Schweizer Qualitätszulieferer 2017: Sintratec AG High-End-3D-Druck zum Low-End-Preis

Redakteur: Luca Meister

Sintratec bietet als einziger Schweizer Anbieter SLS-Technologie zu einem absolut erschwinglichen Preis. Eine professionelle Anlage für das selektive Lasersintern wie die «S1» kostet beim innovativen Jungunter­nehmen gerade mal 19 800 Franken. Ohne signifikante Abstriche zu machen – und komplett «made in Switzerland».

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Vom Start-up zum erfolgreichen KMU: Das Team der Sintratec AG verstrahlt Innovation.
Vom Start-up zum erfolgreichen KMU: Das Team der Sintratec AG verstrahlt Innovation.
(Bild: Sintratec)

Seit dem 2014 gewonnenen Start-up-Preis ging es steil nach oben mit dem von drei Elektroingenieuren im innovativen Umfeld der Hochschule für Technik Brugg gegründeten Start-up. Über 500 Exemplare ihrer 3D-Drucker haben die jungen Innovatoren bereits verkauft – weltweit und an renommierte Kunden hauptsächlich in der Industrie. Im Angebot stehen die beiden Anlagen für die additive Fertigung «Sintratec Kit» und «Sintratec S1». Eingesetzt werden die 3D-Drucker vor allem für kleinere Prototypenserien von der Elektro- und Maschinen- über die Automobilindustrie bis hin zur Luft- und Raumfahrt, in der Medizin- und Dentaltechnik, an Hochschulen sowie im F&E-Bereich. Die präzis gedruckten Werkstücke sind äusserst stabil und temperaturresistent.

Hohe Prozessgeschwindigkeit

Das 20-Mitarbeiter-Unternehmen arbeitet mit diversen Technologie-Instituten zusammen und besitzt ein ausserordentliches Kundengespür: Das Kit etwa entstand aus einer Marktforschungsstudie und die Entwicklung der S1 basiert auf Erfahrungsberichten von Kit-Kunden. Anwender jeglicher Art profitieren von einer verhältnismässig kostengünstigen SLS-Technologie, die zum Staunen bringt. Im Drucktest halten mit der S1 generierte Teile einen Druck von 48 bar konstant aus, worin sich Sintratec mit den grossen Herstellern messen kann.

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Dank dem von einem Punkt aus gestrahlten Diodenlaser erreicht die S1 eine hohe Prozessgeschwindigkeit, was für das Niederpreissegment einmalig ist. Weitere Vorteile sind der Netzbetrieb ab Steckdose und die eigens programmierte Software, die es erlaubt, individuelle Anpassungen einfach durchzuführen. Eigene Materialkombinationen können somit beliebig ausgetestet werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lasersinteranlagen benötigt die Sintratec S1 keine speziellen Vorinstallationen wie ein industrielles Ventilationssystem, eine Starkstromversorgung oder einen Luftdruckanschluss.

Neues Material mit riesigem Potenzial

Bis anhin vertreibt Sintratec das Druckmaterial «PA12», das mechanisch äusserst stabil und thermisch ebenso resistent ist. Ein weiteres Material auf Basis von TPU mit flexiblen bzw. elastischen Eigenschaften wird zusätzlich bald zur Verfügung stehen. Dadurch wird das Anwendungspotenzial der 3D-Drucker extrem vielseitig.

  • Autor: Luca Meister, Redaktor

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