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Unterwasser-Kompressoren zur Gasförderung Eine Maschine geht tauchen

| Redakteur: Thomas Koch

Die MAN Diesel & Turbo Schweiz in Zürich hat einen Auftrag zur Lieferung von vier Kompressoren erhalten, die am Meeresboden in einer Tiefe von rund 250 m Erdgas aus dem im europäischen Nordmeer gelegenen Åsgard-Feld fördern werden.

MAN Diesel & Turbo Schweiz hat einen Auftrag zur Lieferung von vier Kompressoren erhalten, die am Meeresboden in einer Tiefe von rund 250 m Erdgas aus dem im europäischen Nordmeer gelegenen Åsgard-Feld fördern werden.
MAN Diesel & Turbo Schweiz hat einen Auftrag zur Lieferung von vier Kompressoren erhalten, die am Meeresboden in einer Tiefe von rund 250 m Erdgas aus dem im europäischen Nordmeer gelegenen Åsgard-Feld fördern werden.
(Bild: MAN Diesel & Turbo)

Auftraggeber ist Aker Solutions ASA, Oslo, die vom norwegischen Energieunternehmen Statoil ASA im Dezember 2010 den Zuschlag für die Entwicklung und den Bau eines kompletten Unterwasser-Gasfördersystems erhalten hat. Zum Lieferumfang der MAN Diesel & Turbo Schweiz AG gehören neben den Spezial-Kompressoren auch sämtliche Wartungs- und Serviceleistungen für den gesamten Lebenszyklus der Maschinen.

„Das Vertrauen von Aker Solutions bestätigt unsere führende Position in der Unterwasserkompression, an der wir zusammen mit Statoil seit 2005 sehr intensiv arbeiten,“ sagt Dr. Uwe Lauber, Leiter der Geschäftseinheit Öl & Gas und Geschäftsführer der schweizerischen Tochtergesellschaft von MAN Diesel & Turbo. Die vier Maschinen werden bei MAN Diesel & Turbo in Zürich gebaut, getestet und bereits im kommenden Jahr ausgeliefert. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.

Das Åsgard-Gasvorkommen befindet sich etwa 200 km vor der Küste Norwegens in einer Tiefe von 240 bis 310 Metern. Es ist das weltweit erste Projekt, bei dem Gas auf dem Meeresboden komprimiert und gefördert wird. Direkt auf dem Meeresgrund installierte Kompressionssysteme verbessern Energieeffizienz und Sicherheit bei der Ausbeutung von Gasfeldern erheblich. Im Vergleich zu traditionellen Plattformen sind auch die Investitionen und Betriebskosten deutlich geringer. Das neue Konzept lässt sich auf die meisten Gasvorkommen in den Weltmeeren anwenden.

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