Eckert Hydraulik AG und Hans Wittwer AG unter einem Dach
>> Die beiden Industriefirmen Eckert Hydraulik AG und Hans Wittwer AG, Männedorf, bezogen neue, gemeinsame Räumlichkeiten in Wolfhausen ZH. Der Standortwechsel hat sich bei beiden Firmen aus Platzgründen und zur Optimierung der Betriebsabläufe aufgedrängt.
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Beide Unternehmen treten weiterhin selbständig und unter ihren angestammten Namen auf dem Markt auf, werden aber vor allem in der Produktion von Synergien profitieren können.
1924 gegründet, ist die Eckert Hydraulik AG in der Konstruktion und Fabrikation von Hydraulikkomponenten tätig. Die Produkte werden unter anderem im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowie in der Medizin-, Wehr- und Fördertechnik eingesetzt.
1935 gegründet, hat sich die Hans Wittwer AG im Bereich Präzisionsmechanik auf Getriebeproduktion und Lohnfertigung spezialisiert.
Betriebsabläufe optimiert
Die bisherigen Standorte der beiden Unternehmen in Männedorf – die Eckert Hydraulik AG direkt an der Seestrasse, die Hans Wittwer AG unterhalb des Bahnhofs an der Bahngasse – erwiesen sich aus Platz-, technischen und Verkehrsgründen je länger je weniger als optimal. Die Geschäftsleitungen hatten sich deshalb nach eingehender Prüfung verschiedener Möglichkeiten entschlossen, in Wolfhausen ZH gemeinsam ein neu erstelltes Gewerbehaus für Entwicklung, Fabrikation und Montage zu mieten, das den heutigen und zukünftigen Anforderungen an die Platzerfordernisse genügt und ideale Betriebsabläufe sicherstellt. Ein koordiniertes Maschinen-Layout ermöglicht beiden Firmen Synergien in der Produktion.
Mit dem Standortwechsel sind keine personellen Veränderungen verbunden. Die Eckert Hydraulik AG steht weiterhin unter der Leitung von Hans Tischhauser, die Hans Wittwer AG unter jener von Erich Waldmeier. Seit dem Umzug am 1. Juli sind in Wolfhausen insgesamt rund 25 Mitarbeitende beschäftigt. An den bisherigen Standorten beider Firmen ist vorgesehen, Wohnungen zu erstellen.
SMM: Von Zusammenlegungen von Zahnarzt- und Arztpraxen, IT-Firmen und Unternehmen im Dienstleistungsbereich hört man öfter. Neu ist die Zusammenlegung von zwei Industrieunternehmen. – Haben die Eckert Hydraulik AG und die Hans Wittwer AG schon früher zusammengearbeitet?
Hans Tischhauser, Geschäftsführer Eckert Hydraulik AG: Unsere Unternehmen wurden beide 1924 als Eckert und Wittwer AG in Männedorf gegründet. 1935 zog die Hans Wittwer AG als selbständiges Unternehmen an den heutigen Standort, die Bahngasse in Männedorf. Die Eckert Hydraulik AG blieb an der Seestrasse 155. Erich Waldmeier, Geschäftsführer der Hans Wittwer AG, und mich verbindet eine langjährige kollegiale Zusammenarbeit.
Was bereitete bei dieser Zusammenlegung das grösste Problem?
Hans Tischhauser: Das Zusammenlegen von zwei verschiedenen Firmenkulturen. Das bedingte auch Anpassungen der Mitarbeiter – bis hin zu gleichen Arbeitszeiten.
Wie wurde das Maschinen-Layout erarbeitet und koordiniert?
Hans Tischhauser: Die Produktionsleiter beider Firmen legten die modernen CNC-gesteuerten Maschinen zusammen; alte Anlagen und Betriebsmittel wurden ausgemustert.
Wolfhausen, der neue Standort, ist nur etwa 8 Kilometer vom bisherigen Standort entfernt. Wie weit war dieser Umstand mitentscheidend?
Hans Tischhauser: Da wir beide unser langjähriges, erfahrenes Personal unbedingt behalten wollten, war der nahe Standort sehr wichtig, denn die meisten unserer Mitarbeiter wohnen im Zürcher Oberland.
Wie kamen die Partnerfirmen mit der Zuteilung der Räumlichkeiten in Wolfhausen zurecht?
Hans Tischhauser: Bei der Platzzuteilung berücksichtigten wir die jeweiligen Bedürfnisse, was sich auch auf die Kostenzuteilung auswirkte. Ein Blick auf das Layout zeigt Ihnen die idealen Betriebsabläufe – vom gemeinsamen, modernen Materiallager über die Produktionsbereiche Sägen, Fräsen und Drehen bis zum Montagebereich, der Schleiferei und Lackiererei. Die Abteilung Schweisserei steht auch der Firma Wittwer zur Verfügung.
Haben Sie Tipps für Unternehmen, die ebenfalls eine Zusammenarbeit anstreben?
Hans Tischhauser: Sehr wichtig ist, offen aufeinander zuzugehen und alle Probleme von Anfang an auf den Tisch zu legen. Und beide Partner müssen für Anpassungen und Neuerungen bereit sein.
Wo liessen sich ausser im Produktionsbereich noch weitere Synergien erzielen?
Hans Tischhauser: Vorweg im IT-Bereich, aber auch die Arbeitsvorbereitung und Programmierung konnten wir zusammenlegen. <<
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