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Besuch auf der Jimtof 2012
Für die Schweizer Industrie ist Japan ein sehr wichtiger Markt, zumal das Land als drittgrösste Volkswirtschaft der Welt (hinter den USA und China) ein enormes Potenzial birgt.
An der diesjährigen Jimtof (Japan International Machine Tool Fair) zeigten knapp 800 Aussteller vom 1. bis 6. November alles, was die Herzen von Zerspanern und Umformern höherschlagen lässt. Neben Werkzeugmaschinen und Werkzeugen konnte sich der Jimtof-Besucher auch über aktuelle Produkte aus der Antriebs- und Steuerungstechnik informieren. Messsysteme, CAD/CAM-Software und Werkstoffe ergänzten das umfangreiche Angebotsspektrum der Schau, die sämtliche Hallen des Tokyo Big Sight (Tokyo International Exhibition Center) belegten. An der Messe in Tokio waren auch rund 80 Schweizer Unternehmen anwesend.
Die Teilnehmer des YPP hatten auf der Messe die Möglichkeit, verschiedene Aussteller aus Japan und der Schweiz zu besuchen und mit ihnen über die neusten technischen Errungenschaften zu diskutieren. So konnten sie unter anderem einen Augenschein am Stand des Maschinenherstellers Agie Charmilles aus Losone nehmen und mit Herrn Peter Walder, President, Representative Director, spannende Diskussionen führen. Weiter wurden die Lehrlinge und Studenten von Herrn Dr. Hans Brändle, CEO, Oerlikon Coating, an den Messestand von Oerlikon Balzers eingeladen. Dr. Brändle erläuterte den YPP-Teilnehmern die Funktion der PVD-Beschichtungsanlage Ingenia, die auf viel Interesse stiess und für anregende Diskussionen sorgte.
Ein krönender Abschluss
Das Swissmem YPP fand an der diesjährigen Prodex 2012 einen krönenden Abschluss. Die 21 Japanreisenden reflektierten im Vorfeld ihre Eindrücke und präsentierten auf der Messe am Stand von Swissmem ihre Ergebnisse. Die drei Arbeitsgruppen mit den Themengebieten Tokyo, Nagoya und Kyoto zeigten anhand von Beispielen eindrücklich ihre persönlichen Erlebnisse: so z.B. die interessanten Gespräche auf der Jimtof, die überfüllten Metros zur Stosszeit, die sauberen Strassen, die Disziplin der Japaner, die kulinarischen Besonderheiten, die imponierende Führung durch die grossen Produktionshallen von Mori Seiki und das grosse Interesse der Japaner an Karaoke. Nicht zuletzt war diese Reise auch eine zusätzliche Motivation für eine zukünftige Karriere in der WZM-Industrie.
Michael Hauser, CEO von Tornos SA und Vorstandsmitglied bei Swissmem, unterstreicht die Bedeutung dieser Reise: «Vor einigen Jahrzehnten haben die japanischen WZM-Hersteller ihre Fachkräfte nach Europa geschickt, um von den Besten zu lernen. Mittlerweile ist Japan einer der dominierenden WZM-Märkte bezüglich der Qualität, des Produktionsvolumens und des Marktanteils. Warum sollen die Schweizer Fachkräfte nicht von den Japanern lernen?» <<
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