Die EMO Hannover öffnet heute offiziell nach vier Jahren Pause ihre Tore in der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Nach vier Jahren Pause: endlich wieder EMO in Hannover.
(Bild: Deutsche Messe AG & VDW)
«Zur Weltleitmesse für die Produktionstechnologie zeigen rund 1 850 Aussteller aus 42 Ländern ihre neuesten Maschinen, Lösungen und Dienstleistungen für die Industrieproduktion», sagt Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover auf der Eröffnungspressekonferenz. «Die EMO ist für eine Woche Dreh- und Angelpunkt für die internationale Industrie», so Welcker weiter. Zuletzt kamen Fachbesucherinnen und -besucher aus 150 Ländern nach Hannover.
Zukunft der Produktionstechnologie im Fokus
Unter dem Motto «Innovate Manufacturing.» ist die Messe eine zentrale Plattform für alle Aspekte der Fertigungstechnologie. Hier werden nicht nur die neuesten Maschinen vorgestellt, sondern auch technische Lösungen, Trends und Innovationen diskutiert. Somit deckt die EMO Hannover die gesamte Wertschöpfungskette der Produktionstechnologie ab und ist selbst eine smarte Fabrik. Mit einem starken Fokus auf Technik, Dialog und Netzwerken wird die Messe drei Megathemen intensiv beleuchten: The Future of Business, The Future of Connectivity und The Future of Sustainability in Production. «Die Future Insights zeigen, dass Produktionstechnologie kein Insiderthema für Fertigungsexpertinnen und -experten ist, sondern mit technischen Lösungen auf die drängenden Probleme unserer Zeit antwortet», so Welcker.
Die Messe präsentiert das gesamte Spektrum der Produktionstechnologie – von Produktionssystemen über Werkzeuge bis hin zu Messmitteln, Software und Steuerungen. Die Vielfalt des Angebots spiegelt die aktuellen Herausforderungen der Industrieproduktion wider, darunter Effizienzsteigerung, Flexibilität, Qualitätsverbesserung, Automatisierung, Elektromobilität, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft.
Die EMO Hannover bietet gleichzeitig ein vielfältiges Rahmenprogramm mit rund 360 Einzelveranstaltungen. Zu den Highlights gehören beispielsweise eine hochkarätig besetzte Paneldiskussion zum Thema «Sustainable production value chain – Wie meistert die Industrie die Zukunft?» mit den Vorstandsvorsitzenden von DMG Mori, Samson, Siemens und EMO Generalkommissar Welcker. Oder zwei halbe Tage zum Thema «New Digital Work – Chance oder Entmündigung?». Dort werden in Vorträgen, Interviews und Podiumsdiskussionen zahlreiche Aspekte der Arbeitswelt von morgen beleuchtet. Auch die Bearbeitung von Zukunftsmärkten gehört zur Zukunft des Geschäfts. Eine Konferenz zeigt am Beispiel Indien, welche Möglichkeiten es gibt und führt internationale Interessenten mit indischen Unternehmen zusammen.
Darüber hinaus rückt die Zusammenarbeit mit innovativen Startups auf der EMO verstärkt in den Fokus. Mehr als 60 junge Unternehmen präsentieren sich auf der Startup Area in Halle 9. Die EMO-Startup-Night mit Speed-Dating bietet Ausstellern sowie Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, junge Unternehmen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Am Sonderstand Bildung in Halle 8 zeigt die Nachwuchsstiftung Maschinenbau, wie sie dem Fachkräftemangel in den Metallberufen entgegentritt, Ausbildende und Lehrende bei der Einführung einer modernen Ausbildung unterstützt sowie Jugendlichen die Attraktivität der Metallberufe näherbringt.
Elektromobilität treibt Investitionen in Produktionstechnologie
Die wirtschaftliche Lage in der Industrie weltweit spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg der EMO Hannover. Trotz der aktuellen weltweiten Nachfrageschwäche erwartet die Werkzeugmaschinenindustrie mittel- und langfristig starke Impulse aus unterschiedlichen Abnehmerbereichen. Die fortschreitende Automatisierung, die zunehmende Digitalisierung, die Elektromobilität, der Aufbau kritischer Infrastruktur und Investitionen in erneuerbare Energien sind nur einige der Entwicklungen, die grosses Potenzial für die Fertigungstechnik bieten. Für 2024 erwarten Wirtschaftsforscher eine Erholung des Weltmarkts für Werkzeugmaschinen mit einem Anstieg von 7 Prozent. «Wir profitieren von den Aktivitäten unserer Kunden in neuen Feldern, denn wir liefern die Technologie, die den Fortschritt dort ermöglicht», weiss Welcker.
Besonders stark betroffen ist die Werkzeugmaschinenindustrie vom Transformationsprozess in der Autoindustrie hin zu elektrischen Antrieben. Dr. Michael Wittler, Geschäftsführer bei FEV Consulting, Aachen, die frühzeitig Chancen und Potenziale der E-Mobilität analysiert hat, prognostiziert in den kommenden Jahren erhebliche Umsatzpotenziale in diesem Bereich. «Wir erwarten bis 2040 ein Wachstum auf 85 Mio. Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeuge, was einem Marktanteil von 75 Prozent entspricht», sagt er auf der Eröffnungspressekonferenz. «Insbesondere Elektromotoren, Leistungselektronik, Batterien und Brennstoffzellen werden zu Schlüsselkomponenten in dieser schnell wachsenden Industrie, für deren Herstellung investiert werden muss», so Wittler. Die E-Mobilität sei ein vielversprechender Weg, das Wachstum in der Produktionstechnologie voranzutreiben und gleichzeitig Umweltauswirkungen zu reduzieren. Wittler ermutigt auf der Basis der Studienergebnisse ausdrücklich, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen und das eigene Produktportfolio entsprechend weiterzuentwickeln, um von den vielfältigen Möglichkeiten in diesem aufstrebenden Sektor zu profitieren. Weil dies bereits etliche Hersteller getan haben, greift auch das EMO-Rahmenprogramm die Elektromobilität unter dem Titel Perspektiven der E-Mobilität in einer Podiumsdiskussion auf.
Stand vom 30.10.2020
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