Hunkeler Systeme AG: Kosten reduzieren durch Brikettieren
>> Für eine höchst wirtschaftliche Nutzung von Metallspänen sorgen Brikettierpressen. Zu handlichen Briketts komprimiert und praktisch frei von Schmierstoffanhaftungen lassen sich die Produktionsreste leicht lagern, transportieren und sehr gut verkaufen oder einschmelzen. Bei Georg Fischer Automobilguss arbeitet eine solche Presse der Firma Ruf seit dem ersten Tag rentabel. Wie das möglich ist, zeigt die Ruf GmbH mit ihren Brikettierlösungen auf der Giesserei-Fachmesse Gifa 2011 in Düsseldorf.
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ari. Brikettieranlagen helfen sparen. Entsprechende Lösungen zeigt die Firma Ruf aus Zaisertshofen in Bayern den Fachbesuchern der Gifa 2011. Die Georg Fischer Automobilguss GmbH, Singen, hat sich davon schon überzeugt. Das Unternehmen stellt mit einer Jahreskapazität von rund 200 000 Tonnen gegossene Komponenten aus Sphäroguss für Personenwagen und Nutzfahrzeuge her. Etwa 40 Prozent davon durchlaufen die Fertigbearbeitung des Werks und werden dort einbaufertig bearbeitet oder zumindest vorbearbeitet.
Hochwertigerer Späneabfall durch Brikettieren
Um die beim Fräsen und Bohren anfallenden Späne wiederverwenden zu können, setzt das Werk seit gut drei Jahren eine Brikettieranlage der Ruf GmbH aus Zaisertshofen ein – mit beachtlichem wirtschaftlichem Erfolg, wie Rolf Peter Leuchtmann, Meister der Fertigbearbeitung, bestätigt. «Dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses der Ruf-Maschine, einem entsprechenden Finanzierungskonzept und erzielten Einsparungen arbeitet die Brikettierpresse seit dem ersten Tag rentabel.» Früher verkaufte Georg Fischer die Späne an einen Schrotthändler. Allerdings haben lose Späne, die zudem noch mit Resten von Kühlschmierstoffen behaftet sind, nur einen geringen Wert – entsprechend niedrig waren die Erlöse. Versuche, die losen Späne selbst einzuschmelzen, scheiterten.
Ein Zwanzigstel des ursprünglichen Spänevolumens
Zur Kostenreduzierung trägt nun die RUF 37/3700/100 des Brikettieranlagenspezialisten Ruf ihren Teil bei, wie Rolf Peter Leuchtmann betont: «Die Presse läuft völlig autark und problemlos, bei Bedarf rund um die Uhr sowie am Wochenende. Nur alle anderthalb Jahre ist eine Wartung erforderlich.» Die Späne werden an allen Bearbeitungszentren in Containern mit je 0,3 m3 Fassungsvermögen gesammelt. Gabelstapler bringen sie zur Brikettierpresse. Dort werden sie von Förderanlagen automatisch in Spänesilos gefüllt, dann zu zylinderförmigen Briketts gepresst und über ein Förderband in die Brikettbehälter transportiert. Durchmesser und Höhe der Briketts betragen 100 mm, ihr Gewicht knapp vier Kilogramm, die Dichte gut 5,3 kg/dm3. Damit beanspruchen sie nur etwa einen Zwanzigstel des Volumens der Späne.
Sensoren unterscheiden perlitische und ferritische Späne
Auch die getrennte Bearbeitung von perlitischen und ferritischen Spänen bewältigt die Anlage automatisch. Diese Legierungen mit hohen oder niedrigen Kupferanteilen werden von den Staplerfahrern in unterschiedlichen Behältern an getrennte Annahmestationen der Anlage geliefert. Die Brikettieranlage erkennt über Sensoren, wie viel perlitische oder ferritische Späne in den getrennten Vorratsbehältern lagern und entscheidet selbst, welche der Spänearten sie verpresst. Anschliessend werden sie in der Giesserei eingeschmolzen und zu neuen Teilen verarbeitet.
Die von Fertigungsmeister Leuchtmann geschätzte Zuverlässigkeit und Effizienz der Brikettieranlage beruht auf dem einfachen Arbeitsprinzip sowie der soliden Bauweise der Ruf-Pressen, die es je nach Bedarf in unterschiedlichen Leistungsklassen gibt und die dem Fachpublikum der Gifa präsentiert werden. <<
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