Berechnungssoftware Getriebe rasant berechnen

Redakteur: Luca Meister

Die neue Version der Berechnungssoftware «KISSsoft» zeichnet sich aus durch diverse Anpassungen und Features. Verbesserungen von der Einzelberechnung bis zur Systembetrachtung zeichnen den neuen Software-Release aus, so dass der Getriebeentwurf damit auch nach 30 Jahren Weiterentwicklung auf dem neuesten Stand der Technik bleibt.

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Optimierte 3D-Modellierung kompletter Baugruppen in «KISSsys».
Optimierte 3D-Modellierung kompletter Baugruppen in «KISSsys».
(Bild: Kisssoft)

mei. Ende April öffnet die Hannover Messe ihre Tore und gleichzeitig erscheint der neue «KISSsoft»-Release «03/2016» mit etlichen Neuerungen.

Modellierung in KISSsys

Der Modellaufbau in «KISSsys» wurde im neuen Release deutlich vereinfacht: So werden nun beim Zufügen von Elementen die Bauteil-Geometrien mit Hilfe von Standardwerten vorbelegt. Gleichzeitig wird eine intelligente Positionierung der Wellen anhand der jeweiligen Verzahnungsarten wie Stirnradpaar, Kegelrad oder Planetenverzahnung vorgenommen. Somit kann der Anwender den Modellierungsfortschritt unmittelbar in der 3D-Ansicht prüfen.

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Ausserdem ist es nun möglich, komplette Baugruppen zu einem bestehenden Modell zusammenzufügen und optional Wellen zu verbinden.

Verzahnung

Im neuen Release ist die Feinauslegung für Stirnradberechnungen so erweitert worden, dass nun auch die Zahnrad-Bezugsprofile variiert werden können. Ausserdem lässt sich wahlweise automatisch der grösstmögliche Fussrundungsradius zur Festigkeitsberechnung verwenden, wodurch alle Varianten auf Basis der maximalen Fussfestigkeit verglichen werden.

Für die Fertigbearbeitung sind weitere Optionen verfügbar, um die Zahnfussrundung oder gar den Zahnfussgrund mitzuschleifen. Diese Optionen beeinflussen das nominelle Bezugsprofil der Verzahnung und haben damit Einfluss auf die Festigkeitsberechnung.

Breitenlastfaktor und Kontaktanalyse

In der Berechnung des Breitenlastfaktors können neu die Lageabweichungen aus proportionalen und konstanten Anteilen zusammengesetzt werden. Das ermöglicht eine realistischere Ermittlung der Biegelinie bei Lastüberhöhung, da somit beispielsweise die konstanten Lagerverschiebungen aufgrund von Gehäusetoleranzen korrekt berücksichtigt werden.

Bei der «Korrekturenauslegung» wurde eine Grafik zugefügt, welche die Auswertung mit drei Parametern ermöglicht – für eine schnelle und transparente Bewertung von Profil-/Flankenlinienkorrekturen.

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