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Jubiläum bei Igus Die Wandlung einer Kunststoffbuchse

| Redakteur: Silvano Böni

>> Der Polymerwerkstoff «iglidur» von Igus feiert sein 30-Jahr-Jubiläum: Vor drei Jahrzehnten hat der Kunststoffspezialist sein erstes iglidur-Polymergleitlager präsentiert – ein schmier- und wartungsfreies Kunststoffgleitlager für trockenlaufende Anwendungen. Aufgrund jahrzehntelanger Forschung mit dem Material Kunststoff und seinen tribologischen Eigenschaften verfügt Igus heute über das weltweit grösste Programm an tribo-optimierten Gleit-, Gelenk- und Lineargleitlagern aus Kunststoff.

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Vor drei Jahrzehnten hat Igus sein erstes iglidur-Polymergleitlager präsentiert, mittlerweile gibt es ihn in 40 verschiedenen Varianten.
Vor drei Jahrzehnten hat Igus sein erstes iglidur-Polymergleitlager präsentiert, mittlerweile gibt es ihn in 40 verschiedenen Varianten.
(Bild: Igus)

Kunststoffe sind wie kein anderer Werkstoff in ihren Eigenschaften veränder- und anpassbar. Polymere bieten daher wesentlich mehr Möglichkeiten, die individuellen Vorgaben von Maschinenanwendungen zu erfüllen als Metalle.

40 Werkstoffe – 12 000 Artikel

Aus diesem Grund hat der Kunststoffexperte vor 30 Jahren erstmals Polymergleitlager unter dem Namen iglidur vorgestellt: Das besonders schlagfeste, langfaserverstärkte Polymer iglidur G wurde zum Pionier für die mittlerweile 40 verschiedenen iglidur-Werkstoffe. Heute verfügt das Unternehmen mit über 12 000 Artikeln über das weltweit grösste Programm an tribo-optimierten Gleitlagern aus Kunststoff. Das Spektrum reicht von kostengünstigen iglidur-Allroundlagern über FDA-konforme Lager bis hin zu Hochtemperatur- und Unterwasserlagern. Die Kunststoffgleitlager ersetzen heute millionenfach zu ölende oder zu fettende metallische Buchsen. Sie werden quer durch alle Industriezweige eingesetzt – in Automobilen, Werkzeugmaschinen, Haushaltsgeräten, Pumpen, Fitnessgeräten, Mountainbikes sowie in der Medizintechnik und in Raumfahrtausrüstungen.

Selbstschmierende Polymergleitlager

Alle iglidur-Hochleistungskunststoffe folgen dem gleichen Aufbau. Die Basis bildet ein thermoplastisches Matrixmaterial. Der Zusatz von Verstärkungsfasern erhöht die Druckfestigkeit. Integrierte Festschmierstoffe schmieren die Lager selbstständig und vermindern die Reibung. Aufgrund der integrierten Festschmierstoffe verzichten iglidur-Gleitlager vollkommen auf Schmierung. Sie sind als mikroskopisch kleine Partikel millionenfach in winzigen Kammern im Matrixmaterial eingebettet und werden von dort in sehr geringen Mengen abgegeben. Alle Gleitlagerkomponenten sind nicht schichtweise aufgetragen, sondern homogen miteinander vermischt. Daraus resultiert ein sehr gutes Verschleissverhalten bei allen Bewegungsarten.

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