Baukasten-System mit vielen Adaptionsmöglichkeiten Flexible Spannmittel für flexible Drehzentren

Redakteur: Matthias Böhm

Auf einer umgebauten Mori-Seiki-Maschine NZ 2000 war die Heba Fertigungstechnik GmbH & Co. KG auf ein flexibles, einfach zu bedienendes Spannmittel angewiesen. Die bisher eingesetzten 3-Backen-Futter waren zu gross, zu wuchtig und nicht rüstfreundlich. Es musste also ein anderes System her, das präzis, kleiner, flexibler und leichter zu rüsten war.

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Die Werkstücke laufen, auch aufgrund der hohen Funktionalität der Spannmittel, prozesssicher und in hoher Qualität.
Die Werkstücke laufen, auch aufgrund der hohen Funktionalität der Spannmittel, prozesssicher und in hoher Qualität.
(Bild: Hainbuch)

Nach der Analyse verschiedener Spannsysteme setzte man letztlich auf das Baukasten-System und die hierzu integrierten Adaptionsmöglichkeiten des Unternehmens Hainbuch.

Der Anwender Jürgen Balting, Geschäftsführer von Heba (siehe Kasten), hat mittlerweile die komplette Fertigung auf Hainbuch-Spannmittel umgestellt.

Losgrössen zwischen 100 und Millionen

Damit Heba seine Kunden, überwiegend aus der Automobilindustrie, mit Buchsen für Motoren und diversen anderen Dreh- und Frästeilen versorgen kann, wird im Dreischichtbetrieb gearbeitet.

Die Losgrössen variieren dabei zwischen 100 und einer Million Bauteilen. Und das kann nur funktionieren, wenn der Maschinenpark weitestgehend automatisiert ist. Denn für einen kleinen Zulieferbetrieb ist dies enorm wichtig, um so von den hohen Mannkosten runterzukommen und flexibel zu bleiben. Dafür braucht es die richtigen Werkzeuge und Spannmittel.

2011 kommt neues Spannsystem ins Spiel

Jürgen Balting hat 2010 die erste neue Maschine bestellt, eine Mori Seiki NZ 2000 DL T2, und so konfigurieren lassen, wie er sie braucht – hoch flexibel. Eine automatisierte Maschine, die alles kann, Stangenbearbeitung oder Roboterbearbeitung.

Die beiden Spindeln auf der Maschine können autark arbeiten, das heisst die Spindel eins kann komplett andere Teile machen wie die Spindel zwei, sie können aber auch miteinander arbeiten. Die Maschine ist so programmiert, dass je nach Auslastung schnell gewechselt werden kann.

Kollisionskonflikt wegen grossem 350er 3-Backen-Futter

Im April 2011 wurde die Maschine geliefert und wegen des 80er Durchlasses auf der Hauptspindel hat man sich damals für ein 3-Backen-Futter entschieden. Doch als es ans Produzieren ging, hat sich herausgestellt, dass die Futter nicht optimal waren. Aus dem ganz einfachen Grund: «Um an dem Futter kollisionsfrei vorbeizukommen, war die Maschine für ein Futter mit der Grösse 250 ausgelegt. Aber durch die 350er Backenfutter war das natürlich nicht mehr gegeben. Ausserdem war das Rüsten umständlich», so Balting.

Nach Alternativen gesucht

Alternativen waren gefragt, erklärt Balting: «Für mich war wichtig, dass es optimal passt und es verschiedene Adaptionsmöglichkeiten gibt. Ich wollte nicht immer das ganze Futter runterbauen. Ausserdem war an der Maschine nicht so viel Platz, dass man mit einem Kran beikommen konnte, denn durch den Umbau ist der Bearbeitungsraum enger geworden. Somit sind wir bei Hainbuch mit seinem Baukasten-System und den verschiedenen Adaptionen gelandet. Die Vorteile lagen auf der Hand: Spannen von aussen, innen oder vor dem Futter mit den Baukastenelementen, schnelles Rüsten und einfache Handhabung. Mit dieser Bandbreite hatte das kein anderer Spannmittelhersteller angeboten.»

Rüsten mit Spannköpfen viel einfacher

Bereits im Sommer 2011 wurde die Maschine auf der Haupt- und Gegenspindel mit dem sechseckigen Toplus-Spannfutter in der Baugrösse 100 ausgestattet. Damit in der Fertigung gleich aus dem Vollen geschöpft werden konnte, wurden die Adaptionen Mando Adapt sowie die Spannköpfe dazugekauft.

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