Mit mehr als 280 Ausstellern wächst die Innoteq gegenüber 2023 um 20 Prozent. Angesicht der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist das eine hervorragende Ausgangssituation. Im Interview zeigt Morena Perdichizzi (Key Account Managerin, Innoteq) auf, warum es sich sicher lohnt, die Innoteq zu besuchen.
Morena Perdichizzi, Key Account Managerin der Innoteq: «Besucher profitieren von direktem Austausch mit relevanten Entscheidungsträger:innen, knüpfen wertvolle Kontakte und führen qualitativ hochwertige Fachgespräche.»
(Bild: Bernexpo)
SMM: Die Innoteq findet bereits zum zweiten Mal statt. Wie hat sich das Ausstellerspektrum der Innoteq 2025 im Vergleich zur Erstaustragung im Jahr 2023 entwickelt?
Morena Perdichizzi: Das Ausstellerspektrum der Innoteq 2025 bildet die Schweizer MEM-Industrie in ihrer gesamten Vielfalt ab. Fast alle grossen und wichtigen Branchenplayer sind vertreten. Besonders bemerkenswert ist das starke Wachstum im Bereich Robotik.
Entspricht die aktuelle Entwicklung der Ausstellerzahlen Ihren Erwartungen?
M. Perdichizzi: Ja, absolut. Die Zahl der Ausstellenden konnten wir auf rund 280 (+20 Prozent) erhöhen – mehr als geplant. Besonders erfreulich ist, dass auch kleinere Unternehmen noch im Januar und Februar Interesse an einer Teilnahme zeigten – eine Herausforderung, die wir gerne annahmen.
Vor 20 Jahren hatte das Messeduo Swisstech/Prodex bis zu 1200 Ausstellende. Wieso sind es bei der Innoteq als Nachfolgeformat «nur» rund 280?
M. Perdichizzi: Das Messeformat hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Dazu kommt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Branche aktuell herausfordernd sind. Trotz dieser Umstände konnten wir die Ausstellerzahl im Vergleich zur letzten Durchführung deutlich steigern – ein klares Zeichen dafür, dass sich die Innoteq als relevanter Branchentreffpunkt etabliert hat. Unser Fokus liegt darauf, alle Akteure der Fertigungsindustrie zusammenzubringen – und das über die Sprachregionen hinweg, denn rund 20 Prozent unserer Besuchenden kommen aus der Romandie.
Welches Aussteller-Potenzial sehen Sie für die Innoteq in den kommenden Jahren?
M. Perdichizzi: Die MEM-Industrie entwickelt sich kontinuierlich weiter – und mit ihr die Bedürfnisse der Ausstellenden und Besuchenden. Unser Kern bleibt die Fertigungstechnik, ergänzt durch aktuelle Themen und ein vielfältiges Rahmenprogramm wie den Romandie-Tag. Entscheidend ist, dass Besuchende einen echten Mehrwert mitnehmen und Ausstellende wertvolle Kontakte knüpfen können.
Wie beeinflusst die aktuelle wirtschaftliche Lage – insbesondere die Kurzarbeit in der MEM-Branche – die Innoteq?
M. Perdichizzi: Es sind herausfordernde Rahmenbedingungen für unsere Ausstellenden und damit auch für die Innoteq. Trotz der herausfordernden Marktsituation ist es uns gelungen, die Ausstellungsfläche im Vergleich zu 2023 zu vergrössern. Viele unserer Ausstellenden sind auf den Export angewiesen und damit stark von der europäischen Wirtschaft abhängig. Gerade in diesen Zeiten ist es entscheidend, sichtbar zu bleiben, vom Austausch innerhalb der Branche zu profitieren und die Nähe zu den Kunden zu stärken.
Welche technologischen Schwerpunkte setzt die Innoteq 2025?
M. Perdichizzi: Die Innoteq 2025 ist die Wissens-, Netzwerk- und Dialogplattform der Schweizer Fertigungsindustrie. Thematisch decken wir ein breites Spektrum ab – von Werkzeugbau, Werkzeugmaschinen und Maschinenbauteilen über additive Fertigung und Prozessautomatisierung bis hin zu Werkstoffen, Messtechnik und Oberflächenbehandlung. Besonders im Fokus stehen aktuelle Trendthemen wie Robotik, das Internet of Things und Künstliche Intelligenz.
Welche Highlights bietet das Vortragsprogramm der Innoteq 2025?
M. Perdichizzi: Neben den Messeständen erwartet die Besuchenden ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Keynotes renommierter Branchenexpert:innen, Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Best Practices aus der Branche.
Am 11. März wird das Vortragsprogramm unter dem Leitmotto «Fit for Future» eröffnet. Die Präsidenten der Innoteq-Trägerverbände analysieren die Marktlage und beleuchten zentrale Zukunftstrends der Industrie.
Am 12. März findet erstmals anlässlich der Innoteq der «Journée romande de la Tech industrie» statt, organisiert vom Verband GIM (Groupement suisse de l’Industrie des Machines), der die französischsprachige Industrie der Schweiz zusammenbringt.
Der Vormittag des 13. März steht im Zeichen von «Smart Factory & Industrie 4.0». Dr. Ph.D. Francesco Crivelli (CSEM) zeigt, welche Rolle Künstliche Intelligenz in der Industrie spielt, und Patrick Beutler (ETH Zürich) gibt einen Einblick, wie Automatisierung KMUs voranbringt. Am Nachmittag werden mit der Blaser Produktivitätstrophäe 2025 herausragende Leistungen der Branche geehrt.
Den Abschluss bildet am 14. März das Thema «Sustainable Productivity». Lukas Federer (Economiesuisse) liefert Einblicke in die Schweizer Wirtschaft und zeigt nachhaltige Zukunftsperspektiven auf.
Was ist wichtiger: Qualität oder Quantität der Besuchenden?
M. Perdichizzi: Wir brauchen beides, aber ganz klar Qualität. Unser Ziel ist es, den Ausstellenden die relevanten Entscheider und Beeinflusser der Fertigungsindustrie zu präsentieren. Dabei setzen wir auf gezieltes Besuchermarketing und enge Zusammenarbeit mit den Ausstellenden – denn sie sind die besten Multiplikatoren. Nur wenn wir die richtigen Besuchenden an die Messe bringen, garantieren wir langfristig eine erfolgreiche Veranstaltung.
Werkzeugmaschinen sind oft die Besuchermagnete einer Messe. Wie sorgen Sie dafür, dass sich die Besuchenden über das gesamte Spektrum der Messe verteilen?
M. Perdichizzi: Wir haben aus der letzten Durchführung gelernt und Optimierungen vorgenommen. Unsere Halleneinteilung ist so konzipiert, dass keine Ausstellenden benachteiligt werden. Zusätzlich bieten wir diverse Marketingmöglichkeiten, um die Sichtbarkeit einzelner Unternehmen gezielt zu erhöhen. Jede Halle hat dabei ihr eigenes Highlight – so schaffen wir eine optimale Besucherführung.
Warum ist eine Messe wie die Innoteq eine unverzichtbare B2B-Marketingplattform?
M. Perdichizzi: Eine Messe als B2B-Marketingplattform bietet den Ausstellenden die ideale Bühne, um ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen gezielt vor einem hochkarätigen Fachpublikum zu präsentieren. Sie profitieren von direktem Austausch mit relevanten Entscheidungsträger:innen, knüpfen wertvolle Kontakte und führen qualitativ hochwertige Fachgespräche – sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch. Neben der Möglichkeit, neue Leads zu generieren und bestehende Kundenbeziehungen zu pflegen, bietet die Messe ihnen bereits im Vorfeld eine starke Marketingpräsenz. Durch gezielte Kommunikationsmassnahmen steigern sie ihre Sichtbarkeit, stärken ihr Netzwerk und positionieren ihr Unternehmen als festen Bestandteil der Branche.
Stand vom 30.10.2020
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