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Weltweit wurden 2009 nach Schätzungen der VDMA Volkswirte Maschinen und Anlagen für 1,38 Bill. Euro hergestellt (2008: 1,6 Bill. Euro). Nach aktuellem Kenntnisstand geht der VDMA davon aus, dass die Welt-Maschinenumsätze 2010 im Durchschnitt um rund 6% zulegen werden, hauptsächlich durch ein weiteres Umsatzplus am Standort China. Für Westeuropa werde – wie für Deutschland – eine Stagnation erwartet.
Plagiate plagen Maschinenbau
„Wir schätzen den Umsatzschaden, der den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern 2009 durch Produktpiraterie entstanden ist, auf 6,4 Mrd. Euro“, so das Ergebnis einer im März 2010 durchgeführten repräsentativen Umfrage unter den VDMA Mitgliedsunternehmen. „Das ist eine Steigerung um acht% gegenüber der letzten Umfrage 2008, sagte Hesse. „Ein Umsatz in dieser Schadenhöhe würde der Branche knapp 40000 Arbeitsplätze sichern.“
Plagiate würden inzwischen vor allem von Komponenten – 58% – hergestellt, gefolgt von ganzen Maschinen mit 45%, und Ersatzteilen mit 36%. China sei weiterhin unangefochten „Plagiatweltmeister“. Das Land werde von 80% der betroffenen Unternehmen als Ursprungsland der Nachbauten genannt.
Zwei Drittel der Unternehmen gaben laut VDMA an, bereits in Schutzmaßnahmen zu investieren. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen lag bei knapp 2 Mrd. Euro 2009. Mehr als 40% der Unternehmen planten weitere Investitionen in Produktschutz.
Erste Werkzeugmaschine mit integriertem Schutz vor Produktpiraterie auf der Hannover-Messe 2010
Auf der Hannover-Messe 2010 zeigen die Maschinenbauer den weltweit ersten Werkzeugmaschinen-Prototpyen, der bereits vorhandene Kommunikationsschnittstellen nutzt, um die Maschine als Gesamtsystem zu schützen.
„Deutschland muss weltweit der „Leitanbieter“ für eine marktfähige Elektromobilität werden“, betonte Hesse. Für Deutschland sei es existentiell, dass dies hierzulande entwickelt und hergestellt werde. „Das wird aber nur gehen, wenn wir die Produktionstechnik beherrschen.“ Und zwar für Batterien, Elektromotoren und Getriebe, genauso wie für Leichtbaukomponenten oder die Leistungselektronik.
Deutsche Forschungspolitik soll Elektromobilität unterstützen
„Nicht nur einzelne Komponenten müssen kosten- und funktionsoptimiert hergestellt werden, sondern ganze Systeme und Produktionsarchitekturen“, erklärte der VDMA-Hauptgeschäftsführer. „Die Elektromobilität wird erst ins Rollen kommen, wenn sie bezahlbar ist. Kurzum: Gewinne an der Front der Schlüsseltechnologien und zuallererst bei der Produktionstechnik werden das globale Wettrennen entscheiden.“
Die Devise für die Innovationspolitik der Regierung müsse daher lauten: „Research for Germany und sicher nicht ‚Research for Library’ oder ‚Research for Asia’“, so der VDMA Hauptgeschäftsführer.
VDMA e.V. auf der Hannover-Messe 2010: Halle 16, Stand D18
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