«Das wollte ich unbedingt ausprobieren»: Gewindestechen mit «Pentacut»-Sonderplatte Gewindestechen halbiert Prozesszeit

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Gewinde stellen Fertiger in der Regel mit einem Gewindefräser oder einem Drehwerkzeug her. Es gibt aber noch ein eher selten genutztes, aber deutlich schnelleres Verfahren: das Gewindestechen. Das Gewindestechen funktioniert über eine simultane radiale und axiale Zustellung. Mit speziell dafür ausgelegten «Pentacut»-Sonderwerkzeugen von Iscar schneidet AVS Römer (D-Grafenau, Niederlassung in CH-Aadorf) seine Gewinde jetzt doppelt so schnell – prozesssicher, wirtschaftlich und mit hoher Standzeit.

Mit speziell fürs Gewindestechen ausgelegten «Pentacut-Sonderwerkzeugen» von Iscar schneidet AVS Römer das Gewinde einer geraden Schottverschraubung aus Edelstahl jetzt doppelt so schnell wie beim Drehen oder Fräsen.(Bild:  Iscar)
Mit speziell fürs Gewindestechen ausgelegten «Pentacut-Sonderwerkzeugen» von Iscar schneidet AVS Römer das Gewinde einer geraden Schottverschraubung aus Edelstahl jetzt doppelt so schnell wie beim Drehen oder Fräsen.
(Bild: Iscar)

1970 als Ingenieurbüro gegründet, entwickelt AVS Römer heute passgenaue und anwendungsspezifische Lösungen für die Bereiche Verbinden, Steuern, Messen und Fördern. Die rund 550 Mitarbeiter am Hauptsitz in Grafenau/Bayerischer Wald sowie in den Niederlassungen in Langenberg/Erzgebirge und im Schweizer Aardorf produzieren unter anderem Steckkörper, Ventile, Verteiler, Verschlauchungen, Sensortechnik und Pumpen für internationale Kunden aus dem Maschinenbau und der Lebensmittelbranche.

Lose von 500 bis zu mehreren 10 000 Stück

AVS Römer fertigt Lose von 500 bis zu mehreren 10 000 Stück und verarbeitet hauptsächlich Messing, bleifreies Messing und Edelstahl, aber auch Aluminium – und in der hauseigenen Spritzgiesserei sogar Kunststoffe. «Unsere Geschäftspartner vertrauen auf unser Know-how, unsere Qualität und Liefertreue», sagt Markus Greipl, Abteilungsleiter mechanische Fertigung CNC bei AVS Römer. «Sie kommen mit konkreten Aufgaben auf uns zu, und wir entwickeln gemeinsam eine passende Lösung.»

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Technologische Impulse durch Werkzeughersteller

Um den Kunden immer die beste Technologie bieten zu können, sind der Abteilungsleiter und sein Team stets auf der Suche nach neuen Ideen und Verbesserungen ihrer Prozesse. Dafür haben sie mit Iscar seit vielen Jahren einen wichtigen Werkzeugpartner an der Seite, der neben dem passenden Werkzeug auch technologische Impulse liefert.

Bei Onlineschulung auf das Gewindestechen aufmerksam geworden

«Bei einer Onlineschulung bin ich auf das Gewindestechen aufmerksam geworden und fand das Verfahren sehr interessant», erzählt Markus Greipl. «Das wollte ich unbedingt ausprobieren.»

Mit dem entsprechenden Werkzeug lassen sich Taktzeiten um bis zu 80 Prozent reduzieren. Die Schneide benötigt nur eine geringe Eingriffszeit, und Anwender erzielen hohe Standzeiten. «Das Gewindestechen funktioniert über eine simultane radiale und axiale Zustellung. Die Platte nimmt dabei einen diagonalen Weg. So entsteht ein Gewinde innerhalb einer Sekunde», erklärt Iscar-Anwendungstechniker Armin Zillner.

Optimierungspotenzial in der Kaffeemaschine

Ein Versuchsobjekt hatte der Abteilungsleiter auch schon im Kopf – das Aussengewinde an einer geraden Schottverschraubung aus Edelstahl zum Einbau in Kaffeemaschinen. AVS Römer fertigt die Komponente regelmässig in unterschiedlichen Ausführungen als 30 000er-Lose von drei Meter langen Stangen. Bislang fräste der Zerspaner das Gewinde oder brachte es mit einem zweischneidigen Gewindestrehler ein.

«Bei beiden Varianten hatten wir noch Luft nach oben», sagt Christian Wenig, stellvertretender Abteilungsleiter mechanische Fertigung CNC bei AVS Römer. «Beim Strehlen traten immer wieder Qualitätsprobleme auf, das Fräsen war relativ teuer.»

Beim nächsten Besuch von Hubert Fischer (Technische Beratung, Verkauf und Armin Zillner, Anwendungstechniker beide Iscar) wurde das Thema Gewindestechen gemeinsam mit Markus Greipl besprochen und das Verfahren getestet. «Mit der ‹Pentacut›-Serie haben wir dafür das richtige Werkzeug im Portfolio», sagt Hubert Fischer.

Fünfschneidiges Präzisionsstechsystem überzeugt

Mit dem fünfschneidigen Präzisionsstechsystem «Pentacut» lassen sich komplexe Profile und Gewinde mit Breiten bis zu 20 Millimetern und einer Stechtiefe von zehn Millimetern in nur einer Bewegung massgenau in wenigen Sekunden herstellen. Alle Parameter des Schneideinsatzes wie Kantenverrundung, Beschichtung und Spanleitgeometrie sind auf die Anforderungen beim Kunden massgeschneidert.

Wärme muss effektiv abgeführt werden

Ausschlaggebend für die Leistung und eine einwandfreie Funktion ist das optimale Zusammenspiel von Schneidkantenpräparation, Beschichtung, Spanwinkel und Substrat. Auch die Kühlung spielt eine entscheidende Rolle, da bei der Bearbeitung sehr viel Wärme ins Werkzeug wandert, die der Schneide zusetzen würde, wenn sie nicht abgeführt wird. Deshalb verfügt der Halter über innenliegende Kanäle, die das Kühlmittel direkt in die Schnittzone transportieren.

Die Werkzeugspezialisten legten für den Test eine Sonderplatte auf Basis der «Pentacut 34» für ein Gewinde mit 1/8 Zoll aus und fuhren sie vor Ort in Grafenau ein. Mit Erfolg: «Das hat von Anfang an auf unseren verschiedenen Maschinen richtig gut funktioniert», freut sich Markus Greipl. AVS Römer muss mit der «Pentacut» nur einmal kurz ans Werkstück fahren, um das Gewinde herzustellen.

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Bei längeren Gewinden wird zwei mal gestochen

«Bei längeren Gewinden stechen wir einfach zwei Mal», sagt der Abteilungsleiter. Das Ergebnis: Die Prozesszeit sank auf Anhieb von 23 auf vier Sekunden. «Das entspricht einer Einsparung von 60 Prozent. Da mussten wir nicht lang überlegen und orderten auch gleich Schneideinsätze in den anderen benötigten Grössen», sagt Christian Wenig.

«Mit ‹Pentacut› konnten wir die Bearbeitungszeit mehr als halbieren»

AVS Römer nutzt seit Anfang 2024 die «Pentacut»-Fünfschneider für Gewinde mit 1/8, 3/8 und 1/4 Zoll bei unterschiedlichen Produkten und ist voll zufrieden. «Mit ‹Pentacut› konnten wir nicht nur die Bearbeitungszeit mehr als halbieren, dank der fünf Schneiden die Werkzeugkosten senken und auch noch die Standzeit von 600 auf 2000 Teile je Schneide deutlich steigern», zählt Markus Greipl auf. «Wir haben zudem einen weiteren innovativen Prozess integriert, mit dem wir uns von anderen Anbietern abheben und der uns neue Möglichkeiten erschliesst.»

(böh)

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