Lichtblick für die deutsche Industrie Deutschland: Erster Produktionsanstieg seit zwei Jahren

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der erste Produktionsanstieg in der deutschen Industrie seit fast zwei Jahren hat dem HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI) im März 2025 Auftrieb gegeben.

Lichtblick für die deutsche Industrie: Erster Produktionsanstieg seit knapp zwei Jahren, EMI steigt zum dritten Mal in Folge, Geschäftsausblick ist deutlich optimistischer und geringere Rückgänge bei Beschäftigung, Einkaufsmenge und Vormateriallagern.(Bild:  KI-generiert)
Lichtblick für die deutsche Industrie: Erster Produktionsanstieg seit knapp zwei Jahren, EMI steigt zum dritten Mal in Folge, Geschäftsausblick ist deutlich optimistischer und geringere Rückgänge bei Beschäftigung, Einkaufsmenge und Vormateriallagern.
(Bild: KI-generiert)

Der saisonbereinigte Produktionsindex notierte ein moderates Wachstum und stieg auf den höchsten Wert seit März 2022. Grund dafür war die wachsende Zahl an Neuaufträgen. Hier wurde erstmals seit drei Jahren ein Auftragsplus verzeichnet, das auf eine stärkere Binnennachfrage und den Aufbau von Lagerkapazitäten einzelner Marktteilnehmer zurückzuführen ist. Der gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte EMI notierte folglich im März 2025 mit 48,3 Punkten über dem Wert vom Februar (46,5 Punkte). Damit liegt er weiter in der Kontraktionszone unter 50 Punkten, erreichte allerdings den höchsten Stand seit August 2022.

Vorleistungsgüterbereich schiebt EMI an

Der Produktionsanstieg wurde von deutlichen Zuwächsen im Vorleistungsgüterbereich getragen. Hier stieg der entsprechende Index auf ein 37-Monatshoch. In diesem Sektor nahmen im März auch die Exportaufträge zu, vor allem aufgrund einer höheren Nachfrage aus Europa, Asien und Nordamerika. Durch einen Rückgang der Exporte im Konsumgüterbereich notierten die Export-Auftragseingänge insgesamt allerdings etwas niedriger als im Februar dieses Jahres.

Geschäftsaussichten erheblich optimistischer

Die Wachstumserwartungen für die nächsten zwölf Monate haben sich im März deutlich verbessert und erreichten den höchsten Wert seit Februar 2022. Optimistisch waren die Umfrageteilnehmenden vor allem aufgrund der angekündigten Investitionen für Infrastrukturprojekte.

Beschäftigung, Einkaufsmenge und Preise weiter unter Druck

Der Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe hat sich im März auf einem niedrigeren Niveau fortgesetzt. Offene Stellen wurden häufiger nicht nachbesetzt und Verträge von Zeitarbeitskräften nicht verlängert. Auch betriebsbedingte Kündigungen blieben ein Thema. Die Einkaufsmenge schrumpfte erneut. Die Reduzierung war aber die geringste seit zweieinhalb Jahren.

Der Wettbewerb um Neuaufträge führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Verkaufspreise senkten. Der Rückgang fiel allerdings moderat aus und betraf nur den Investitionsgüterbereich.

Aufgrund niedrigerer Seefrachtkosten und des Euro-Dollar-Wechselkurses sanken auch die Einkaufspreise. Zudem gewährten einige Zulieferer Rabatte, um ihren Umsatz zu steigern.

Die wichtigsten Ergebnisse im Konsumgüterbereich:

  • Produktion nähert sich stabilem Niveau
  • Nachfrageminus bei Exportmärkten
  • Anstieg der Verkaufspreise bei leicht höheren Kosten

Die wichtigsten Ergebnisse im Vorleistungsgüterbereich:

  • Produktionszuwachs erreicht 37-Monatshoch
  • Plus bei Exportaufträgen
  • Geschäftsaussichten auf höchstem Wert seit mehr als drei Jahren

Die wichtigsten Ergebnisse im Investitionsgüterbereich:

  • Erstes Wachstum bei Neuaufträgen seit März 2023
  • Geringere Kosten, kürzere Lieferzeiten
  • Niedrigere Beschäftigung trotz grösserem Optimismus

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