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Dolce Vita für die Familie
Und was machten die anderen italienischen Marken? Alfa konkretisierte den Ausblick auf das Hoffnungsmodell Giulia. Ausstattungen und Motorisierung wurden thematisiert. Trotzdem zeigen sich die Medienvertreter skeptisch, wann die Marke liefert. Die Erwartungen sind sehr hoch. Jeep wiederum reitet weiterhin auf der Erfolgswelle und spielt am Design der Modelle. Auch für den Blick in die Vergangenheit samt dem Wrangler-Urgestein nutzte man Genf. Bei Ferrari stellte man den GTC4 Lusso vor, der als Nachfolger des FF gilt. Der 2+2-Sitzer ist mit 690 PS und angegebenen 335 km/h Höchstgeschwindigkeit ein wirklich schnelles «Familienauto». Maserati hat den schon länger währenden SUV-Trend auch für sich entdeckt und zeigte erstmals den Levante. Das Edel-SUV trägt einige Maserati-typische Insignien wie das breite Gesicht mit Dreizack. Doch angesichts der grossen Zahl von Fahrzeugen in diesem Segment, wird es beim Aussendesign immer schwerer, sich abzugrenzen. Am Stand gegenüber setzte Aston Martin dafür auf die James-Bond-Karte. Und die solventen Genfer Besucher spricht so etwas immer an.
Last-Elch und Hybrid-Lösungen
Ebenfalls edel, aber auch mit grossem Nutzwert präsentierte sich der Volvo S90 Kombi. Der schwedische Last-Elch trägt eine grosse Auswahl neuer Assistenzsysteme in sich, und ist auch als Hybrid zu erhalten. Apropos Hybrid: Hier zeigten fast alle Marken, dass es ohne ihn kaum noch geht. Natürlich sind es gerade die Japaner wie Toyota, die hier ihre Erfahrung weiter ausspielen und die funktionierende Technik nun auch schöner verpacken wollen. Der Crossover C-HR soll dabei vor allem europäische Kunden überzeugen. Lexus wiederum zeigte sich äusserlich von seiner sehr sportlichen Seite. So war der LC 500h ein beliebter Anlaufpunkt für Fotografen.
Japanische Visionen
Andere japanische Marken wie Nissan und Mazda blickten mit Studien in die mögliche Zukunft. Nissans IDS Concept zeigt, inwieweit sich autonomes Fahren auf das Design auswirken dürfte. Mazdas Konzeptfahrzeug RX-Vision hingegen war ein wunderschöner Fingerzeig auf den geplanten RX-9. Ford stellte das Luxus-Design Vignale in den Fokus. Dieses soll die Fahrzeuge des Volumenherstellers merklich aufwerten und so Käuferschichten ansprechen, die die Marke für eher langweilig halten. Dieses Problem hat Jaguar Land Rover derzeit nicht und setzte mit dem F-Type SVR nochmals einen optischen wie leistungsmässigen Reiz: Mit ausfahrbarem Heckspoiler und 575 PS kann man nun noch mehr Gas geben als mit der bisher stärksten Version R.
Und die Franzosen? Renault hatte den Megané im Gepäck und zeigte vor allem dessen Performance-Versionen. Auch der Talisman machte als Kombi eine gute Figur. Peugeot und Citroën hatten viele Fahrzeuge auf ihren Ständen. Peugeot feierte das Facelift seines 2008 und bei Citroën stand der Spacetourer im Mittelpunkt. Die Edelmarke DS hatte dann noch ein Schmankerl zu bieten: Die Studie E-Tense. Der flache Sportler soll 402 PS Leistung aus zwei Elektromotoren beziehen.
Der GT lockt sie alle
Das auffällige GT Concept zeigt Opels sportliche Seite. Als Mischung aus Zukunftsvision und Reminiszenz an den Experimental GT von 1965 füllte er den Stand. GT Opel durfte sich neben dem grossen Interesse für das Opel GT Concept über den «Car of the Year»-Award freuen. Eine 58-köpfige Fachjury, die aus Automobiljournalisten aus 22 europäischen Ländern besteht, verlieh den Rüsselsheimern den Preis. Genf zeigte sich mal wieder als reine Leistungsschau, auf der vor allem beim Thema Design alles erlaubt ist. Mit dieser Sonderstellung wird man auch künftig Interessierte in die Schweiz locken. Doch andere klassische Automessen wie Detroit müssen ihre Konzepte womöglich neu ausrichten. Denn aufgrund der alles überragenden Trends wie der Vernetzung und des autonomen Fahrens sind nun Messen wie die CES die eigentliche Konkurrenz. Dort spielt jetzt nach einhelliger Meinung von OEM- und Zulieferervertretern die Musik.
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