Häuselmann: Metall-Dienstleister mit hoher Kompetenz

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Technische Vorteile und einfache Bedienbarkeit

Eine Besonderheit der Tafelschere von Gasparini ist die Führung der Messerwange. Um grosse und unnötige Massenbewegungen zu vermeiden und gleichzeitig Vibrationen und hohen Stossbewegungen entgegenzuwirken, wurde eine Messerführung über die gesamte Schnittlänge entwickelt. Diese patentierte Konstruktion bewährt sich nun schon seit vielen Jahren. Die Führungen des oberen Messerbalkens haben zwei Funktionen: einerseits lässt sich der Messerspalt automatisch einstellen, andererseits wird ein Durchbiegen des Messerbalkens verhindert. Somit ist auf der gesamten Schnittlänge ein absolut perfekter, glatter und sauberer Schnitt garantiert.

Die von Häuselmann gekaufte Tafelschere ist eine Standardmaschine mit kleinen Modifikationen. Sie verfügt über Spezialmesser, um Inox- und Titanwerkstoffe schneiden zu können. Zudem hat sie eine Schnittstelle für das Abführsystem von Näf. Damit werden die gefertigten Teile geordnet über Förderbänder abgeführt, so dass man sie auf einer Palette ablegen kann. Die Bänder haben auch bei schweren und scharfkantigen Teilen eine hohe Standzeit. Der Arbeitsablauf wird direkt über die Maschinensteuerung gesteuert.

An der leistungsfähigen Steuerung können die herzustellenden Blechteile einzeln eingegeben werden, mit Schnittspalt, Messerwinkel usw. Vor der jeweiligen Produktion kann man diese dann nur noch abrufen, die Stückzahl eingeben und schon wird produziert. Die abzuarbeitenden Losgrössen liegen zwischen einigen Kilogramm und mehreren Tonnen.

Die Vorteile, die der Einsatz dieser Maschine bringt, sind gemäss Marco Trautmann eine bessere Schnittqualität und dadurch eine Kostenreduzierung. Zudem erwähnt er die einfache Bedienbarkeit.

Hydraulische Schwingschnitt-Tafelschere

Im März 2009 wurde die hydraulische Schwingschnitt-Tafelschere «RAS PowerCut» zum Schneiden von Feinblechen aus Aluminium, Bundmetallen und Edelstahl in Betrieb genommen. Sie verfügt über eine Schnittlänge von 3190 mm bei einer maximalen Blechdicke von 6,3 mm.

«Wir benötigten einen Ersatz für eine alte Von-Arx-Schere aus dem Jahre 1964, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatte. Es war sowohl eine Ersatzinvestition als auch eine Erweiterung der Flexibilität und Produktivität. Wir suchten eine schnel-le Schere, um sehr flexibel sowohl kleine, schmale als auch lange Teile in verschiedensten Abmessungen bis zu einer Dicke von 6 mm schneiden können», bemerkt Marco Trautmann. Auf dieser Maschine wird vor allem Messing- und Kupferblech mit Dicken von 0,5 bis 3 mm geschnitten. Auch sie verfügt über ein Abführsystem von Näf.

Beim Schwingschnittprinzip, das durch ein extrem sauberes und glattes Schnittbild besticht, trifft das Obermesser in einem Bogen von schräg oben auf das Blech. Gleichzeitig gibt der Hinteranschlag dieses frei, so dass es nicht zwischen Untermesser und Anschlag verklemmen kann. Dies sichert die Langzeitgenauigkeit der Maschine. Zudem müssen die Messer seltener gewechselt oder nachgeschliffen werden. Ein minimaler Schnittwinkel von lediglich 1,4° bringt torsionsfreie Zuschnitte schon bei Streifenbreiten von etwa 15-mal die Blechdicke.

Schnittspalt als massgebendes Kriterium

Entscheidend für die Schnittqualität ist der richtig eingestellte Schnittspalt zwischen Ober- und Untermesser. Sobald der Bediener ein Programm startet, stellt die Maschine den Schnittspalt entsprechend der Blechdicke und der Materialhärte ein. Danach legt der Bediener die Blechtafel auf und schneidet sie entsprechend dem CNC-Programm zu. Die Steuerung teilt ihm mit, wie er das Blech auflegen oder drehen muss.

Der «Vario»-Messertisch erlaubt dem Bediener ein produktives und ergonomisches Arbeiten. Die abgeschrägten Tischauflagen und die eingelassenen Kugelrollen gestatten ein einfaches Handhaben selbst grosser und schwerer Bleche. Dank der grossen Fingermulden kann der Bediener auch schmale Streifen bis 50 mm noch sicher halten und somit das Material sehr gut ausnutzen. Fahrbare Tischverlängerungen lassen sich an mehreren Stellen der Maschine anklemmen, womit auch grosse Bleche bestens unterstützt sind. Die Schnittgeschwindigkeit von bis zu 75 Hüben/min sichert einen hohen Durchsatz. Der Schwingschnitt sorgt für sehr gerade und masshaltige Schnittkanten.

Die Steuerung bringt den CNC-Hinteranschlag mit einer Genauigkeit von ±0,1 mm auf Position. Das integrierte Schnittgut-Sortiersystem trennt Gutteile von Schrott und kann die Platinen in drei verschiedenen Neigungswinkeln ablegen. Mit der Rücktransportfunktion bringt die Maschine zugeschnittene Bleche automatisch nach vorne auf den Scherentisch zurück. Kleinteile gelangen über eine Weiche programmgesteuert in eine Kleinteilebox; Anschnitte fallen in einen grossvolumigen Schrottbehälter.

Die Programme können in der CNC-Steuerung im internen Speicher abgelegt werden. Neben der Eingabe von Anschlagmass und Stückzahl lässt sich pro Programmzeile die Ablageposition des Zuschnitts bestimmen. Hinweise informieren den Bediener wie er das Blech handhaben soll.

Blechabtransportanlage

Das Blechabtransportsystem wurde von der Prodema AG projektiert und von der Näf AG gebaut. Es besteht aus mehreren parallelen Fördereinheiten mit dazwischen angeordneten Hochhaltern und einem separaten Hubtisch. Beide Einheiten werden auf Schienen an die Blechschere geschoben und fixiert. Die Anlage hat folgende Merkmale:

- Autonome Konstruktion, die bei unterschiedlichen Blechscherentypen einsetzbar ist- Anpassungen an verschiedene Breiten und Längen sind möglich- Die Hochhalter lassen sich mit Rollen, Bürsten oder Gleitern ausrüsten- Die Anlage kann von Hand weggerollt werden, was den Zugang zur Schere gewährleistet- Stabile Abfördereinheiten mit robusten, individuell austauschbaren Transportbändern- Der pneumatische Antrieb gewährleistet schnelle Hübe

Mit den schmalen Hochhaltern und Förderbändern können verhältnismässig kleine Blechzuschnitte zuverlässig gestützt werden.

Betriebsarten: manuell oder Automatik

Grundsätzlich läuft die Anlage in zwei Betriebsarten: manueller Betrieb und Automatikbetrieb. Die jeweilige Betriebsart kann man an der Bedienungsbox bei der Abstapelung wählen.

Der manuelle Betriebsmodus wird dann gewählt, wenn der, beziehungsweise die Bediener die geschnittenen Blechteile von Hand vom Transportsystem entnehmen und in die Gebinde oder auf die Hebebühne der Abstapelung ablegen möchten. Dies ist vor allem bei mittelgrossen und sperrigen Zuschnitten der Fall.

Der Betriebsmodus «Automatik» wird dann gewählt, wenn mittelgrosse beziehungsweise kleinere Blechzuschnitte in ein Gebinde abgelegt oder geworfen werden sollen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass nur ein Bediener im Bereich der Blechschere arbeitet. Der hintere Bereich der Maschine ist durch Lichtschranken gesichert. Innerhalb dieses Betriebsmodus lassen sich verschiedene Funktionen wählen:

- Rücktransport: Das Blech wird nach dem Schnitt wieder zum Bediener zurückgeschoben- Besäumschnitt/Schrottschnitt: Die Blech-streifen fallen in eine Sammelbox unter der Anlage- Kleinteile: Die Zuschnitte (max. 200 x 500 mm) werden in den Behälter vor der Schere befördert- Abtransport I: Die Bleche werden über die Förderbänder abtransportiert- Abtransport II: Lange Bleche werden über das Förderband abtransportiert- Abtransport III: Der Hochhalter bleibt unten. Das abgeschnittene Blech fällt auf die robusten Bänder und wird dort durch das laufende Band abtransportiert.

AutorAldo TormenFreier Fachjournalist9403 Goldach

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