Werner Rohrer, Schulleiter Bülach, und Beat Oppliger, Schulleiter Bern, legten in ihrer Gratulation den Akzent auf das Persönliche und die beruflichen Erfolgsaussichten. «Führe und entscheide manchmal auch mit Herz! Lass deinen Verstand und dein Herz sprechen! », so der Appell von Werner Rohrer mit Blick darauf, dass man nun eine Menge gelernt hätte und zu vielerlei imstande wäre.
Beat Oppliger zeigte die Stellung der Höheren Berufsbildung in der Wirtschaft: Ob selbstständig, ob in höherer Führungsposition oder als Geschäftsleitungsmitglied: Anteilsmässig sind im Vergleich mit anderen Ausbildungen die Absolventen der Höheren Berufsbildung im Spitzenbereich oder an der Spitze zu finden. Entsprechend geniessen sie in der Wirtschaft einen hervorragenden Ruf und sind beim herrschenden Fachkräftemangel sehr gesucht.
Höhepunkt der Diplomfeier war die Übergabe der eidgenössischen Fachausweise Produktionsfachmann und der Diplome Techniker HF Maschinenbau/Produktionstechnik. Absolventen, welche in Bern bzw. Bülach die Bestnoten im ersten und zweiten Rang erzielten, wurden mit einer Gratulationsurkunde und einem kleinen Präsent geehrt. Simon Schöbi, mit der Diplomnote 5,7 Bester des HF-Jahrgangs, erhielt zudem eine besondere Anerkennung seitens des Technikerverbands ODEC.
Netzwerke pflegen
Traditionell werben an der Diplomfeier Vertreter der Berufsverbände. Sie setzen sich für die Berufsinteressen ein, bieten aber auch ein Netzwerk, von dem Produktionsfachleute und Produktionstechniker HF in vielfältiger Weise profitieren können. Dieses Jahr kamen der Verein eidg. dipl. Mechanikermeister und technische Fachleute VMTF, der Kaderverein mechanisch-technische Berufe KMTB sowie der Technikerverband ODEC. Urs Gassmann, dessen Geschäftsführer, referierte den Stand der Anstrengungen, den Techniker HF als akademischen «Professional Bachelor» zu positionieren, da das Ausland vergleichbare Qualifikationen nur als akademischen Grad kenne. Noch leisten die Schweizer Hochschulen aber Widerstand, was umso unbefriedigender ist, als eine Alternative fehlt, welche den Technikern HF im Ausland die angemessene Anerkennung sichern würde.
Die Diplomfeier klang einen Stock tiefer in der Markthalle aus. Bei einem Apéro riche stiess man auf den verdienten Erfolg an, tauschte Erinnerungen zum Studium aus, und der eine und andere war schon beim Netzwerken an den Informationsständen der Berufsverbände.
Der VMTW gratuliert den Absolventen zu ihrem Abschluss und wünscht ihnen privat und beruflich alles Gute. Etliche Produktionsfachleute haben bereits die Ausbildung zum Produktionstechniker HF ins Auge gefasst. Ihnen drücken wir natürlich die Daumen. Ein grosses Dankeschön geht auch an die Dozentinnen und Dozenten sowie die Prüfungsexperten, die mit Herzblut und grossem Einsatz diesen Erfolg möglich machten und auch künftig dafür einstehen. <<