CO2-Reduktion im Verkehrssektor

Ein neues System zur Elektrifizierung von Lkws

| Redakteur: Matthias Vogel

Durch die Möglichkeit des Lkw nahtlos vom Dieselbetrieb in der elektrischen Betrieb zu wechseln, sind alltägliche Fahrsituationen wie Einfädeln oder Überholen ebenso umzusetzen wie mit konventionellen Lkws. Auch Ausweichen, Schlingern und Vollbremsung funktionieren problemlos.
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Durch die Möglichkeit des Lkw nahtlos vom Dieselbetrieb in der elektrischen Betrieb zu wechseln, sind alltägliche Fahrsituationen wie Einfädeln oder Überholen ebenso umzusetzen wie mit konventionellen Lkws. Auch Ausweichen, Schlingern und Vollbremsung funktionieren problemlos. (Bild: Siemens)

Ziel des Projektes ENUBA «Elektromobilität bei schweren Nutzfahrzeugen zur Umweltentlastung von Ballungsräumen» war es zu untersuchen, wie sich der Lkw-Verkehr energieeffizienter und umweltfreundlicher gestalten lässt. Der Antrieb der Lkw erfolgt immer über einen Elektromotor. Zusätzlich verfügen die Lkw über einen leistungsstarken Dieselmotor für nicht elektrifizierte Strecken.

Um die Ziele zur CO2-Reduktion im Verkehrssektor zu erreichen, kann auch der Güterverkehr einen Beitrag leisten. Dies ist umso wichtiger, da für die Verkehrsleistungen im Güterverkehr eine erhebliche Zunahme prognostiziert wird. Hinzu kommt, dass gerade in Ballungsräumen durch schwere Nutzfahrzeuge erhebliche lokale Belastungen wie Stickoxide, Feinstaub oder Lärm verursacht werden. Die Verbesserung der Effizienz der Verbrennungsmotoren, die Verlagerung auf die Schiene oder der Einsatz von Biokraftstoffen wird zukünftig nicht ausreichen, um die Emissionen im notwendigen Masse zu reduzieren.

Ziel des Projekts

Ziel des Projektes ENUBA «Elektromobilität bei schweren Nutzfahrzeugen zur Umweltentlastung von Ballungsräumen», gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) war es daher zu untersuchen, wie sich Lkw-Verkehr energieeffizienter und umweltfreundlicher gestalten lässt. Im Rahmen dieses Projekts hat Siemens ein ganzheitliches Konzept für den elektrischen, fahrdrahtgebundenen Betrieb schwerer Nutzfahrzeuge entwickelt und die technische Realisierbarkeit auf einer eigens dafür errichteten Teststrecke nördlich von Berlin erprobt. Insgesamt konnte auf der Teststrecke die technische Machbarkeit des gewählten Systems zur Elektrifizierung des Strassengüterverkehrs nachgewiesen werden. Begleitende ökologische Analysen, in denen verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die Anteile elektrischer und ‚verbrennungsmotorischer‘ Fahrleistungen betrachtet wurden, belegen die Umweltentlastungspotenziale eines fahrdrahtgebundenen Güterverkehrs.

Siemens sieht vor allem zwei Einsatzgebiete, bei denen das ENUBA Konzept ökologisch und ökonomisch besonders punkten könnte: Auf Lkw-Pendelstrecken ohne Bahnanschluss über kurze und mittlere Entfernungen beispielsweise zwischen Güterverkehrszentren und Häfen oder bei der Anbindung von Gruben und Minen an zentrale Lager- und Umladestellen.

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