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Deutscher Maschinenbau knüpft wieder an Rekordzeiten an

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VDMA belässt Produktionsprognose für 2013 bei plus 2 %

„Wir belassen unsere Produktionsprognose für 2013 bei 2 % Wachstum“, sagte der VDMA-Präsident weiter. „Natürlich können wir nicht die Ohren verschließen vor den Molltönen, die uns aus wichtigen Kundenbranchen erreichen. Und wir können nicht ausblenden, dass sich hinter dem Durchschnitt auf Teilbranchenebene eine breite Spreizung verbirgt mit Zuwächsen und Rückgängen in teils hohem zweistelligen Bereich. Insofern darf es nicht verwundern, dass zahlreiche unserer Mitglieder angesichts dieses Umfeldes weniger optimistisch in die naheliegende Zukunft schauen.“

Doch der Verband baue darauf, dass der in Europa eingeschlagene Weg fortgesetzt wird, und sei zuversichtlich, dass sich der Nachfragestau in wichtigen Märkten, namentlich in China, auflöse. „Wir gehen außerdem davon aus, dass sich das Wachstum in den USA fortsetzt. Alles das kann auch den Aufholprozess in den sich industrialisierenden Ländern wieder beflügeln. Ich gebe aber ernsthaft zu bedenken, dass der Maschinen- und Anlagenbau eine zyklische Industrie ist und bleibt. Auf- und Abschwünge sind für uns insofern etwas ganz Normales, und wir haben gelernt, damit umzugehen. Wir alle sind gut beraten, uns endlich vom mentalen Mühlstein der außergewöhnlich tiefen Rezession des Jahres 2009 zu lösen. Dies umso mehr, weil unsere Industrie weiterhin hervorragende Wachstumsperspektiven hat“, meinte Lindner

VDMA fordert politische Unterstützung für F&E

Forschung und Entwicklung seien das Fundament künftiger Markterfolge. Der Staat könne hier unterstützen, sagte Lindner und forderte „die Einführung der steuerlichen Forschungsförderung, die als technologie-neutrales Instrument durch Themenoffenheit, Rechtssicherheit und eine schnelle Wirksamkeit besticht.“ Investitionen erforderten die Risikobereitschaft der Investoren und Geld. Beides, eine Erleichterung der Finanzierung und eine Absenkung des Risikos, könne durch steuerlich zulässige Abschreibungsregeln gewährt werden.

„Der VDMA fordert deshalb die unbefristete Wiedereinführung der 25-prozentigen degressiven Abschreibung auf Anlageinvestitionen. Die Einnahmeverluste des Staates wären bei einer Wiedereinführung zeitlich begrenzt, denn auf Dauer ist das Abschreibungsregime fiskalisch neutral“, so der VDMA-Präsident.

Steuerpolitischer Stillstand kritisiert

Der VDMA-Präsident kritisierte vor dem Hintergrund der Verhandlungen des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat den gegenwärtigen steuerpolitischen Stillstand in Deutschland. „Gewerbesteuerreform, Umsatzsteuerreform, Reform der Verlustverrechnung, Einführung der steuerlichen Forschungsförderung – vieles angekündigt – nichts erledigt!“ Stattdessen müsste sich der deutsche Mittelständler in Abwehrschlachten üben: „Wiedereinführung der Vermögensteuer, Einführung einer Vermögensabgabe, Anhebung des Spitzensteuersatzes, der Abgeltungssteuer – der Rücken ist gar nicht breit genug für die steuerpolitischen Schröpfkugeln. Der beschwichtigende Hinweis, nur die wirklich Reichen würden getroffen, verfängt nicht. Die geplante Vermögensteuer geht tief in den industriellen Mittelstand hinein. Sie trifft ins Mark des Maschinen- und Anlagenbaus und damit ins Herz des Wachstumsmotors Deutschlands“, meinte Lindner.

Dabei grenze es schon an Zynismus, zu behaupten, das zusätzliche Steueraufkommen solle Bildung und Infrastruktur zu Gute kommen, so Lindner. „Doch im Steuer- und Haushaltsrecht heiligt der Zweck nicht jedes Mittel: Steuern landen grundsätzlich im „großen Topf“ und zusätzliche Einnahmen sind ein bequemer Weg, um nicht durch Ausgabenkürzungen für die notwendige Konsolidierung der Haushalte zu sorgen.“

Qualifizierte Mitarbeiter für Maschinenbau-Unternehmen am wichtigsten

Am allerwichtigsten seien die qualifizierten Mitarbeiter in den Unternehmen – die Facharbeiter, Kaufleute und Ingenieure. Aufgrund der demografischen Entwicklung seien hier künftig Engpässe absehbar beziehungsweise in Teilen schon heute offensichtlich. „Angesichts dieser Situation sind die hohen Studienabbruchzahlen in der Elektrotechnik (Uni 53 %, FH 36 %) und im Maschinenbau (Uni 53 %, FH 32 %) inakzeptabel“, sagte der VDMA-Präsident. Hier gehe es um die Lebenschancen tausender junger Menschen.

Und es sei Gift für den Innovationsstandort Deutschland, wenn diese Potenziale schlicht verschleudert würden. „Dies übrigens sehenden Auges, denn mehr Studienerfolg ist erreichbar. Ich sehe auch hier die Politik in der Pflicht. Allerdings lässt sie sich allzu viel Zeit. Das Thema ist uns so wichtig, dass der VDMA selbst aktiv wird. Mit unserer jüngst gestarteten Maschinenhaus-Initiative werden wir bei den Abbruchzahlen den Wendepunkt setzen. Unser Leitmotiv ist mehr Quantität bei mindestens gleichbleibender Qualität. Dies kann gelingen, wenn Lehrkonzepte der Hochschulen besser auf die Studierenden eingehen. Alle Hochschulen sind eingeladen, sich an unserer Initiative zu beteiligen und die Konzepte bei sich vor Ort umzusetzen. Um Anreize zu setzen, verleiht der VDMA darüber hinaus 2013 erstmals einen Hochschulpreis für das beste Maschinenhaus“, so der VDMA-Präsident.

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