Roboter Fanuc Robotics will 2014 in Europa 14.400 Roboter verkaufen
Roboter sind gefragt wie selten zuvor und derzeit sogar Mangelware: Nach Schätzungen von Fanuc liegt weltweit der Bedarf 15% über den verfügbaren Kapazitäten. Darauf hat das japanische Unternehmen reagiert und bereits im April den Startschuss für den Bau einer weiteren Roboterfabrik in Japan gegeben.
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„Aktuell produzieren wir 2700 Roboter pro Monat, haben aber einen monatlichen Auftragseingang von 3200 Einheiten“, beschreibt Olaf C. Gehrels, Europapräsident von Fanuc Robotics, den Engpass. Ab Februar 2012 werde dank dem neuen Werk in Oshino die Produktionskapazität dann 5000 Roboter pro Monat betragen.
Fanuc-Roboter in Europa gut gefragt
Fanuc Robotics Europe liegt mit seinen zwölf Ländergesellschaften laut Gehrels auf einem sehr guten Kurs und deutlich über Plan. „Wir peilen für 2011 den Verkauf von 7400 Robotern an. Im vergangenen Jahr waren es 4500 Stück gewesen und 2009 rund 3600.“ Der Umsatz soll im kommenden Geschäftsjahr von 192 Mio. auf rund 245 Mio. Euro steigen. Doch damit nicht genug: „Im Jahr 2014 wollen wir europaweit 14.400 Roboter absetzen“, beziffert Gehrels das ambitionierte Ziel.
Deutlich zulegen wird bei Fanuc Robotics Europe in diesem Jahr der Anteil der Automobilindustrie an den Gesamtstückzahlen. Entfielen 2010 mit 3800 Robotern noch 84% auf die allgemeine Industrie, sollen es aktuell 60% und damit 4400 Einheiten sein.
Automobilhersteller setzen auf Roboter von Fanuc
Verantwortlich für den Zuwachs im Automobilbereich sind in erster Linie zwei Großaufträge, die jetzt zur Auslieferung kommen: Das MQB-Projekt (2400 Stück) von Volkswagen sowie ein Auftrag aus der französischen PSA-Gruppe (1100 Stück). Organisatorisch wird das Marktsegment Automotive in Zukunft von der Fanuc-Europazentrale in Luxemburg aus betreut, weil Großkunden wie Automobilkonzerne eine zentrale Entwicklungsmannschaft seitens der Zulieferer und Ausrüster sowie einheitliche Ansprechpartner in Europa erfordern.
Rekordauftragseingänge vermeldet Fanuc auch in Deutschland. „Wir liegen 40% über unseren Planansätzen“, sagt Olaf Kramm, Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH. Das vom VDMA-Fachverband Robotik + Automation für 2011 prognostizierte Branchenwachstum in Höhe von 10% werde man deutlich übertreffen und damit seine Marktposition stärken.
In Deutschland will Fanuc mehr Roboter an die allgemeine Industrie verkaufen
Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 2500 Roboter verkauft, 1500 davon entfielen auf das sogenannte Base Business. „Unsere Ausrichtung wird zukünftig noch stärker als bislang vom Robotereinsatz in der allgemeinen Industrie und der Tier-1-Zulieferer geprägt sein“, urteilt der Deutschland-Chef.
Beachtliches Potenzial sieht Kramm noch in Österreich. „Der dortige Markt ist für 500 Roboter pro Jahr gut.“ Deshalb soll Thomas Eder ab dem 1. September als Vertriebsleiter Österreich das Geschäft mit Systempartnern ausbauen, Fanuc bekannter machen und den Marktanteil vergrößern.
Das Ziel nennt Kramm: „Wir wollen bis 2013 die Nummer 2 sein und streben einen Absatz von jährlich 100 bis 120 Robotern an.“ Der österreichische Markt ist stark auf die Fügetechnik fokussiert. „Dieser wichtigste Bereich macht ungefähr zwei Drittel des Marktvolumens aus“, so Thomas Eder.
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