Heule Precision Tools optimiert Bohr- und Entgratprozess Ein Arbeitsgang: Bohren und Entgraten an 25 000 Rohren

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Werden Arbeitsschritte kombiniert, reduziert sich die Bearbeitungszeit massiv. Die Prozesssicherheit hingegen steigt stark an. Davon profitiert auch die Burag AG, die seit Kurzem ein Werkzeug von Heule Precision Tools einsetzt, das Bohren und Entgraten in einem Arbeitsgang kombiniert.

Der Spezialbohrer mit integriertem Entgratmesser reduziert durch die Kombination mehrerer Arbeitsschritte die Bearbeitungszeit pro Werkstück um 48 Sekunden.(Bild:  Heule/Burag)
Der Spezialbohrer mit integriertem Entgratmesser reduziert durch die Kombination mehrerer Arbeitsschritte die Bearbeitungszeit pro Werkstück um 48 Sekunden.
(Bild: Heule/Burag)

Seit 80 Jahren ist die Burag AG in der Metall- sowie Rohrverarbeitung tätig. Das hoch spezialisierte Unternehmen in Eschlikon (TG) verarbeitet Stahlrohre zu Rohrverschraubungen und Rohrumformteilen. Dabei werden Gewinde gewalzt, geformt und geschnitten. Rohrenden werden eingezogen, aufgeweitet, eingerollt und profiliert.

Wo nötig, werden die Rohre auch mit Bohrungen versehen. Zu den Kunden der Burag AG gehören führende Unternehmen in der Sanitär- und Befestigungstechnik, der Maschinenindustrie, der Heizungs- und Brenner-Herstellung sowie auch der Agrartechnik (Landwirtschaftsmaschinen). Gefordert sind höchste Präzision, Qualität und eine grosse Flexibilität. In den Produktionshallen werden für die Kunden höchst effiziente Fertigungsprozesse erarbeitet und wo immer möglich automatisiert. Ziel ist es, Prozesse zu installieren, die ohne menschlichen Eingriff funktionieren – so auch während der Schichtarbeit.

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25 000 Werkstücke: kombiniertes Bohren und Entgraten als Lösung

Eine solch automatisierte Fertigung war auch bei der Produktion von Verbindungsrohren für Landwirtschaftsmaschinen gefragt. Es galt, 25 000 Werkstücke jährlich möglichst effizient und prozesssicher zu fertigen. Die Ingenieure der Burag AG entwickelten eine individuelle Fertigungsstrategie und produzierten die ersten Serien für den Kunden zu seiner vollsten Zufriedenheit.

Vier Querbohrungen: bisheriger Prozess unzureichend

Nicht zufrieden war hingegen das Team der Burag AG mit dem Prozess für die vier Querbohrungen des Rohrs. Aufgrund einer unzuverlässigen Bohroperation musste viel Zeit in die Überwachung des Bohrresultats investiert werden. Zudem war die Bearbeitungszeit sehr hoch, da nach dem Bohren ein zweites Werkzeug für die Entgratung innen und aussen eingesetzt wurde. Insgesamt ein unsicherer Prozess, der die Nerven der verantwortlichen Personen immer wieder aufs Neue strapazierte.

Da bei der Burag AG bereits Werkzeuge von Heule im Einsatz waren, wurde für eine Lösungsfindung erneut der Schweizer Entgratspezialist kontaktiert. Bei einem ersten Besuch vor Ort durch die Eisenbart GmbH, dem Heule Vertriebspartner für die Schweiz, wurden verschiedene Möglichkeiten besprochen und an Heule für eine Machbarkeitsanalyse weitergegeben. Als Ergebnis steht ein anwendungsspezifisches Bohr-Kombiwerkzeug, welches die Operationen Bohren und beidseitiges Entgraten in einem verbindet und auch bei den unebenen Bohrungskanten ein prozesssicheres Resultat verspricht.

Prozesssicherheit als grosser Gewinn

Das Spezialwerkzeug aus der Reihe der «VEX Kombiwerkzeuge» erstellt in einem ersten Schritt die Bohrung. Anschliessend sorgt das federgesteuerte «COFA Entgratmesser» fürs Entfernen der Grate auf beiden Seiten der Bohrung – und dies in nur einem Arbeitsgang. Die Burag AG kann durch dieses Werkzeug einen Werkzeugwechsel einsparen und somit die Zykluszeit stark reduzieren. Zudem wird das Risiko eines Bruchs des Entgratwerkzeugs eliminiert, da beide Operationen in einem Durchgang durchgeführt werden.

Recht anspruchsvolle Fertigungssituation

Das Bauteil besteht aus zwei ineinander verpressten Rohren aus unterschiedlichen Werkstoffen, was in der Bearbeitung ebenfalls sehr fordernd ist. Deshalb versehen die Experten von Heule das Entgratmesser mit einer höherwertigen Beschichtung und ergänzen die Bohrplatte mit einer Schnittkantenverrundung sowie einer kundenspezifischen Beschichtung.

Die Fertigungsspezialisten der Burag AG sind recht begeistert von der individuellen Werkzeuglösung: Pro Bohrung resultiert eine zeitliche Einsparung von 12 Sekunden, bei 100 000 Bohrungen pro Jahr ergibt das stolze 333 Stunden. João Morais, Leiter QS und Projektverantwortlicher der Burag AG, ergänzt: «Nicht nur die Zeiteinsparung überzeugt uns. Auch die gewonnene Prozesssicherheit und die Wiederholbarkeit sind für uns ein riesiger Mehrwert. Schlaflose Nächte gibt es keine mehr.» Dieses Beispiel zeigt, dass die Optimierung der Prozessschritte viel Potenzial bietet.

(böh)

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