Im ersten Halbjahr 2025 erzielte das GF Flow Solutions-Geschäft insbesondere im Infrastrukturbereich in Europa ein solides Ergebnis, dies trotz anhaltender geopolitischer Spannungen, eines starken Schweizer Frankens, einer weiterhin verhaltenen Baukonjunktur sowie Unsicherheiten im Industriesektor in Europa im Zusammenhang mit den US-Zöllen. Die starke Marktposition von GF, das innovationsgetriebene Portfolio sowie die ausgewogene globale Präsenz in den Bereichen Infrastruktur, Industrie und Gebäude ermöglichten es dem Unternehmen, auch in einem turbulenten Marktumfeld widerstandsfähig zu bleiben und Chancen zu nutzen.
(Bild: Georg Fischer AG)
Andreas Müller, CEO von GF, kommentiert: «Die erste Hälfte des Jahres 2025 stellte einen bedeutenden Schritt dar in der strategischen Transformation von GF zum globalen Marktführer für Flow Solutions in den Bereichen Industrie, Infrastruktur und Gebäude – mit der Veräusserung von GF Machining Solutions und der Übernahme des Metallarmaturen-Spezialisten VAG-Gruppe. Unsere Divisionen im Bereich Flow Solutions verzeichneten insbesondere in den Industriesektoren Asiens und in den USA sowie im Infrastrukturbereich in Europa eine erfreuliche Dynamik. Dies unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts, selbst unter anspruchsvollen Marktbedingungen.»
Portfoliotransformation in vollem Gang
Die Transformation von GF zu einem fokussierten, global agierenden Marktführer im Bereich Flow Solutions hat sich im ersten Halbjahr 2025 durch wichtige strategische Meilensteine weiter beschleunigt.
Im Mai 2025 unterzeichnete GF eine Vereinbarung zur Übernahme der VAG-Gruppe, einem führenden Hersteller von Metallarmaturen für die Wasserversorgung mit Sitz in Mannheim (Deutschland). Diese Transaktion stärkt das Infrastrukturangebot von GF durch prozesskritische Metallarmaturen und das umfassende Know-how von VAG im Bereich urbaner Infrastrukturanwendungen. Die Übernahme erweitert die Marktpräsenz von GF insbesondere in Europa und im Nahen Osten. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2025 erwartet.
Am 30. Juni 2025 schloss GF die Devestition von GF Machining Solutions an die in der Schweiz ansässige United Grinding Group ab. Der vereinbarte Kaufpreis auf cash- und schuldenfreier Basis belief sich auf CHF 630 Mio. Die Transaktion führte zu einem erheblichen einmaligen Buchgewinn von CHF 140 Mio. Der daraus resultierende Mittelzufluss ermöglichte die Rückzahlung akquisitionsbedingter Bankverbindlichkeiten und damit die weitere Stärkung der Bilanz von GF. Der von GF 2024 auszugliedernde Jahresumsatz belief sich auf CHF 885 Mio. Im Rahmen der Transaktion wechselten rund 3300 Mitarbeitende sowie Produktionsstätten an acht Standorten in Europa, Asien und den USA zum Käufer.
Devestitionsprozess für GF Casting Solutions weit fortgeschritten
Die erfolgreiche Integration der früheren Uponor-Aktivitäten sowie das nach der Übernahme im Jahr 2023 gestartete Wertsteigerungsprogramm verbessern weiterhin die Möglichkeiten von GF, Kunden effizienter und mit einem breiteren Angebot zu bedienen. Die Organisationsstruktur wurde weiter verschlankt, einschliesslich Anpassungen im Produktionsnetzwerk. Ein attraktives und umfassendes Produktportfolio konnte erfolgreich etabliert werden, ebenso wie eine globale Einkaufsorganisation – beide tragen zur Wertsteigerung und somit zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Kommerzielle Synergien und Skaleneffekte im gesamten Produktportfolio entfalten zunehmend Wirkung, erste Erfolge zeigen sich insbesondere in den USA und Europa. Das Wertsteigerungsprogramm soll bis 2027 jährliche Synergieeffekte von CHF 40–50 Mio. zum operativen Ergebnis beitragen; bis Ende Juni 2025 wurden hiervon bereits CHF 14 Mio. zusätzliches EBIT realisiert.
GF unterzeichnet Vereinbarung zur Devestition von GF Casting Solutions
GF hat eine Vereinbarung zur Devestition des Automobilgeschäfts von GF Casting Solutions an Nemak S.A.B. de C.V. unterzeichnet – einem in Mexiko ansässigen, weltweit tätigen Spezialisten für Leichtbaulösungen aus Aluminium für die Automobilindustrie. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Mit dieser Transaktion steht die strategische Transformation von GF zu einem reinen Flow Solutions-Unternehmen vor dem Abschluss.
Die Devestition von GF Casting Solutions ermöglicht es GF, sich auf langfristiges Wachstum und wertschaffende Investitionen im Bereich Flow Solutions für Industrie, Infrastruktur und Gebäude zu fokussieren.
«Mit dieser Vereinbarung tritt GF in die finale Phase seiner Transformation zu einem reinen Flow Solutions-Unternehmen ein», kommentiert Andreas Müller, CEO von GF. «Wir freuen uns, diese Vereinbarung mit Nemak unterzeichnet zu haben – einem renommierten Partner, der GF Casting Solutions und seinen Mitarbeitenden eine starke Basis für die Zukunft bietet.»
«Mit dem Zusammenschluss von Nemak und GF Casting Solutions tätigen wir als globaler Anbieter von Leichtbaulösungen einen bedeutenden Schritt nach vorn. Wir bauen unsere technologische Kompetenz weiter aus, erweitern unsere Kundenbasis und das Produktportfolio und stärken unsere globale Präsenz», sagt Armando Tamez, CEO der Nemak-Gruppe. «Wir sind stolz darauf, das erfahrene, kompetente Team willkommen zu heissen, das unser tief verankertes Engagement teilt, unseren Kunden nachhaltigen Mehrwert zu bieten.»
Die Transaktion umfasst das gesamte Automobilgeschäft von GF Casting Solutions, das im Jahr 2024 einen Jahresumsatz von rund CHF 622 Mio. erzielte. Die Devestition beinhaltet neun Produktionsstandorte in Europa, China und den USA und betrifft ca. 2500 Mitarbeitende. Der Unternehmenswert beträgt USD 336 Mio., von denen USD 160 Mio. bei Abschluss fällig werden. Der verbleibende Betrag umfasst die Übernahme bestehender operativer und finanzieller Verbindlichkeiten sowie weitere Zahlungen innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss der Transaktion. Die Restzahlungen sind nicht an die Geschäftsentwicklung gebunden.
Im Zusammenhang mit der Transaktion erwartet GF die Verbuchung eines erheblichen einmaligen und nicht liquiditätswirksamen Buchverlusts infolge verschiedener Anpassungen, Recycling von Goodwill sowie Währungsumrechnungsanpassungen.
Die Giesserei in Leipzig (Deutschland) sowie die Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrt und im Bereich der industriellen Gasturbinen in Novazzano und Stabio (Schweiz) sowie in Arad (Rumänien) sind nicht Teil der Transaktion. Der Devestitionsprozess für diese nicht fortgeführten Geschäftsbereiche wurde eingeleitet.
GF erzielte weiterhin starke Fortschritte bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsziele. Dazu gehören die Erhöhung des Anteils von Produkten mit sozialem oder ökologischem Nutzen am Portfolio, die Reduktion der CO₂e-Emissionen gemäss Scope 1 und 2, sowie eine weitere Senkung von nicht rezykliertem Abfall sowie der Wasserintensität. Im Jahr 2024 erhöhte GF die Anzahl seiner klimaneutralen Betriebsstätten um fünf weitere Standorte: Vaasa (Finnland), Fristad (Schweden), Çerkezköy (Türkei), Hassfurt LHD (Deutschland) und Apple Valley (USA) – womit die Gesamtzahl auf elf Standorte gestiegen ist. GF‘s Engagement für Nachhaltigkeit wurde zudem von führenden Organisationen und Medien wie dem CDP (Carbon Disclosure Project), der Financial Times und dem Time Magazine gewürdigt.
Solides Ergebnis im Flow Solutions-Geschäft
Der Kundenauftragseingang der Flow Solutions Aktivitäten erreichte CHF 1511 (1487) Mio., der Umsatz lag bei CHF 1507 (1553) Mio. Organisch stieg der Kundenauftragseingang um 5 Prozent, der Umsatz blieb auf dem Niveau des Vorjahres.
In Europa entwickelte sich das Infrastrukturgeschäft positiv, während die industriellen Segmente und der Gebäudesektor, insbesondere im Bereich Neubauten, verhalten blieben. In den USA blieb die Nachfrage nach Lösungen für den Gebäudebereich trotz einer rückläufigen Bauindustrie stabil. Auch der Industriesektor in den USA und Asien zeigte eine solide Entwicklung. Währungseffekte belasteten den Umsatz mit CHF 46 Mio. negativ.
Das vergleichbare Betriebsergebnis (EBIT) von GF im Flow Solutions-Geschäft, bereinigt um Effekte, welche die Vergleichbarkeit beeinträchtigen, belief sich auf CHF 156 (182) Mio., mit einer vergleichbaren EBIT-Marge von 10,4 Prozent (11,7 Prozent). Das ausgewiesene EBIT lag bei CHF 144 (162) Mio., mit einer EBIT-Marge von 9,5 Prozent (10,4 Prozent). Das vergleichbare EBITDA erreichte CHF 208 (235) Mio., das ausgewiesene EBITDA lag bei CHF 196 (215) Mio.
Stand vom 30.10.2020
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Ende Juni 2025 beschäftigte GF in seinem Flow Solutions-Geschäft 12 128 (12 188) Mitarbeitende.
GF Industry and Infrastructure Flow Solutions (ehemals GF Piping Systems)
Der Kundenauftragseingang von GF Industry and Infrastructure Flow Solutions erreichte CHF 942 (902) Mio., der Umsatz lag bei CHF 960 (974) Mio. Organisch stieg der Auftragseingang um 7,4 Prozent, der Umsatz um 1,6 Prozent. Die positive Entwicklung wurde durch eine starke Dynamik im Infrastruktursektor Europas sowie eine solide Nachfrage im Nahen Osten und Nordostasien gestützt. Unsicherheiten verbunden mit den US-Zöllen führten zu Zurückhaltung bei Industriekunden, was Investitionsentscheidungen verzögerte und die Nachfrage negativ beeinflusste. Die Verkäufe im Halbleiterbereich waren im ersten Halbjahr rückläufig, da sich weniger Projekte in Umsetzung befanden – die Projektpipeline ist weiterhin gut gefüllt. Der Rückgang von Investitionen in Investitionsgüter beeinträchtigte die Nachfrage in verschiedenen Industrie-Teilsegmenten. Sehr positiv entwickelte sich die Nachfrage nach Kühllösungen für Rechenzentren.
Das vergleichbare EBIT der Division belief sich auf CHF 110 (133) Mio., was einer vergleichbaren EBIT-Marge von 11,5 Prozent (13,7 Prozent) entspricht. Das ausgewiesene EBIT lag bei CHF 108 (127) Mio., mit einer EBIT-Marge von 11,3 Prozent (13,1 Prozent). Währungseffekte belasteten das EBIT der Division mit CHF 6 Mio. Die Profitabilität wurde durch den Produktmix negativ beeinflusst, was jedoch teilweise durch Kosteneinsparungen und Fortschritte im Wertsteigerungsprogramm kompensiert werden konnte.
GF’s konsequenter Fokus auf Innovation setzt weiterhin Massstäbe in Design und Funktionalität und unterstreicht das Engagement, Excellence in Flow zu bieten. Im ersten Halbjahr 2025 wurden mehrere Schlüsselinnovationen für prozesskritische industrielle Anwendungen eingeführt, darunter die neue IR-225M Infrarot-Schweissmaschine, die eine sichere und einfache Installation ermöglicht, sowie das Quick Connect Ventil, das den Bedarf der Kunden an einer nachhaltigen, sauberen und leichten Verbindungslösung zur Flüssigkeitskühlung in Rechenzentren adressiert.
GF Building Flow Solutions
GF Building Flow Solutions erzielte einen Umsatz von CHF 586 (621) Mio. Organisch ging der Umsatz um 2,8 Prozent zurück. Ohne die in Folge der Schliessung zweier Werke eingestellten Produktlinien betrug der organische Umsatzrückgang 1,6 Prozent. In Nordamerika blieb der Umsatz stabil, trotz schwächerer Baukonjunktur, hoher Hypothekarzinsen und Unsicherheiten in Zusammenhang mit Zöllen. In Europa wurde der Umsatz durch eine uneinheitliche Nachfrage im Bausektor beeinträchtigt, wobei sich in der DACH-Region und in Osteuropa erste Stabilisierungstendenzen zeigten.
Ohne Effekte, welche die Vergleichbarkeit beeinträchtigen, belief sich das vergleichbare EBIT auf CHF 57 (57) Mio., mit einer vergleichbaren EBIT-Marge von 9,7 Prozent (9,2 Prozent). Das ausgewiesene EBIT lag bei CHF 47 (43) Mio., mit einer EBIT-Marge von 8,0 Prozent (6,9 Prozent). Währungseffekte belasteten das EBIT der Division mit CHF 3 Mio. Die Entwicklung der operativen Marge wurde durch Kosteneinsparprogramme und das Wertsteigerungsprogramm gestützt.
Die Integrationsaktivitäten und gezielte Weiterentwicklung des neuen Geschäftsmodells wurden fortgesetzt. Ein Höhepunkt war die Präsentation des kombinierten Produktangebots und bedeutender Innovationen auf der ISH, der führenden europäischen Sanitärfachmesse, die im März 2025 in Frankfurt (Deutschland) stattfand. GF positionierte sich dort als weltweiter Komplettanbieter für integrierte Flow-Solutions-Lösungen für Gebäude. Zu den herausragenden Innovationen zählte die Uponor I-Shower, ein umweltfreundliches digitales Duschsystem, das mit dem deutschen Innovation Award 2025 sowie dem iF Design Award 2025 ausgezeichnet wurde.
Die neuen kombinierten Produktangebote von GF erhöhten die Marktattraktivität und erschliessen zusätzliche Kundensegmente. Ein zentrales Beispiel ist die Erweiterung der Uponor AquaPEX-Produktlinie um ChlorFIT®, eine Innovation aus dem industriellen Produktportfolio von GF. Diese ermöglicht nun umfassende Trinkwasserlösungen für Gewerbe-Immobilien in Nordamerika. Eines der ersten grossflächigen Rohrleitungsprojekte mit dieser Lösung ist das Waterline-Projekt, inklusive dem höchsten Wohn-Hochhaus in Austin, TX (USA).
GF Casting Solutions
Der Umsatz von GF Casting Solutions belief sich auf CHF 388 (462) Mio. Die Umsatzentwicklung spiegelte die anhaltende Schwäche im Automobilsektor wider, während die Nachfrage im Luftfahrtbereich stabil blieb. Das Auftragsvolumen im Bereich Druckguss (Lifetime orders) lag bei CHF 369 (493) Mio., gestützt durch ein gut diversifiziertes Kundenportfolio und Lösungen für antriebsunabhängige Komponenten.
Das vergleichbare EBIT der Division belief sich auf CHF 19 (41) Mio., was einer EBIT-Marge von 4,9 Prozent (8,8 Prozent) entspricht. Effekte, welche die Vergleichbarkeit beeinträchtigen, beliefen sich auf CHF 3 Mio. Das ausgewiesene EBIT lag bei CHF 16 (41) Mio., mit einer EBIT-Marge von 4,0 Prozent (8,8 Prozent). Der Bau des neuen Druckgusswerks in Augusta, GA (USA) verläuft nach Plan und erste Maschinen wurden bereits installiert.
GF Machining Solutions (devestiert per 30. Juni 2025)
Der Umsatz von GF Machining Solutions erreichte CHF 360 (392) Mio. Das vergleichbare EBIT lag bei CHF -6 (2) Mio., mit einer vergleichbaren EBIT-Marge von -1,6 Prozent (0,5 Prozent). Das ausgewiesene EBIT betrug CHF -10 (-0) Mio., mit einer EBIT-Marge von -2,9 Prozent (-0,1 Prozent).
Konsolidiertes Finanzergebnis
Der konsolidierte Umsatz des Konzerns erreichte CHF 2255 (2407) Mio. Das EBIT belief sich auf CHF 272 (194) Mio., und der den GF-Aktionären zurechenbare Reingewinn lag bei CHF 160 (97) Mio. Das EBIT wurde durch eine verhaltene Nachfrage, vor allem bei GF Casting Solutions und GF Machining Solutions, sowie durch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Initiativen beeinflusst. Dennoch lag das EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau, vor allem wegen eines netto positiven, einmaligen Effekts von CHF 140 Mio. im Zusammenhang mit der Devestition von GF Machining Solutions.
Der freie Cashflow vor Akquisitionen belief sich auf CHF -57 (-40) Mio., einschliesslich akquisitionsbedingter Finanzierungskosten mit einem Cash-Effekt im Bereich von CHF 15 Mio. Im Mai 2025 platzierte GF am Schweizer Fremdkapitalmarkt Anleihen in Höhe von insgesamt CHF 400 Mio. zu attraktiven Konditionen. Die Finanzierungskosten werden sich nach der erfolgreichen Refinanzierung durch die beiden neuen Unternehmensanleihen sowie dem Abschluss der Devestition von GF Machining Solutions deutlich reduzieren.
Ende Juni beschäftigte GF 15 755 (19 425) Mitarbeitende.
Veränderungen in der Konzernleitung
Zum 1. Juni 2025 übernahm Thomas Hary die Position des Präsidenten von GF Industry and Infrastructure Flow Solutions (ehemals GF Piping Systems). Er folgt auf Andreas Müller, der die Funktion zusätzlich zu seinen Aufgaben als CEO interimistisch innehatte. Thomas Hary ist seit 2005 bei GF tätig und bekleidete in diesem Zeitraum verschiedene Führungspositionen in mehreren Divisionen. Zuletzt leitete er die Business Unit Industry/Utility bei GF Piping Systems, nachdem er zuvor von 2019 bis 2023 als CFO der Division tätig war.
Ausblick 2025 für das Flow Solutions-Geschäft
Im Einklang mit der neuen strategischen Ausrichtung von GF bezieht sich der Ausblick 2025 nur auf das künftige Kerngeschäft mit Flow Solutions.
Trotz anhaltender globaler Herausforderungen stärkt die ausgewogene globale Präsenz von GF in den Bereichen Infrastruktur, Industrie und Gebäude die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens in einem heterogenen Marktumfeld und ermöglicht es gleichzeitig, Chancen in einem breiten Anwendungsspektrum zu nutzen. GF ist sehr gut positioniert, um von langfristigen Trends zu profitieren. Dazu gehören eine wachsende Projektpipeline in der Halbleiterindustrie, die zunehmende Verbreitung von Flüssigkeits-Kühltechnologien für Rechenzentren sowie anhaltende Investitionen in nachhaltige Wasserinfrastruktur, etwa in fortschrittliche Regenwassersysteme und Lösungen für die sichere Trinkwasserversorgung in Gebäuden und urbanen Räumen. Auch die wachsende Nachfrage nach energieeffizienten Gebäuden und prozesskritischen Industriesystemen mit hohen Anforderungen an einen zuverlässigen Flüssigkeitstransport bietet GF attraktive Wachstumsperspektiven.
Sofern keine unvorhergesehenen negativen Ereignisse eintreten und sich geopolitische Spannungen abschwächen, bestätigt GF die Prognose für das Geschäftsjahr 2025. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet GF ein flaches bis niedrig einstelliges organisches Wachstum sowie eine Profitabilität vor Effekten, welche die Vergleichbarkeit beeinträchtigen, in folgenden Bandbreiten: 10,5–12,5 Prozent bei der EBIT-Marge, 13,5–15,5 Prozent bei der EBITDA-Marge und 20–24 Prozent beim ROIC.