T-DRILL: Rohre aushalsen für Abzweigungen

Edelstahlrohre verzweigen deutlich vereinfacht

| Redakteur: Konrad Mücke

Schnell wechselbare Aushalsköpfe minimieren die Rüstzeiten.
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Schnell wechselbare Aushalsköpfe minimieren die Rüstzeiten. (Bild: Tuukka Kiviranta/T-Drill)

Als T-Drill-Verfahren bezeichnet man ein mehrstufiges Bearbeiten von Rohren. Schnell und einfach lassen sich Auslässe in gerade Rohre einbringen. Wegen der angeformten Aushalsung können weitere Rohre stabil und zuverlässig angeschweisst werden.

Gerade Rohre aus Edelstahl sind, mitunter auch nach dem Einbau in umfassende Anlagen, mit zusätzlichen Auslässen zu versehen und zu verzweigen. Eine Möglichkeit dafür ist, sie auszuhalsen oder auszukragen. Zunächst ist dafür ein Loch zu bohren, anschliessend die Rohrwand umzuformen und plan zu bearbeiten. Der finnische Hersteller T-Drill hat dafür geeignete Geräte und Maschinen verwirklicht. Diese kombinieren alle drei erforderlichen Bearbeitungen.

Maschinen integrieren Bearbeitungsverfahren

Der gesamte Prozess, von der Pilotbohrung bis zum plangedrehten Auslass, kann mit einer einzigen Vorrichtung in drei Arbeitszyklen durchgeführt werden. Dazu gehört, ein Pilotloch zu fräsen, die Rohrwand auszuhalsen und den Kragen planzudrehen. Der finnische Hersteller T-Drill präsentiert dafür aktuell seine jüngsten Maschinen T-65 SS. Mit ihnen lassen sich T-Verbindungen in nur wenigen Minuten anformen. Die handgeführten Maschinen sind für Hauptrohre bis 114 mm Durchmesser und abzweigende Rohre mit 17 bis 54 mm Durchmesser ausgelegt. Sie eignen sich speziell für den Einsatz auf Baustellen und beim Renovieren. Ebenso erweisen sie sich als vorteilhaft bei Wartungs- und Reparaturvorgängen beispielsweise in der Prozessindustrie.

Zeit- und Arbeitsaufwand verringert

Verglichen mit dem Trennen und Einsetzen eines Rohrabzweigs hat das Auskragen nach dem T-Drill-Verfahren einige Vorteile. Anwender arbeiten deutlich schneller. Zudem muss das Hauptrohr nicht getrennt werden. Zwei ehemals erforderliche Schweissnähte entfallen. Speziell bei Edelstahlrohren, die anschliessend poliert werden müssen, verringert das erheblich den Arbeits- und Zeitaufwand. Verglichen mit dem ehemals üblichen Einsetzen von Flanschverzweigungen entfallen aufwendige Montagearbeiten. Auch verringert sich der Aufwand für Prüfungen auf Dichtigkeit.

Komfortabel zu bedienen

Die T-Drill-Maschinen T-65 SS werden mit einem steifen Spannsystem an Hauptrohren mit 25 bis 114 mm Durchmesser angesetzt. Die Bohr- und Umformwerkzeuge lassen sich schnell und einfach wechseln. Somit lassen sich die Maschinen innerhalb kurzer Zeit auf die jeweils benötigten Rohrdurchmesser der abzweigenden Rohre rüsten. Dank der ergonomischen Konstruktion mit zwei Handgriffen kann der Bediener die Maschinen zuverlässig führen, um das Pilotloch zu bohren und anschliessend das Langloch zum Auskragen zu fräsen. Zum exakten Umformen der individuell passenden Aushalsung lassen sich die Köpfe zum Umformen der Rohrwand stufenlos einstellen.

Schweissen mit automatisierter Zange

Speziell zum Schweissen von Rohr-Rohr- und Rohr-Mikrofitting-Verbindungen hat die Polysoude (Schweiz) AG, die auch den finnischen Hersteller T-Drill vertritt, Schweisszangen UHP 625 entwickelt und verwirklicht. Sie eignen sich speziell für Mikrofittings, die häufig bei Anwendungen mit strengen Forderungen nach Reinheit eingesetzt werden. Dies betrifft zum Beispiel die Halbleiter-, die Biochemie-, die Pharma- und die Lebensmittelindustrie.

Die Schweisszangen UHP verfügen über das Kassettensystem Fixture-Block. Mit ihm können unterschiedliche Anschlussstücke befestigt werden. Einfach und schnell lassen sich die Schweisszangen am Rohr spannen, ausrichten und zentrieren. Die in der Schweisszange integrierten Steuerungsfunktionen ermöglichen unverzügliches Schweissen, da der Bediener den Schweissvorgang beginnen kann, ohne die Stromquelle separat zu bedienen. kmu SMM

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