Mit der «TNC7» in der neuesten Software-Version 18 und in zusätzlichen Hardware-Ausführungen zeigt Heidenhain, wie eine Werkzeugmaschinen-Steuerung Unternehmen dabei unterstützen kann, die aktuellen Herausforderungen wie die Prozesssicherheit in automatisierten Fertigungen, die Einsparung von Energie und die Senkung des CO2-Ausstosses oder den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit zu meistern.
Die vollintegrierte TNC-Komponenten- und Prozessüberwachung kommt ohne zusätzliche Sensorik aus. Sie erkennt Abweichungen von der Referenzbearbeitung zuverlässig und sorgt für eine gesicherte Prozessqualität.
(Bild: Heidenhain)
Heidenhain präsentiert in diesem Jahr weitere Neuerungen für die «TNC7». So wird einerseits das Hardware-Portfolio erweitert: Zusätzlich zur bekannten 24"-Version stehen in Zukunft auch eine «19"-TNC7» mit kompakterem Touchscreen bei vollem Funktionsumfang und die neue «TNC7 basic» mit 16"-Touchscreen für 3+2-Achs-Maschinen zur Verfügung.
Auch die «TNC7 basic» bietet ein umfangreiches Optionenpaket mit den typischen «TNC7-Features» wie grafisches 6D-Einrichten MAS, Kollisionsüberwachung DCM oder OCM-Wirbelfräszyklen. In die Weiterentwicklung der Software-Version 18 der «TNC7» sind vor allem Kundenrückmeldungen eingeflossen, um Bedienung und Prozesssicherheit noch weiter zu optimieren.
Der Anwender kann am Touchscreen der «TNC7» alle Funktionen durch Tippen, Wischen und Zoomen genauso bedienen, wie er es vom Smartphone oder Tablet kennt. Darüber hinaus unterstützt ihn die «TNC7» durch kontextsensitive Menüs und ein betriebsartübergreifendes Bedienkonzept.
So kann der Anwender z. B. Windows-Programme ganz einfach an der Steuerung öffnen und Daten daraus direkt bei der Erstellung eines NC-Programms nutzen. Das macht das Arbeiten an der «TNC7» auch für Neu- und Quereinsteiger besonders angenehm. Denn sie finden sich schnell zurecht und erreichen dank der intelligenten Unterstützung durch die Steuerung auch schnell die notwendige Sicherheit im Fertigungsalltag.
Vielseitiges Hardware-Portfolio
Nicht jeder Anwender möchte ausschliesslich am Touchscreen arbeiten, gerade erfahrene TNC-Experten sind sehr vertraut mit den Heidenhain-Tastaturfeldern. Deshalb gibt es die «TNC7» natürlich auch mit Bedienfeld in drei Varianten.
Zusätzlich zur bekannten 24"-Version kommen eine 19"- und 16"-Variante, alle mit derselben Full-HD-Auflösung für die Bildschirme. Für die beiden kompakteren Ausführungen gibt es alternativ zum grossen Bedienfeld mit vollständiger Tastatur auch ein kompaktes Maschinenbedienfeld mit den wichtigsten TNC-Funktionstasten. Die 16"-Variante mit Namen «TNC7 basic» rundet das «TNC7»-Portfolio nicht nur in Sachen Baugrösse nach unten ab. Sie tritt die Nachfolge der beliebten «TNC 620» an – mit allen «TNC7»-typischen Vorteilen für 3+2-Achs-Maschinen.
Schneller zur Bearbeitung
Effizient zum ersten Teil sowohl bei kleinen Losen als auch in der automatisierten Fertigung – das gilt nicht nur für den eigentlichen Fertigungsprozess. Vor allem das Einrichten sollte schnell von der Hand gehen. Denn dadurch lässt sich nicht nur der Zeitaufwand reduzieren, sondern auch der CO2-Fussabdruck.
6D-Einrichten von Spannmitteln und Werkstücken
Mit den grafisch unterstützten Funktionen zum 6D-Einrichten von Spannmitteln und Werkstücken bietet die «TNC7» zwei echte Zeit- und Energiesparer. Spannmittel und Werkstück kann der Anwender an der «TNC7» mit virtueller Unterstützung schnell, benutzerfreundlich und prozesssicher einmessen.
Dabei spielt die Komplexität der Aufspannsituation keine Rolle. Ob Spannturm oder mehrere Frästeile nebeneinander, ob einfaches oder komplexes, vorbearbeitetes Rohteil: Die «TNC7» führt Schritt für Schritt interaktiv durch den kompletten Vorgang – bei komplexen Teilen bis zu fünf Mal schneller als mit herkömmlichen Tastzyklen. Das 6D-Einmessen von Spannmitteln ist Bestandteil der erweiterten dynamischen Kollisionsüberwachung «DCM v2», für Werkstücke steht die neue Option Model Aided Setup «MAS» zur Verfügung.
Mit den optimalen Schnittwerten fräsen
Ebenfalls zum Optionenpaket der «TNC7» gehört das Optimized Contour Milling «OCM». Das Wirbelfräsen der nächsten Generation berechnet automatisch immer die beste Wirbelfrässtrategie – und das bei beliebigen Taschen und Inseln. Der Anwender gibt einmal die Konturen vor und übernimmt die optimalen Bearbeitungsparameter aus dem integrierten Schnittdatenrechner.
Fräsen: Hochproduktiv und werkzeugschonend
Schruppen und Schlichten erfolgen hochproduktiv und besonders werkzeugschonend, die intelligenten Entgratfunktionen von OCM sorgen abschliessend für perfekte Kanten entlang der programmierten Kontur. So spart das Optimized Contour Milling vom Programmieren bis zur Bearbeitung Zeit und Energie bei maximaler Prozesssicherheit.
Stand vom 30.10.2020
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Live-Vorführung Prozesszeiten optimieren mit der «TNC7»
Eine Komplettbearbeitung mit Drehen, Schrupp- und Schlichtfräsen sowie Entgraten zeigt Heidenhain bei den Live-Vorführungen mit der «TNC7». Der besondere Fokus liegt dabei auf den Zeiteinsparungen, die die verschiedenen Funktionen des neuen Steuerungslevels vom Programmieren über die Simulation bis zum Finish des Werkstücks ermöglichen.
Drehbearbeitung mit FreeTurn-Werkzeugen
Die Drehbearbeitung mit FreeTurn-Werkzeugen kann einfach mit den Simultandrehzyklen der «TNC7» an der Steuerung programmiert werden. Sie ermöglichen das Simultandrehen hochkomplexer Konturen unter Berücksichtigung der Störkonturen in einem Zug und nutzen die Vorteile von Werkzeugen für das High Dynamic Turning HDT.
Die anschliessende Fräsbearbeitung ist mit den OCM-Zyklen für das hocheffiziente Wirbelfräsen ebenfalls zeitsparend direkt an der «TNC7» programmiert. Während der kompletten Live-Bearbeitung gewährleistet die integrierte Prozessüberwachung der «TNC7» ohne zusätzliche Sensorik in der Maschine den prozesssicheren Ablauf aller Arbeitsschritte.