GIS-Aluminium-Krananlage mit Vakuumheber Empfindliche Fenstergläser sanft bewegt

Redakteur: Silvano Böni

Premium-Holzfenster für die Renovation von denkmalgeschützten Objekten müssen heute alle Anforderungen an Wärme- und Schallschutz sowie Sicherheit erfüllen. Das schonende Handling der schweren und sperrigen Gläser ist aber knifflig. Die Hauri AG aus Staffelbach hat dieses Problem mit einer GIS-Aluminium-Krananlage mit Vakuumheber gelöst.

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Die GIS-Krananlage mit Vakuumheber deckt den gesamten Bereich der Fenstermontage ab.
Die GIS-Krananlage mit Vakuumheber deckt den gesamten Bereich der Fenstermontage ab.
( GIS)

Bei der Renovation von denkmalgeschützten Gebäuden sind heute nebst den optischen Aspekten auch Anforderungen an Wärme- und Schallschutz sowie Einbruchsicherheit zu erfüllen. Dies betrifft insbesondere auch die Fenster. Dank CNC-gesteuertem Bearbeitungscenter und langjähriger Erfahrung kann die Hauri AG aus Staffelbach solche Fenster in allen erforderlichen Formen und Ausführungen herstellen. Das 1964 gegründete Familienunternehmen wird in zweiter Generation geführt und beschäftigt rund 50 Mitarbeitende. Neben dem wichtigen Bereich Fensterbau bilden die Herstellung von Küchen sowie Badmöbeln und allgemeine Schreinerarbeiten weitere wichtige Tätigkeitsgebiete. Innovation hat bei Hauri Tradition, so
erfolgt die Heizung und die Warmwassererzeugung mittels moderner Holzschnitzelfeuerung und zwei Drittel des elektrischen Energiebedarfs deckt die eigene Photovoltaikanlage.

Premium-Fenster aus Glas, Holz und Metall

Sperrige Isoliergläser stehen auf Transportwagen bereit. Einzeln werden sie angehoben, vertikal um 90° gedreht, um dann millimetergenau in einen Rahmen eingesetzt zu werden. Für die weiteren Arbeitsschritte kippt der Arbeitstisch den Rahmen in die horizontale Position. Eine Trockenverglasung wird mit dem Einpassen des Glases, dem sogenannten Verklotzen, sowie Aufklopfen des Metallrahmens abgeschlossen. Zurück in der aufrechten Ausgangslage lässt sich das fertige Fenster anheben und auf den bereitstehenden Wagen stellen. Dies geschieht alles mit der Aluminium-Krananlage von GIS.

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Präzises Handling bis 320 Kilogramm

Die Krananlage deckt den gesamten Bereich der Fenstermontage ab. Das manuelle Verschieben von sperrigen Lasten erfolgt leicht, leise und präzise. Beim Vakuumheber des Typs GIS GHGE wird aus der im Betrieb verfügbaren Druckluft mittels Ejektorprinzip ein Vakuum erzeugt. Zwei Saugflächen sorgen für einen sicheren Kraftschluss zwischen Hebezeug und Glas. Entlang der Traverse, welche um 90° drehbar ist und auch den Vakuumtank bildet, lassen sie sich verschieben. Optional ist eine Vorrichtung zur manuellen Abschaltung einzelner Saugteller verfügbar. Eine Halterung für die Funkfernsteuerung des Elektrokettenzuges befindet sich direkt an der zentralen Bedieneinheit. Der Frequenzumrichter ermöglicht zwei Hubgeschwindigkeiten mit Sanftanlauf. Die Energiezufuhr erfolgt horizontal mittels an Kabelwagen aufgehängten Flachkabeln und Druckluftleitungen. Vertikal führt ein Spiralschlauch die Druckluft zum Vakuumheber.

Partnerschaftliche Planung und Realisierung

Die Hauri AG setzt auf partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen. Bisher erledigen zwei GIS-Krananlagen ihre Arbeit zuverlässig, weshalb die neue Lösung auch mit den Fachleuten aus Schötz erarbeitet wird. Gemeinsam definierte man notwendige Funktionen. In der Fensterproduktion soll die überwiegend grosse Anzahl Isoliergläser transportiert werden können und hierzu ist der gesamte Montagebereich zu bedienen. So entsteht eine wirtschaftliche und rückenschonende Gesamtlösung. Übrigens ermöglicht die Funkfernsteuerung ein platzsparendes Stationieren des Vakuumhebers unterhalb der Hallendecke. Der Hallenkran kann auch für weitere Transportarbeiten genutzt werden. Der Vakuumheber lässt sich hierzu einfach abhängen und der Druckluftschlauch ist in der Parkstellung zu fixieren. <<

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