Einen hohen Stellenwert hat die Qualitätssicherung seit Jahren in den Branchen Lohnfertigung und CNC-Zerspanungstechnik. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, baut die Robert Ott AG auf Hightech durch vollautomatische Produktionsanlagen und konsequente Qualitätskontrolle.
Raphael Rudolf, Dipl. Techniker HF/Unternehmensprozesse und Leiter Verkauf/Kalkulation/Marketing/QM bei der Robert Ott AG.
(Bild: Robert Ott AG)
Als kompetenter und zuverlässiger Zulieferbetrieb der metallverarbeitenden Industrie hat die innovative Robert Ott AG bereits vor 25 Jahren die Wichtigkeit der Qualitätssicherung durch die Erstzertifizierung nach ISO 9002 früh erkannt. Passend zum 15-Jahr-Firmenjubiläum hat man sich im Jahr 2004 für eine professionellere Bearbeitung von Arbeitsprozessen, Prozessabläufen, Zeiterfassung, Maschinenauslastung und vielem mehr mit dem ERP-System der SEVECO Software AG entschieden. In den vergangenen Jahren wurde dieses ERP-System stetig – nicht zuletzt auch in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Robert Ott AG – weiterentwickelt. Da für das Seetaler Unternehmen die Prozesssicherheit und daraus resultierend auch die Qualitätssicherung seit Jahren ein nicht wegzudenkender Faktor ist, bietet das ERP-System von SEVECO eine passende Lösung, die auch die Qualitätssicherung durch das Erfassen von Dokumenten ermöglicht. Natürlich bleibt auch die Sicherstellung eines Qualitätsproduktes bei der Entwicklung nicht stehen. Denn Stillstand bedeutet bekanntlich Rückstand.
Zukünftig digitalisiert
Bei der Digitalisierung in der Produktion steht für die Robert Ott AG vor allem die Prozesssicherheit im Vordergrund. Denn für eine gleichbleibende Qualität und für die Erfüllung von Kundenanforderungen sind möglichst fehlerfreie Prozesse in der Produktion strategisch wichtig. Aus diesem Grund hat Fabian Meier, Projektmanager bei der Robert Ott AG, gemeinsam mit der SEVECO eine Lösung erarbeitet mit der Zielsetzung: «Die Produktionsmitarbeitenden müssen während der Produktion beziehungsweise Einrichtung der Fertigungsmaschine ausschliesslich auf die richtigen Dokumente zugreifen können». Für alle Beteiligten im Projekt steht fest, dass die Produktions- und Einrichtdokumente direkt im Auftragszeiterfassungsprozess (BDE-Daten) abgerufen werden müssen. Beim Start einer Operation in der Zeiterfassung sind dazu folgende Merkmale bereits festgelegt:
Um welchen Artikel handelt es sich?
Nach welchem Zeichnungsindex wird gefertigt?
Welcher Kostenplatz oder welche Kostenstelle wird genutzt für die Operation?
Durch die Integration der Dokumentenverwaltung in die Zeiterfassung der Aufträge wird eine hohe Prozesssicherheit erreicht und die Mitarbeitenden benötigen keinen Mehraufwand für die Dokumentenprüfung. Für die Produktionsmitarbeiter/-innen gibt es daher zwei Möglichkeiten.
Die Dokumente sind vorhanden und können unverändert verwendet werden.
Die Dokumente sind nicht vorhanden und es wird aufgezeigt, dass eine alternative Kostenstelle verwendet wird oder es sich um ein neues Produkt handelt.
Um die Handlungsfähigkeit bei neuen Produkten aufrechtzuerhalten, wurde eine Suchfunktion eingebaut. Mit dieser kann nach ähnlichen Artikeln gesucht werden. Es können zum Beispiel Einrichtpapiere kopiert, angepasst und beim neuen Artikel abgelegt werden.
Dieser Prozess entlastet die AVOR und der Produktionsmitarbeiter wird miteinbezogen betreffend nachhaltige Dokumentation der Produktionsinformationen. Der AVOR bleibt nach der Fertigung lediglich die Aufgabe, die Dokumentation so weit zu überprüfen, ob alle gewünschten Operationen enthalten sind.
Weitere digitalisierte Funktionen integrieren
Fehlermeldungen 4D oder 8D als Warnhinweis Vorhandene Fehlermeldungen werden direkt bei der Auftragseingabe angezeigt und somit wird nochmals darauf hingewiesen, dass bei vorhergehenden Produktionen einer oder mehrere Fehler im Prozess stattgefunden haben. Unter dieser Voraussetzung können in der AVOR vorbeugend umgesetzte Massnahmen überprüft und nötige Anpassungen frühzeitig vorgenommen werden. Rückverfolgbarkeit im Produktionsprozess Dank der Vernetzung mit der ERP-Lösung von SEVECO kann die Produktion und Beschaffung eines Artikels, Material oder Fremdarbeit jederzeit nachverfolgt werden. Auch durch die BDE-Datenerfassung kann genau nachvollzogen werden, wer an welcher Operation gearbeitet hat und bei welcher Kostenstelle beziehungsweise bei welchem Kostenplatz der Prozess verbucht wurde. Grafische Planung Die Grundlage für eine termingerechte Auslieferung bildet die grafische Planung. Die Kapazitätsplanung hat jedoch noch viel mehr zu bieten. Bei neuen Kundenanfragen oder -bestellungen wird zuerst die freie Kapazität geprüft. Mit dieser Funktion für eine temporäre Einplanung kann ein realistischer Liefertermin anhand der aktuellen Auslastung vorausgesagt werden. So wird die Produktion geschützt vor sogenannten Schnellschüssen, die nicht verrechenbare Mehrkosten verursachen. Für die Produktion bringt die Planung eine zuverlässige Übersicht, welche Operationen zu welchem Zeitpunkt gefertigt werden müssen, um eine termingerechte Lieferung sicherzustellen. Zukunft Zukünftig möchte die SEVECO ihr ERP-System so weit entwickeln, dass alle produktionsrelevanten Informationen digital abgerufen werden können und auch digitale Rückmeldungen erfolgen. Es entsteht dadurch bei der Nachkalkulation eine grössere Transparenz und Nachverfolgbarkeit. SMM
Stand vom 30.10.2020
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