriebsverlust (EBIT) in Höhe von 3,6 Millionen. Dabei wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung – als Investition in die Zukunft – auf hohem Niveau beibehalten.

Massnahmen zur Krisenbewältigung

Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Planung und den Personalbestand bei Feintool. Dabei wurden, je nach Region und Land, unterschiedliche Massnahmen umgesetzt. In Europa befinden sich alle Werke und wesentlichen Abteilungen seit April in Kurzarbeit. Der Personalbestand in Europa wird sich aufgrund verschiedenster eingeleiteter Massnahmen 2020 und 2021 reduzieren. In den USA wurde, gemäss den dort gültigen Arbeitsmarktregeln, im Frühling ein grosser Teil der Belegschaft freigestellt. Da sich inzwischen eine Erholung der Auftragslage abzeichnet, konnte ein grösserer Teil der Mitarbeitenden wieder beschäftigt werden. In China wird sich der Personalbestand infolge anlaufender neuer Projekte sogar erhöhen.

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