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Fertigung: hohe Produktivität und hohe Flexibilität
Dazu sagte Gerhard Hänggi, Director Manufacturing von Stryker Osteosynthesis: «Bei einer Beschäftigtenzahl von etwa 410 entfallen rund 200 auf die Produktion, 80 auf die Qualitätssicherung und 60 auf Entwicklung. Ausserdem bilden wir ständig Fachkräfte aus, die wir im Normalfall immer übernehmen und uns so quasi selbst ein hohes Know-how sichern. Die 200 Produktionsfachkräfte stellen, je nach Auftragslage, in verschiedenen Arbeitszeitmodellen an sieben Tagen pro Woche mit 115 CNC-gesteuerten Produktionsmaschinen pro Jahr bis zu 3,5 Mio. Stück an Fertigteilen her. Dabei handelt es sich keineswegs um grosse Serien, sondern um Stückzahlen (Batch-Fertigung) von 10 bis 500. Sehr gross ist mit mehreren tausend aktiven Teilen aber die Anzahl an Varianten, weshalb wir sowohl auf einen hohen Produktivitäts- als auch auf einen hohen Flexibilitätsgrad setzen.» Folgerichtig präsentiert sich der Maschinenpark von Stryker in Selzach auf modernstem Niveau, vor allen Dingen die CNC-Drehtechnik und die CNC-Frästechnik betreffend. Konzipiert als «Inselfertigung», arbeiten Personal und Maschinen interdisziplinär zusammen und sind, von der Materialversorgung bis hin zur Auslieferung der Fertigteile, gemeinsam für ihre Produkte verantwortlich.
Drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück
Markus Lindt, Leiter Implantate-Fertigung fügt ergänzend hinzu: «Die Batch-Fertigung der hochwertigen und immer komplexer werdenden Implantate führte dazu, bereits nun seit über zehn Jahren in einen mittlerweile beachtlichen Maschinenpark von mehreren 5-Achsen-Bearbeitungszenter laufend zu investieren. Das Maschinenkonzept von Hermle für die 5-achsige Komplett- und Simultan-Bearbeitung, mit den drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück, hat uns sehr schnell überzeugt. Fräsversuche, und die daraus resultierenden sowie qualitativ reproduzierbaren Präzisionsbearbeitungen, taten ein Übriges, dass wir uns vor gut fünf Jahren für die 5-Achsen-BAZ von Hermle entschieden haben. Als erste Maschine wurde ein Bearbeitungszentrum C 20 U beschafft, mit dem wir dann auch gleich den Einstieg in die hoch automatisierte Teilefertigung starteten. Dafür wählten wir damals ein externes Roboter-Systemhaus, das Handling funktioniert absolut einwandfrei, ist aber ein nicht in den Maschinenbau von Hermle integriertes System und hat dadurch einen relativ hohen Platzbedarf.»
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