Roundtable: MM - Die Chefsache

Industrie 4.0 ist noch in der Warteschleife

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Grenzkostenschnitt verschiebt sich und die Automatisierung wird preiswerter

Die wesentlichen Verbesserungen von Industrie 4.0 könne man laut Kegel in wenigen Aussagen zusammenfassen. Losgrösse eins wirtschaftlich zu erreichen, sei das erste Versprechen von Industrie 4.0. Dabei sei der Stückpreis des Produktes gar nicht so relevant, «entscheidend ist, wir verschieben den Grenzkostenschnitt und sind in der Lage, deutlich kleinere Stückzahlen vollständig zu automatisieren», so der Chefdenker von Pepperl + Fuchs. Durch die Vernetzung werde die Automatisierung preiswerter, es gebe weniger Schnittstellen und die Verbindung der Maschinen werde deutlich einfacher, weil ein Standard hinterlegt sei.

Doch wie sieht es bei der Bestellung aus? Hier könnte man ja über Edifact die Daten den Unternehmen direkt digital zukommen lassen. «Nicht einmal 15 % der Händler machen das», wendet Kegel ein, «weil auch da die Grenzkosten hoch sind. Wenn Sie eine Schnittstelle zum Händler aufbauen, müssen Sie 30.000 bis 40.000 Euro auf den Tisch legen.» Das sei noch zu teuer. Würden die Kosten auf 3000 bis 4000 Euro sinken, hätten Sie jeden zweiten Händler am Netz. Das gelte auch bei den Lieferanten. «Dort sind es etwas mehr, weil wir diese anders unter Druck setzen können», verrät der Pepperl + Fuchs-Chef.

In MM 3/4 2016 lesen Sie überraschende Antworten auf die Frage nach der Security. Während viele dies als Problem auf dem Weg zu Industrie 4.0 ansehen, ist die Frage für einige längst gelöst. Welche Teilnehmer viel grössere Probleme mit Kuckuckseiern, die ins Nest gelegt wurden, sehen, lesen Sie im zweiten Teil.

MM

(ID:43739818)