VDMA Deutscher Maschinenbau knüpft wieder an Rekordzeiten an

Redakteur: Stéphane Itasse

Die deutschen Maschinenbauer ziehen für 2012 eine positive Bilanz: Mit einem geschätzten Zuwachs von real 2 % und einem Produktionswert von 196 Mrd. Euro hat die deutsche Maschinenbau-Industrie das Rekordniveau von 2008 wieder erreicht, wie der VDMA am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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(Bild: KSB)

Der Umsatz liege mit rund 209 Mrd Euro sogar 1 Mrd. über dem Jahreswert 2008. „Die Aufholjagd im deutschen Maschinen- und Anlagenbau konnte 2012 in nur drei Jahren erfolgreich beendet werden“, kommentierte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner. „Insgesamt ist das Jahr 2012 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau jedoch deutlich besser gelaufen als noch im Frühjahr erwartet.“ Die Kapazitätsauslastung lag laut Mitteilung im Oktober bei 84,6 %.

Wichtigster Maschinenbau-Markt China schwach

Die deutschen Maschinenexporte legten in den ersten drei Quartalen um real 4,5 % oder nominal 6,8 % zu. In der regionalen Betrachtung gibt es gleichwohl gewaltige Unterschiede. „Die VR China, unser größter Auslandsmarkt, schwächelte. Die Ausfuhr verfehlte ihr Vorjahresniveau nominal um 8,6 %. Das ist nach Jahren regelmäßig zweistelliger Zuwachsraten für viele Maschinen- und Anlagenbauer eine gänzlich neue Erfahrung“, berichtete Lindner.

In vielen anderen Ländern und Regionen konnten die deutschen Maschinenbauer trotz eines generell schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes die Exporte steigern, heißt es. Das treffe neben dem Handel mit Lateinamerika (+10,7 %) auch für den mit der USA (+20,1 %) zu. Erfreulich entwickelt habe sich auch das Geschäft mit Südostasien (+21,4 %).

Maschinennachfrage in der EU überrascht positiv

„Wohl die dickste Überraschung dürfte das über dem Durchschnitt liegende Plus bei der Ausfuhr in die EU-Länder sein. Zwar sanken die Lieferungen nach Italien und nach Spanien um moderate 2,6 und um 2,8 %. Doch insgesamt erreichten wir im Handel mit unseren EU-Partnerländern ein Plus von 7,5 %. Hier handelt es sich nicht um eine Einbahnstraße. Während die gesamten deutschen Maschinenimporte um 6,9 % zulegten, konnten die Importe aus den EU-Partnerländern sogar um 9,9 %, also überproportional expandieren“, sagte der VDMA-Präsident.

Vom Wachstum im Maschinenbau habe auch der deutsche Arbeitsmarkt profitiert. Im Jahresverlauf 2012 hat der Maschinen- und Anlagenbau über 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, heißt es. „Ende September zählten 981.000 Personen zur Stammbelegschaft der Maschinenbauindustrie. Wegen saisonaler Verzerrungen rechnen wir bis zur Jahreswende mit einer kleinen Korrektur auf einen Beschäftigtenstand von rund 978.000 Personen. Das ist der höchste Beschäftigtenstand seit 1993“, sagte Lindner.

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