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5000 Teile in einer Stunde
Für die Kommissionierung eines Batchs ist exakt eine Stunde vorgesehen. Das entspricht genau der Zeitspanne, die der Hängetaschensorter für die Sortierung der 5000 Teile benötigt. Die Planung erfolgt möglichst so, dass 2/3 der Waren aus dem Lager und 1/3 der Waren aus dem Dynamikpuffer, also aus dem Retourenbereich, entnommen werden – auch hier spielt die Kommunikation zwischen den verschiedenen IT-Systemen eine entscheidende Rolle. Sobald die Teile gescannt sind und in die Tasche fallen, übernimmt der Materialflussrechner des Taschensorters. Per Telegramm weiss dieser genau über die Aufträge des Batchs Bescheid und geht in die mehrstufige Sortierung. Die 5000 Teile werden stufenweise zunächst in Batchs mit 600 und anschliessend in Batchs mit 100 Teilen reduziert, aus denen dann Stück für Stück die Kundenaufträge generiert werden. An den insgesamt 23 Packstationen übernimmt wieder LFS. Pro Auftrag fahren die Taschen zu den Verpackern vor, die die Waren versandfertig machen. Für die Online-Bestellungen geht es über eine Fördertechnik zum Warenausgang und an die entsprechende Auslagerbrücke für Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Filialware wird getrennt davon abgefertigt. Das System ist so ausgelegt, dass in einem Batch 2/3 der Waren für Endkunden und 1/3 der Waren für Filialen berücksichtigt werden.
Dynamische Arbeitsplätze und Put-to-Light in der Abfertigung
An den insgesamt 42 Arbeitsplätzen zur Filialbeschickung werden die Artikel filialrein zusammengestellt. Ergänzend übernehmen die Mitarbeiter hier die weiteren Dienstleistungen, wie Diebstahlsicherung, Preisetikettierung oder das Aufbügeln der Waren. Über eine Put-to-Light-Anlage wird angezeigt, für welche Filialetage der Artikel bestimmt ist. Eine weitere Besonderheit: Die Filialanlieferung erfolgt in Mehrwegtransportboxen, die ebenfalls in Etagen aufgeteilt sind. Jede Etage wird mit bestimmten Sortimenten bestückt, zum Beispiel Wanderbekleidung oder Bademode. Auch das zeigt die Put-to-Light-Anlage an, so dass die Mitarbeiter die Aufträge intuitiv zusammenstellen können. «SportScheck möchte den eigenen logistischen Aufwand in den Geschäften so gering wie möglich halten. Durch unsere Vorsortierung müssen die Filialmitarbeiter vor Ort lediglich die Box entnehmen und können diese einfach in der Auslage platzieren», erklärt Oliver Schlüter.
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