Erfolg in der Schwerelosigkeit Ferngesteuerter Chirurgieroboter an Bord der Internationalen Raumstation getestet

Von Debora Setters, National Marketing Manager, Maxon 2 min Lesedauer

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Der MIRA-Chirurgieroboter hat Anfang 2024 erste erfolgreiche Tests in der Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation abgeschlossen. Sechs Ärzte steuerten das kompakte Gerät abwechselnd von der Erde aus. Eine wichtige Rolle für den Erfolg dieser Mission im All spielen Komponenten von Maxon.

Chirurgen auf der Erde testen «spaceMIRA», indem sie eine Operation auf der Internationalen Raumstation ISS simulieren und dabei eine Art Gummiband durchschneiden. Die starren Arme mit den innen montierten Motoren bieten Stabilität und ermöglichen gleichzeitig die vollständige Triangulation der Kamera und Instrumente.(Bild:  NASA)
Chirurgen auf der Erde testen «spaceMIRA», indem sie eine Operation auf der Internationalen Raumstation ISS simulieren und dabei eine Art Gummiband durchschneiden. Die starren Arme mit den innen montierten Motoren bieten Stabilität und ermöglichen gleichzeitig die vollständige Triangulation der Kamera und Instrumente.
(Bild: NASA)

Der «spaceMIRA», entwickelt von «Virtual Incision» und Forschern der University of Nebraska, ist ein kleiner, leichter Chirurgieroboter. MIRA steht dabei für «Miniaturized In Vivo Robotic Assistant». Er wurde im Januar mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete von Cape Canaveral zur ISS geschickt. Von Lincoln, Nebraska, 400 km unterhalb der Umlaufbahn der ISS, führten sechs Chirurgen abwechselnd Ferntests durch. Dabei manipulierten und schnitten sie ein Material, das echtes Gewebe nachahmt. Die Mission ist eine Zusammenarbeit zwischen der Firma «Virtual Incision», der University of Nebraska und der NASA. Sie soll in Zukunft nichts weniger, als die Art und Weise revolutionieren, wie chirurgische Versorgung sowohl in extremen Umgebungen als auch in unterversorgten Gemeinden hier auf der Erde durchgeführt wird.

Innovation in der roboterunterstützten Chirurgie

Der «spaceMIRA» ist eine spezielle Version des MIRA, einem miniaturisierten Chirurgieroboter von «Virtual Incision». MIRA ist das erste kommerziell erhältliche miniaturisierte Chirurgiesystem in den USA. Sein kleines und schlankes Design – er wiegt nur rund 900 Gramm – macht es leicht zu transportieren und zu lagern. Die Konfiguration des «spaceMIRA» erlaubt vorprogrammierte und ferngesteuerte Operationen über grosse Entfernungen, wie es zum Beispiel auf der Internationalen Raumstation (ISS) der Fall ist.

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Zusammenarbeit mit Maxon

«Virtual Incision» hat sowohl bei der Entwicklung der landbasierten Version von MIRA als auch des «spaceMIRA» eng mit Maxon zusammengearbeitet. Beide Systeme nutzen eine weltweit einzigartige schwenkbare Kamera. MIRA und «spaceMIRA» sind kompakt, weil Maxons Motoren in den Roboterarmen eingebaut sind. Diese Bauweise ermöglicht komplexe Operationen, wie zum Beispiel die Entfernung eines Teils des Dickdarms. Die starren Arme mit eingebauten Motoren liefern die notwendige Kraft für die Operationen und erlauben die präzise Positionierung von Kamera und Instrumenten.

Hochleistungskomponenten von Maxon

Die Komponenten von Maxon mussten strenge Anforderungen erfüllen, da hohe Geschwindigkeiten und Drehmomente notwendig waren. Die Zusammenarbeit mit Maxon half «Virtual Incision», die Effizienz ihres Systems zu steigern und die Leistung an den Gelenkpunkten zu maximieren. Neben den Motoren und Zubehörteilen von Maxon wurden spezielle Präzisionsteile für MIRA entwickelt. Maxons Ingenieure unterstützten von der Konzeption bis zur Herstellung des «spaceMIRA»-Teilsystems. «Virtual Incision» entwickelte die zugehörige Hardware, Software und Firmware selbst, um das Gerät zu optimieren.

Vorteile für Patienten

Roboterunterstützte Chirurgiesysteme (RAS) bieten viele Vorteile für Patienten: weniger Infektionen, weniger Schmerzen, weniger Blutverlust, kleinere Narben, kürzere Krankenhausaufenthalte und schnellere Genesung. Die Tests auf der ISS zeigen, dass Fernoperationen machbar sind. MIRA lässt sich leicht reinigen und sterilisieren und benötigt keine grossen Gestelle wie andere Geräte. MIRA ist das kleinste roboterunterstützte Chirurgiesystem für Weichgewebe auf dem Markt. Es ist stark und leistungsfähig und kann schnell in jedem Operationssaal eingerichtet werden, sei es in einem grossen Krankenhaus, einer ambulanten Einrichtung oder einem kleinen ländlichen Operationszentrum.

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