Kunststofftechnik Erneuerter Maschinenpark für mehr Effizienz

Redakteur: Luca Meister

Flexor bietet Menschen mit einer Erwerbseinschränkung Arbeit an: von einfachen Handarbeiten bis hin zur Überwachung von komplexen maschinellen Fertigungsverfahren. Bei den rund 45 individuellen Arbeitsplätzen ist es wichtig, Geräte und Maschinen einzusetzen, die möglichst effizient, jedoch einfach zu bedienen sind.

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Polieren von Schalen in verschiedenen Grössen und Formen.
Polieren von Schalen in verschiedenen Grössen und Formen.
(Bild: Flexor)

Generelles: Bei Flexor – Verein Werkhaus Langenbruck, BL, wird sehr grossen Wert darauf gelegt, dass die Beschäftigten weder unterfordert noch überfordert, sondern herausgefordert werden. Motto: «Im Vordergrund steht der Mensch, welcher durch die Arbeit selbstbewusst auftritt und soziale Achtung erfährt.»

Die Arbeiten und Anforderungen an den Arbeitsplätzen werden den Fähigkeiten und dem Leistungspotenzial des einzelnen Mitarbeitenden angepasst. Es handelt sich um Arbeit für Menschen mit einer IV-Rente, Teilnehmer von IV-Massnahmen sowie für Sozialhilfebezüger. Ergänzt wird das Angebot durch Ausbildungen für Jugendliche mit IV-Hintergrund. Flexor bietet Arbeitsplätze in drei Arbeitsbereichen an: Kunststoffverarbeitung, Garage, Dienste.

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Kunststoffverarbeitung

Im Betrieb für Kunststoffverarbeitung werden mittels Thermoverformung verschiedenste Artikel aus Thermoplasten hergestellt. Produziert werden insbesondere Ausstellplatten und Schalen für den Lebensmittelbereich wie Metzgereien und Comestibles-Geschäfte. Nach Wunsch fertigt Flexor auch Teile für andere Industrie-Anwendungen sowie Werbeartikel.

Wie Referenzprodukte verschiedenster Kunden zeigen, sind hier den Ideen und Umsetzungen für Formen und Farben kaum Grenzen gesetzt. Das Angebot der Fertigungsverfahren im Bereich Kunststoffverarbeitung kann sich sehen lassen. Ob Fräsen, Pressen, Sägen, Tiefziehen, Schleifen oder Polieren.

Ältere Maschinen ersetzt

Nach umfassender Beratung durch die Teltec Systems AG in Bremgarten investierte Flexor in drei Maschinen, um ältere Modelle zu ersetzen und die Produktionsmöglichkeiten zu erweitern. Die Isel-CNC-Fräsmaschine Gantry Overhead M40 weist einen Durchlass von bis zu 340 Millimeter auf und einen Verfahrweg von bis zu 1200 mal 1000 Millimeter. Durch die hohe Drehzahl und Verfahrgeschwindigkeit ist sie ideal für das Bearbeiten von Kunststoffen. Ein weiteres Plus der Isel-CNC-Overhead-Maschinen ist die optimale Platzausnutzung bei geringem Platzbedarf.

Flexor stellt Kunststoffartikel in grossen Stückzahlen bis zu einem Meter Grösse her. Neulich konnte die Teltec Systems AG zwei weitere Isel-CNC-Maschinen des Typs Gantry Overhead liefern (Typ M20). Auf die Gründe angesprochen, sagt Ruedi Kirchhofer, Bereichsleiter Kunststoffverarbeitung bei Flexor: «Bei den Isel-CNC-Overhead-Maschinen von Teltec sind die Antriebe oben angeordnet. Damit entfallen Probleme mit Spänen, die den Fertigungsprozess blockieren, und andere Betriebsstörungen. Weiter überzeugte uns das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Inbetriebnahme aller drei Maschinen und die Instruktion war vorbildlich.» <<

Autor:

Rolf Dorner, Fachjournalist BR/SFJ

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