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GF Automotive steigerte den Umsatz um 11 Prozent auf CHF 865 Mio. (26 % in lokalen Währungen). Das Nutzfahrzeuggeschäft erholte sich nach dem starken Rückgang in 2009 weiter. Die Nachfrage seitens der Lkw-Hersteller hat im ersten Halbjahr 2011 spürbar angezogen, wodurch die Eisengiessereien besser ausgelastet waren. Im Pkw-Markt fiel das Wachstum nach dem sprunghaften Anstieg der Verkäufe 2010 in der Berichtsperiode moderater aus.
Das Betriebsergebnis bei GF Automotive hat sich im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2010 verdoppelt, von CHF 20 Mio. auf CHF 44 Mio. Da sich alle Produktionsstätten der Unternehmensgruppe entweder in der Eurozone oder in China befinden, ist die Unternehmensgruppe der Aufwertung des Schweizer Frankens nicht stark ausgesetzt.
GF AgieCharmilles verzeichnete mit je 19 Prozent den grössten Zuwachs der drei Unternehmensgruppen bei Auftragseingang und Umsatz. In lokalen Währungen fiel die Steigerung mit je 35 Prozent noch höher aus. Der Umsatz im ersten Halbjahr betrug CHF 389 Mio.
Der Auftragseingang stieg weltweit in allen Regionen. Das hohe Wachstum setzte sich besonders in Asien und in Amerika fort. Auch der europäische Markt war lebhaft, weil sich das Investitionsklima markant verbessert hat. Der Unterschied zwischen Auftragseingang und Umsatz geht auf zwei Faktoren zurück. Zum einen war der Auftragseingang im zweiten Quartal besonders hoch, zum anderen führte das Erdbeben in Japan im März 2011 zu Lieferausfällen bei Schlüsselkomponenten.
Das Betriebsergebnis verbesserte sich deutlich und liegt nun bei CHF 12 Mio. nach einem Verlust in Höhe von CHF 7 Mio. in der gleichen Vorjahresperiode. Die Währungseinflüsse insbesondere durch den US-Dollar waren signifikant, da sich ein grosser Teil der Produktion zurzeit in der Schweiz befindet.
Das neue Werk für Fräsmaschinen in Changzhou (China) hat im Februar 2011 erfolgreich den Betrieb aufgenommen und wird die Produktion rasch hochfahren. Zusätzlich wird derzeit ein Teil der Produktion von Standard-EDM-Maschinen für den Weltmarkt von der Schweiz in das Werk in Beijing verlagert. Durch diese Massnahmen lassen sich die Währungseinflüsse weiter reduzieren.
Ausblick 2011
Trotz makroökonomischer und währungsbedingter Herausforderungen ist die Nachfrage in allen drei Unternehmensgruppen von Georg Fischer in den wichtigsten Märkten anhaltend gut. Die Auftragsbücher sind besser gefüllt als noch vor sechs Monaten, dementsprechend gut ist die Auslastung der Werke.
Die kontinuierliche Aufwertung des Schweizer Frankens hat jedoch einen negativen Einfluss auf Wachstum und Margen, wie sich im ersten Halbjahr bereits gezeigt hat. Es werden alle Anstrengungen unternommen, um die Währungseinflüsse zu minimieren: kurzfristig durch Preisanpassungen sowie durch die Erhöhung der Einkäufe in Euro und US-Dollar, mittelfristig durch den weiteren Ausbau der Produktion in den Hauptabsatzmärkten, um Kursrisiken weiterhin zu reduzieren.
Eine Stabilisierung der Wechselkurse vorausgesetzt, erwartet das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2011 ein Ergebnis in der gleichen Grössenordnung wie in der ersten Jahreshälfte.<<
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