Neue SKF Lösungen Ein Stück SKF im Ferrari

Redakteur: Silvano Böni

Für den Formel-1-Rennwagen F14 T der Scuderia Ferrari hat SKF hochleistungsfähige Lösungen entwickelt. Die wichtigsten Innovationen von SKF stecken in der Antriebseinheit, die in dieser Saison erstmals zum Einsatz kommt. Insgesamt liefert SKF rund 150 Komponenten für den neuen Ferrari.

Firmen zum Thema

Steckt voller SKF Komponenten: Der neue F14 T der Scuderia Ferrari.
Steckt voller SKF Komponenten: Der neue F14 T der Scuderia Ferrari.
(SKF)

SKF entwickelt zahlreiche Komponenten für den neuen Ferrari F14 T der Scuderia, welche auch erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommen wird. Einer diese Komponenten steckt im neuen V6-Motor der Formel 1, der durch eine verstärkte Hybridisierung bis zu 30 Prozent sparsamer arbeitet. Die höhere Reichweite ist primär auf ein leistungsstarkes Energierückgewinnungssystem zurückzuführen. Zu den innovativen Lösungen, mit denen SKF die Formel 1 versorgt, gehören unter anderem Hybridlager mit neuen Keramikrollen sowie massgeschneiderte Gleitlager, die auf aktuellen Entwicklungen aus der Luft- und Raumfahrttechnologie basieren. Hinzu kommen gesinterte Hochleistungslager. Diese Komponenten mussten sich längere Zeit harten Tests in Sachen Zuverlässigkeit, Reibungsreduktion und Verschleissfestigkeit unterziehen. «Seit über 65 Jahren arbeitet SKF mit Scuderia Ferrari zusammen. Gemeinsam stellen wir uns Jahr für Jahr schwierigen und spannenden technischen Herausforderungen. SKF hat einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung des V6-Turbomotors geleistet und ist stolz darauf, gemeinsam mit Ferrari ein neues Kapitel in der Formel-1-Geschichte aufzuschlagen», erklärt Jean-Sylvain Migliore, SKF Racing Unit Manager.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Scuderia Ferrari ihrerseits schätzt neben den SKF Lösungen für den 2014er Rennwagen auch die guten Beziehungen, die sich zwischen den beiden Unternehmen entwickelt haben: «Wir wissen, wie SKF arbeitet und kennen die Ingenieure aus der SKF Racing Unit sehr gut. Sie gehen bereitwillig auf unsere Vorschläge ein und unterstützen unsere Projekte», erklärt Simone Resta, stellvertretender Chefkonstrukteur der Scuderia. «Im Rahmen der Partnerschaft von SKF und Ferrari gibt es regelmässige Treffen in Maranello, doch die wirkliche Effizienz von SKF zeigt sich erst in schwierigen Situationen: SKF reagiert schnell und effektiv bei Lagerproblemen im Formel-1-Fahrzeug. Die SKF Ingenieure haben einen exzellenten Job für den Wagen der Saison 2014 gemacht, insbesondere was das Getriebe, den Motor und die Energierückgewinnungssysteme angeht. Wir haben die neuen Regeln für die laufende Saison zum Anlass genommen, die Belastungsprofile und die Betriebsbedingungen anzupassen. Die Zusammenarbeit mit den SKF Ingenieuren wird deshalb sogar noch wichtiger werden.» Offiziell wurde die Partnerschaft der Scuderia Ferrari mit SKF zum ersten Mal in einem Telegramm aus dem Jahr 1948 erwähnt. In dem Schreiben bedankt sich Ferrari bei dem schwedischen Unternehmen für die technische Zusammenarbeit, die zu Ferraris Sieg beim historischen Langstreckenrennen «Mille Miglia» beitrug. Der derzeit gültige Sponsorship-Vertrag aus dem Jahr 2012 regelt die Lieferung von Lagern für Radköpfe, Aufhängungen, Getriebe, Motoren und Energierückgewinnungssysteme. Dichtungslösungen und Dienstleistungen, insbesondere für die Zustandsüberwachung, sind weitere Vertragsschwerpunkte. Insgesamt liefert SKF rund 150 Komponenten an die Scuderia Ferrari und fertigt damit praktisch alle Lager im neuen Formel-1-Fahrzeug. So manche F1-Neuentwicklung übernimmt SKF später auch in die Serienfertigung.

(ID:42647059)