Formula Student Electric Ein Rennwagen wie kein Zweiter

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Jade gilt als Stein der Beruhigung und Harmonie. Ausserdem ist Jade der Name des neuen Boliden RSP24, mit dem die Rennschmiede Pforzheim auch dieses Jahr wieder bei der Formula Student Electric (FSE) an den Start geht. Um erfolgreich zu sein, hat das Team das Vorgängermodell weiterentwickelt. Zu den Optimierungen gehören unter anderem der aerodynamische Seitenkasten, die Fahrdynamikregelung zur Traktionskontrolle und das Torquevectoring sowie die neue Akku-Kühlung.

Alexander Schubert (li.) und Stephan Scholze, Bereichsleiter des Management Centers für Elektronik bei Stöber, präsentieren den neuen RSP24.(Bild:  Stöber Antriebstechnik GmbH + Co. KG)
Alexander Schubert (li.) und Stephan Scholze, Bereichsleiter des Management Centers für Elektronik bei Stöber, präsentieren den neuen RSP24.
(Bild: Stöber Antriebstechnik GmbH + Co. KG)

«Der RSP24 Jade ist schon allein durch das Antriebskonzept besonders», verspricht Alexander Schubert. Als Mitglied der Rennschmiede Pforzheim weiss er, wovon er spricht, denn dieses Jahr har er im Team High Voltage Powertrain massgeblich am Antriebskonzept mitgewirkt. So liefern zwei innenliegende Heckmotoren für jedes Hinterrad dem Rennwagen die nötige Leistung. «Das Ganze haben wir mit dem Monocoque Chassis und dem grossen Aerodynamikpaket kombiniert, das wir komplett selbst entwickelt haben», sagt er. «Ein solches Fahrzeug findet sich bestimmt kein zweites Mal.»

Auch optisch hebt sich der neue Bolide vom Vorgänger ab: Farblich schmückt er sich passend zum Namen in Jadegrün. Dazu kommt, dass der neue Seitenkasten sowie das Cover über dem Feder-Dämpfer-System der windschnittigen Form den letzten Schliff verleihen. Im Wageninneren befinden sich ein detaillierter Plan des Kabelbaums, ein grundlegend überarbeiteter Akku-Container sowie eine aktualisierte Anordnung der Elektronik.

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Hauptsponsor: Stöber

Geblieben ist die Firma Stöber, die die Rennschmiede Pforzheim seit der ersten Stunde unterstützt. Anfangs hat der Pforzheimer Spezialist für Antriebstechnik dem Team vor allem finanziell unter die Arme gegriffen. «Seit 2020 E-Motoren die Verbrenner bei diesem Event endgültig abgelöst haben, sind wir Platin-Sponsor. Wir haben die Zusammenarbeit intensiviert und liefern auch handfeste Technik», sagt Artur Wagner, Bereichsleiter des Management Centers für Getriebe und Motoren bei Stöber. Zudem stand der Antriebsspezialist bei Fragen aller Art stets zur Verfügung und half bei der Vorentwicklung neuer Antriebskomponenten. «Wir lieferten Antriebstechnik, die wir gemeinsam mit dem Renn-Team den Anforderungen entsprechend modifiziert haben», ergänzt Stephan Scholze, Bereichsleiter des Management Centers für Elektronik. «Denn unsere Komponenten sind eigentlich gar nicht für den Rennsport ausgelegt.» Stöber lieferte etwa Antriebsregler, Synchron-Servomotoren und präzise Planetengetriebe mit geräuschoptimierter Schrägverzahnung. Bei der Modifikation und Fertigung der Komponenten für den Rennwagen brachten die Ingenieure jede Menge Know-how ein. Ausserdem ermöglichten sie dem Team, die modifizierte Antriebstechnik am firmeneigenen Motorprüfstand zu erproben.

Chance zum Wachsen

Bis der neue Rennwagen fahrbereit war, galt es für das Formula-Student-Team, vielfältige Herausforderungen zu meistern. Alexander Schubert: «Unser Team besteht ausschliesslich aus Studierenden der Hochschule Pforzheim, deshalb mussten wir neben dem Studium in unserer Freizeit intensiv an diesem grossen Projekt arbeiten. Das bedeutete für jeden von uns einen erheblichen Zeitaufwand und jede Menge Leidenschaft.» Bei den unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungsniveaus entpuppte sich vor allem das Teilen von Wissen und Know-how als anspruchsvoll. Auch die konstante Motivation sowie der Umgang mit den Herausforderungen in der Fertigung und den Rückschlägen stellten das Team auf die Probe.

Die Grösse des Projekts und die oft komplexen Aufgaben erforderten eine sorgfältige Koordination und Zusammenarbeit aller Mitglieder. Jeder musste bereit sein, zu lernen und sein Wissen in die Praxis umzusetzen, um so zum Gesamterfolg des Teams beizutragen. Die verschiedenen Fachkenntnisse sollten integriert und effektiv genutzt werden. «Trotz aller Herausforderungen war es inspirierend zu sehen, wie wir gemeinsam wuchsen und uns den Aufgaben stellten», resümiert Alexander Schubert. «Wir sahen jeden Rückschritt als Chance, um zu lernen und uns zu verbessern.»

Die Zusammenarbeit mit Stöber verlief wieder äusserst positiv und angenehm. Alexander Schubert: «Seit Jahren pflegen wir eine partnerschaftliche Beziehung, die auf Vertrauen, Zuverlässigkeit und Fachkompetenz basiert.» Bei Fragen oder Anliegen konnten sich die Studierenden stets auf kompetente Ansprechpartner verlassen, die ihnen mit Fachwissen und Engagement zur Seite standen. Egal, ob es um technische Details, Fertigungsteile oder individuelle Anpassungen und Absprachen ging – das Renn-Team bekam immer schnelle und präzise Antworten.

Rennen in den Schweizer Alpen

Nun steht den Studierenden ein spannender Sommer bevor. Vom 13. bis 17. Juli findet das Rennen der FS Switzerland in Geschinen statt. In den Schweizer Alpen kann der RSP24 Jade erstmals seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Das zweite Rennen veranstaltet FS Czech vom 5. bis 10. August auf dem Gelände des Autodroms im tschechischen Most. «Die diesjährige Saison werden wir auf dem technisch anspruchsvollen Event der FS Germany vom 12. bis 18. August am Hockenheimring abschliessen», freut sich Alexander Schubert.

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Seit 2014 nehmen Studierende aus Pforzheim an diesem internationalen Konstruktionswettbewerb teil. Mit dem RSP24 Jade gehen sie mit dem mittlerweile siebten Boliden der Edelstein-Reihe und dem vierten Elektro-Rennwagen in Folge an den Start.

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