Automatisierte Angebots- und Katalogerstellung in PLM-Umgebung Durchgängig in 3D
Die Otto Bihler Maschinenfabrik will Kundenwünsche hundertprozentig erfüllen. Dazu führte das Unternehmen 2003 «NX» in Verbindung mit «Teamcenter» ein. Effiziente Prozessunterstützung leistet seitdem der vertriebsorientierte Produktkonfigurator «P’X5» der Perspectix AG. Die Software ermöglicht es dem Anlagenbauer nicht nur, nach aussen mit fehlerfreien sowie 3D-aufbereiteten Maschinenkonzepten zu glänzen, sondern er profitiert ebenso durch eine viel schnellere Erstellung von Angebotsdokumenten, Produktkatalogen und Preislisten.
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Wie sich eine ausgeprägte Kundenorientierung durch individuelle Produktlösungen erreichen lässt, zeigt die Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG. Der Systemlieferant in der Stanz-, Umform-, Schweiss- und Montagetechnik bietet ein grosses Spektrum von Maschinen für unterschiedlichste Aufgaben. Er hat seine verschiedenen Maschinengrundtypen, Aggregate sowie Zuführeinheiten weitgehend standardisiert und auf Ausbaufähigkeit sowie Konfigurierbarkeit hin modularisiert.
Von der Standardmaschine bis zur Komplettlösung
Zugleich ergänzt das Unternehmen sein Portfolio mit einem innovativen Werkzeugbau, der in Sonderfertigung individuelle, auf Kundenanforderungen ausgerichtete Lösungen konzipiert und umsetzt. Denn in der Regel treten die Kunden mit einer komplexen Fertigungsaufgabe an Bihler heran und erwarten darauf eine Lösung, die einen gewissen Werkstückdurchsatz zu einem bestimmten Preis leisten kann. Dafür wird ein Maschinenkonzept erstellt, das die standardisierten Baukastenelemente mit den Lösungen des Sonderwerkzeugbaus verknüpft.
Durch diese starke Ausfächerung des Produktspektrums in einzelne, miteinander kombinierbare Bausteine erfüllt Bihler von der Standardmaschine bis zur individuellen Komplettlösung die ganze Bandbreite von Kundenwünschen.
Unterstützung für Verkauf
Damit das variantenreiche Produktspektrum standardisiert abgebildet werden kann, gehört seit einigen Jahren eine softwaregestützte Produktkonfiguration zum informationstechnischen Pflichtprogramm. Das vertriebsorientierte Werkzeug «P’X5» der Perspectix AG unterstützt den technischen Verkauf – die Schnittstelle von Vertrieb und Konstruktion bei Bihler – mit regelbasierter Maschinenauslegung und Lösungskommunikation in 3D.
Um Maschinen richtig zusammenstellen zu können, enthält das Regelwerk der Software das gesamte Bihler-Expertenwissen. Das intelligente Baukastensystem beachtet während der Konfiguration alle Aspekte der Produktlogik, etwa funktionale Abhängigkeiten und Vollständigkeit oder räumliche Begrenzungen. Eine Machbarkeitskontrolle verringert das Spezifikationsrisiko und verbessert auf diese Weise die Beratungsqualität. «Diese Plausibilitätsprüfung unterstützt uns sehr, weil wir dadurch wesentlich weniger Fehler in unseren Angeboten haben und uns aufwendige Nacharbeiten ersparen», sagt Bernd Haussmann, Leiter des technischen Verkaufs.
3D-Konfiguration sorgt für mehr Orientierung
Als Ergebnis der Konfiguration ist die kundenindividuelle Lösung dreidimensional ausgelegt und visualisiert. Solche 3D-Präsentationen begünstigen in Beratungsgesprächen eine schnelle Verständigung. Da der Kunde seine Maschine als virtuelle Lösung vor sich hat, kann er Zusammenhänge nachvollziehen, dadurch seine Wünsche besser ausdrücken und frühzeitig auf die weitere Ausgestaltung Einfluss nehmen.
Die Software verwendet dafür Komponentenvisualisierungen im JT-Datenformat, die von den 3D-CAD-Modellen abgeleitet und mit Schnapppunkten für ein leichteres Kombinieren versehen wurden. Die 3D-Konfiguration benötigt daher kein eigenes CAD-System und belastet ebenso wenig die Konstruktionsabteilung, die sich auf ihre Entwicklungsarbeiten konzentrieren kann.
Schemenhafte Platzhalter
Das modulare Produktspektrum von Bihler, bestehend aus Standardbaugruppen sowie Sonderkonstruktionen und Dienstleistungen, erschwert eine automatisierte Erstellung von einheitlich strukturierten Angeboten. Naturgemäss kann ein Konfigurator nur Katalogelemente miteinander kombinieren, die bereits eingepflegt wurden. Durch das Regelwerk erzeugte Positionen beschränken sich auf die vorhandenen Maschinenbauteile. Noch zu entwickelnde Sonderkonstruktionen, die im Werkzeugbau zum Alltag gehören, können jedoch im P’X5-Konfigurator schemenhaft durch klassifizierte Platzhalter ausgelegt werden.
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