Erodieren in einer neuen Dimension

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Antriebstechnik ist zweifellos revolutionär

Bei den neuen Hochpräzisions-Drahterodiermaschinen kommen optisch angesteuerte Antriebssysteme zum Einsatz, gepaart mit Tubular-Direktantrieben. Dieses einzigartige Konzept vereint die Vorteile von Spindelantrieben mit denen von konventionellen Linearmotoren.

Der erhebliche Krafteinfluss des Magnetfeldes auf die Führungen des bewegten Schlittens, ein konstruktiver Nachteil von Linearmotoren, wird vollständig eliminiert. Das liegt am ringförmigen Aufbau des «Tubular-Antriebs». Das daraus resultierende ringförmige Kraftfeld verhindert asymetrische Kräfte, wie sie bei Linearmotoren üblich sind.

Geringe Wärmeentwicklung der Tubular-Motoren

Weiterhin vermeidet diese Konstruktion unnötige Wärmeentwicklung, was zu einer sehr guten Energie-Effizienz beiträgt. Doch die reinen Antriebe sind nicht alles. Ausserdem werden die neuen Drahterodiersysteme der «NA Essence»-Serie dank des optischen Direktantriebssystems tatsächlich in Echtzeit reagieren.

Die CNC-Steuerung kommuniziert über Lichtwellenleiter mit den extrem reaktionsschnellen Antrieben - schneller geht's nicht mehr. Selbstverständlich kann die CNC-Steuerung die Signale ebenfalls in Echtzeit umsetzen. Laut Aussage des Unternehmens sind die Lichtwellenleiter unbedingt notwendig, um die neuen Antriebssysteme entsprechend schnell ansteuern zu können.

Höchstpräzisionsmaschine mit neuen Massstäben

Die neue Serie setzt in Qualität und Produktivität neue Massstäbe. «Spezialmaschinen» mit eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten sind es indes nicht. Dies kann man schon an den Baugrössen der beiden Modelle erkennen:

- die NA 1200 Essence mit Verfahrwegen von XYZ 400 x 300 x 220 mm und

- die NA 2400 Essence, mit Verfahrwegen von XYZ 600 x 400 x 310 mm.

Oberflächenwerte von Ra 0,05 µ per Feinschlichtgenerator

Konstruktiv sind beide Maschinen für ein breites Anwendungsspektrum ausgelegt - Drahtdurchmesser von 0,05 bis 0,30 mm können im Standard eingesetzt werden. Bei Oberflächen sind mit dem serienmässigen digitalen Feinschlichtgenerator-Werte von 0,05 µ Ra erzielbar - natürlich abhängig von Werkstückmaterial und Schneidhöhe, aber immer mit kostengüns-tigem Messing-Blankdraht.

Dies sorgt unter anderem dafür, dass die Maschinen nicht nur effizient, sondern auch äusserst wirtschaftlich eingesetzt werden können. Damit wird die «NA Essence»-Serie besonders auch für den Einsatz in der hochpräzisen Teile-Produktion interessant.

Genial: vertikale Position der Entladungen steuern

Ein bekanntes Phänomen im Drahterodierbereich ist die unterschiedliche Entladungsstärke über der Drahtlänge im Werkstück. Dadurch werden im oberen Bereich der Werkstücke in der Regel höhere Abtragsraten erzeugt als im unteren Bereich. Der Draht wird beim Durchlauf im µm-Bereich dünner - sogenannte Elefantenfüsse sind die Folge.

An der Ursache feilen anstatt Symptombekämpfung

In der Regel schafft hier eine leicht winklige Anstellung des Erodierdrahtes Abhilfe, eine Symptombekämpfung. Mitsubishi setzt jetzt an der Ursache an: Der Generator der «NA Essence» beinhaltet neben dem digitalen Feinschlichtgenerator D-FS weiterhin einen digital gesteuerten AE-Generator (D-AE), der die vertikale Position der Entladungen am Werkstück steuert und damit beste Parallelitäten erzielt.

Auf SMM-Nachfrage, wie das genau funktioniere, wollte man sich von Seiten Mitsubishi nicht genau äussern. Die Übertragung der Strommenge wird verschoben durch eine verteilte Spannungsverteilung im Erodierdraht. Fakt ist, dass sogenannte «Elefantenfüsse» beim Erodieren langer Werkstücke der Vergangenheit angehören.

Klar strukturierte Steuerung

Traditionell wurde auf Ergonomie und Bedienerfreundlichkeit besonderer Wert gelegt. Auch hier ist Mitsubishi Electric seit vielen Jahren Vorreiter - und unterstreicht dies mit der neuen Drahterodiersystem-Serie eindrucksvoll.

Die «NA Essence» ist mit der bereits bekannten und von Kunden hoch gelobten Advance-Steuerung ausgestattet. Klar und logisch strukturierte Eingabemasken, Bedienung über Maus, Standard-Tastatur und Touchscreen, integriertes elektronisches Handbuch, Programmiersystem sowie Netzwerkfähigkeit machen das tägliche Arbeiten so komfortabel wie nur möglich. Zahlreiche Automatikfunktionen, die für das neue Antriebskonzept optimiert wurden, erleichtern die tägliche Arbeit, ohne jedoch Anwender zu irritieren.

Hervorragende Zugänglichkeit des Arbeitsbereichs

Die hervorragende Zugänglichkeit des Arbeitsbereichs ist ein weiterer Pluspunkt. Die NA 1200 Essence ist mit einer automatischen Vertikalschiebetür ausgestattet, die NA 2400 Essence mit einem Drei-Seiten-Hubtank. Die automatische Drahteinfädelung überzeugt durch ihre Zuverlässigkeit, die allgemeine Wartungsfreundlichkeit der Mitsubishi-Electric-Erodiersysteme ist hinlänglich bekannt. Die «NA Essence» ist kein «Sensibelchen», das übermässig Wartung verlangt, sondern ein für den realen Alltag konzipiertes Höchstpräzisions-Drahterodiersystem.

Nach wie vor Stahlguss

Im Stand-by-Modus werden fast alle Pumpen abgestellt, lediglich eine minimale Dielektrikumszirkulation wird aufrechterhalten. Auch das Beharren von Mitsubishi Electric auf einer massiven Stahlgusskonstruktion passt in das ökologische Leitbild. Abgesehen von den unbestreitbaren Vorteilen von Stahlguss, speziell in der Dauerhaltbarkeit und Langzeitpräzision, lässt sich eine «NA Essence» am Ende eines sehr langen und erfolgreichen «Arbeitslebens» auch noch problemlos stofflich wiederverwerten.

Die Drahterodiersystem-Serie «NA Essence» wird die Latte für den Wettbewerb erneut höher legen und die Marktposition von Mitsubishi Electric in der Drahterosion weiter verstärken.

InformationMitsubishi Electric Europe B.V.D-40880 Ratingen, Germanywww.mitsubishi-edm.deVertretung in der SchweizWalter Meier (Fertigungslösungen) AGBahnstrasse 248603 SchwerzenbachTel. 044 806 46 46Fax 044 806 47 47ch.machining@waltermeier.comwww.waltermeier.com

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