Weltweit erste Anlage für das 3D-Laserpolieren Glatt: 3D-Laserpolieren

Redakteur: Luca Meister

Unitechnologies SA, ein im Hightech-Bereich der Präzisionsautomation tätiger Sondermaschinenhersteller, bringt eine grenzüberschreitende Technologie auf den Markt. Gemäss dem Unternehmen soll die unter dem Namen «Sylas» vertriebene Maschine die erste 3D-Laserpolieranlage der Welt sein.

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«Sylas», die erste 3D-Laserpolieranlage der Welt: Aussenansicht der neuen Zelle von Unitechnologies.
«Sylas», die erste 3D-Laserpolieranlage der Welt: Aussenansicht der neuen Zelle von Unitechnologies.
(Bild: Unitechnologies)

mei. Mit der neuen 3D-Laser-Poliermaschine bietet Unitechnologies eine Neuentwicklung, die durch einen aussergewöhnlichen Aufbau und eine innovative Prozessstruktur besticht. Das zwischen dem Bieler- und Neuenburgersee ansässige Unternehmen eröffnet seinen Kunden nun diverse neue Möglichkeiten; sei es mit der Wahl erweiterter Oberflächenbearbeitungen, der Erhöhung der Produktivität oder mit der Verringerung von Polierkosten. Zum Einsatz kommt das Oberflächenveredlungsverfahren bei metallischen Bauteilen, Thermoplasten oder Gläsern.

Kamera erkennt Geometrie

Die neue 3D-Poliermaschine besteht unter anderem aus einem äusserst steifen und präzisen Fünf-Achsen-Delta-Roboter sowie einem 3D-Laserscanner. Die zu bearbeitenden Oberflächen werden mittels CAD-Daten berechnet und durch die maschineninterne Software verarbeitet. Daraus entstehen Arbeitsanweisungen für den Roboter und den Scanner.

Das System erkennt die relevanten geometrischen Referenzen des zu polierenden Bauteils mit Hilfe einer Kamera. Auf dieser Grundlage wird die tatsächliche Position des Bauteils berechnet und der Polierprozess gestartet.

Der Laserprozess im Detail: Die gewählten Oberflächen werden mittels gepulstem Hochfrequenzlaser abgetastet. Die Materie schmilzt lokal beim Durchlauf des Lasers und festigt sich im Anschluss. Die Oberflächenspannung führt zu einer Glättung der Materie und eliminiert dadurch Unebenheiten.

Das Verfahren im Fokus

Je nach Anwendung bietet die Plattform für das dreidimensionale Laserpolieren eine Reihe von einzigartigen Vorteilen:

Zehnmal schneller

Das Laserpolieren ist im Durchschnitt zehnmal schneller als alle konventionellen Prozesse des mechanischen Polierens, egal ob diese automatisiert oder manuell sind.

Keine Partikel

Das Verfahren per Laser entfernt keine Materie und kann somit in Reinräumen eingesetzt werden.

Selektive Anwendung

Die Positionsgenauigkeit sowie die acht Freiheitsgrade der Anlage ermöglichen eine Bearbeitung von ausgewählten Oberflächen. Dabei bleiben auch die Kanten des zu bearbeitenden Bauteils während dem Polierprozess verschont.

Keine Mikrokratzer

Mikrokratzer in der Materie werden beim Laserpolieren vermieden, was sich speziell für medizinische Anwendungen eignet. <<

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