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Forschung und Entwicklung bei Marenco
Fakt ist: Sicherheit geht vor. Bei der Entwicklung ihres Helis setzt Marenco darum auf technische Hilfsmittel, um jedes einzelne Teil zu überprüfen. Wie das Simulationsprogramm Flightlab von der US-Firma Advanced Rotorcraft Technology. Mit der Software kann jedes einzelne Modul nach Norm getestet werden. Besteht das Teil den Test, wird es produziert und anschliessend noch physisch in einer der beiden Testanlagen in Näfels oder Ennetmoos gründlich geprüft. «Die wahre Herausforderung ist nicht die Entwicklung des Helis, sondern der Aufbau aller dazu nötigen Strukturen», sagt der CEO. Neben der Infrastruktur ist das richtige Personal genauso wichtig. Denn um die Flugakkreditierung durch die EASA zu erhalten, müssen spezielle Ingenieure eingestellt werden, sogenannte «Compliance Verification Engineers» (dt. Prüfingenieure). Marenco musste von Anfang an sämtliche Abläufe und Prozesse definieren, eine Normierungsorganisation aufbauen und die nötigen Akkreditierungen beschaffen. Das ganze sei sehr speziell und die Anforderungen sehr hoch. «Zugleich ist es aber eine grosse Chance und Hilfe, wenn alles auf der grünen Wiese neu entwickelt werden muss», erzählt Stucki. «Wir sind dadurch in der Lage, unsere Strukturen effizienter aufzubauen, und Fehler werden schneller entdeckt.» Logisch, dass das alles viel Geld kostet. Von über 100 Mio. CHF ist dabei die Rede.
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