Die Umfrageresultate zeigen im Weiteren, dass kleine Unternehmen (bis 59 Mitarbeitende) durchwegs weniger Handlungsspielräume haben als mittlere und grosse Unternehmen. Kleinen Firmen ist es aufgrund ihrer Grösse und finanziellen Möglichkeiten oft nicht möglich, ihre Produktion zu verlagern oder Auslandsinvestitionen zu tätigen.
Insgesamt belegen die Umfrageergebnisse, dass die Konsequenzen der gegenwärtigen Frankenstärke nicht unterschätzt werden dürfen. Die Unternehmen werden zwar alles tun, um den Aufwertungsschock des Schweizer Frankens einmal mehr zu absorbieren. Vielen Unternehmen wird dies in den nächsten ein bis zwei Jahren gelingen, so dass es aus Sicht von Swissmem nicht zu einer Desindustrialisierung der Schweiz kommen wird. Fakt ist jedoch auch, dass zahlreiche Betriebsstandorte und deren Arbeitsplätze gefährdet sind. In welchem Ausmass ist im Moment schwierig abzuschätzen.
Rahmenbedingungen verbessern
Angesichts dieser Situation ist es zwingend notwendig, dass die Politik rasch die Rahmenbedingungen für die Exportwirtschaft verbessert, damit diese langfristig ab dem Werkplatz Schweiz konkurrenzfähig bleiben kann. Es gibt zahlreiche offene politische Dossiers, deren Ausgestaltungen wesentlichen Einfluss darauf haben werden. Im Vordergrund stehen Dossiers wie die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative, die damit in Verbindung stehende Sicherung der Bilateralen Verträge, die Unternehmenssteuerreform III, die Energiestrategie 2050, der Zugang zu wichtigen Märkten mittels neuen Freihandelsabkommen sowie der Volksentscheid zur Erbschaftssteuer-Initiative. Generell dürfen die Unternehmen nicht mit neuen regulatorischen Einschränkungen, Steuern und Abgaben belastet werden. Im Gegenteil muss die Politik zur Stützung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe Deregulierungen und finanzielle Entlastungen in die Wege leiten. Kurzfristig erwartet Swissmem, dass der Bund Massnahmen zur Innovationsförderung prüft. Das KTI-Programm von 2011 hatte durchaus eine positive Wirkung. Letztlich sind Innovationen der grösste Hebel, um mittelfristig die Margen wieder auf ein akzeptables Niveau zu heben. <<