Handelskammer D-CH: Handelsvolumen gestiegen

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Schweiz verbessert Position als Absatzland

Für die deutsche Exportwirtschaft liegt der Schweizer Markt in der Rangfolge der wichtigsten Absatzmärkte auf dem 8. Platz und hat seine Bedeutung gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verbessern können. Für die deutsche Importstatistik weist die Schweiz einen ähnlich hohen Anteil wie in den Vorjahren auf, positioniert sich aber trotz höherem Importvolumen auf dem 10. Platz (2010: 9. Position).

Betrachtet man die Warengruppen, so bestritten die drei Bereiche Chemikalien, Maschinen/Apparate/Elektronik und Metalle/Metallwaren knapp zwei Drittel der schweizerischen Ausfuhren nach Deutschland. Präzisionsinstrumente und Uhren liegen auf dem vierten Rang. Importseitig deckten die drei Gruppen Maschinen/Apparate/Elektronik, Chemikalien und Energieträger knapp die Hälfte der Einfuhren ab. Die Warengruppe der Metalle rutschte hingegen vom dritten auf den fünften Rang ab und konnte den Einbruch von 2009 noch nicht wieder ausgleichen.

Starker Franken - Grosse Belastung

Gemäss den Zahlen der Exportstatistik zum Jahr 2011 scheint der Schweizer Export nach Deutschland kaum durch den hohen Schweizer Frankenkurs beeinträchtigt worden zu sein. Mit einem Anstieg der Ausfuhren nach Deutschland in Höhe von 5,3% auf 39,9 Mrd. CHF gegenüber dem Vorjahr, ist sogar ein kräftiges Wachstum zu verzeichnen gewesen. Die stichprobenweise Befragung der Handelskammer jener Mitglieder, die im Export nach Deutschland engagiert sind, ergibt jedoch eine starke Beeinträchtigung der Wettbewerbssituation. Während die Umsätze bei den meisten Betrieben noch stabil geblieben sind, haben viele mit einer Erosion ihrer Gewinnmargen zu kämpfen.

So spüren fast alle (über 80%) der befragten Schweizer Mitgliedsunternehmen einen deutlichen Druck auf ihre Wettbewerbssituation. Fast die Hälfte bezeichnet den Einfluss sogar als stark bis sehr stark. Auch die zukünftige Entwicklung stellt für die Betriebe aufgrund der Währungsdisparität zum Euro eine grosse Herausforderung dar. Zwar schätzt über 80% die Entwicklung ihres Absatzes auf dem deutschen Markt in den nächsten 12 Monaten nicht schlechter ein als im vergangenen Jahr. Doch müssen die Unternehmen, wie in den Gesprächen gegenüber der Handelskammer geäussert wurde, sowohl strategische als auch operative Massnahmen zur Kompensation des Drucks aus der ungünstigen Währungssituation ergreifen. Dabei planen fast 40% in Zukunft sogar noch verstärkt zu reagieren, da gegenwärtig nicht abzusehen ist, wie lange das Währungsungleichgewicht noch anhalten wird. Das Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder aus der Verlustzone herauszukommen.

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