Vom 11. bis am 14. März versammelte die führende Fachmesse für die Fertigungsindustrie Innoteq rund 280 Aussteller (+20 Prozent im Vergleich zu 2023) und 14 500 Fachbesucher (+ 20 Prozent im Vergleich zu 2023) auf dem Bernexpo-Areal. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage war die Stimmung positiv. Die SMM-Redaktion hat mit mehreren Ausstellern während der Innoteq Gespräche geführt. Sowohl die befragten Zulieferer waren zuversichtlich als auch die Hersteller und Händler von Produktionsmitteln. Die Messeleiterin Morena Perdichizzi zeigte sich ebenfalls sehr positiv überrascht vom Besucherandrang, den man so im Vorfeld nicht hätte erwarten können.
Vom 11. bis am 14. März 2025 versammelte die Innoteq rund 280 Aussteller und 14 500 Fachbesucher auf dem Bernexpo-Areal. Die Messe festigte damit ihre Rolle als zentrale Dialog- und Innovationsplattform in der Industrie.
(Bild: Bernexpo AG)
Die Innoteq 2025 überzeugte mit einem hochqualifizierten Fachpublikum, das sich intensiv mit den aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen des Fertigungssektors auseinandersetzte. Neue Technologien, innovative Lösungen und zukunftsweisende Konzepte gaben wichtige Impulse. Ob traditionsreiche Familienunternehmen oder international tätige Industrieunternehmen – die Messe bot eine breite Palette an Ausstellern und eine entsprechend vielfältige Themenlandschaft.
Ein besonderer Erfolg war der «Journée romande de la Tech industrie», welcher die französischsprachige Industrie der Schweiz zusammenbrachte und den interregionalen Wissenstransfer förderte.
Weitere Highlights waren die Verleihung der Blaser Produktivitätstrophäe 2025 sowie die beiden Fokustage Smart Factory & Industrie 4.0 und Sustainable Productivity, die mit hochkarätigen Keynotes wichtige Zukunftsimpulse setzten.
Während der Eröffnungsveranstaltung zur Innoteq wurde seitens der Verbände die derzeitige Lage der MEM-Industrie diskutiert. Martin Hirzel, Präsident Swissmem, brachte die Gesamtlage der Schweizer MEM-Industrie auf den Punkt: Es geht uns schlecht, aber die Stimmung sei optimistisch. Seit mittlerweile sieben Quartalen seien die Umsätze rückläufig. Problematisch sei die aktuelle Diskussion rund um US-Zölle, die die Weltwirtschaft verunsicherten.
M. Hirzel, der als Swissmem-Präsident die exportorientierte MEM-Industrie vertritt, machte sich u. a. für weitere Freihandelsabkommen mit Thailand sowie Südamerika stark. Hier müssten die Verantwortlichen beschleunigte Verfahren initiieren. An die Schweizer MEM-Unternehmen gerichtet, sagte er, dass Innovationen entscheidend seien, um wettbewerbsfähige Technologien entwickeln zu können, um die Nachfrage nach sogenannten «unverzichtbaren Produkten» weltweit zu erhöhen.
Daniel Stoop: Innoteq hat ausgeprägten Binnenmarktcharakter
Tecnoswiss-Präsident Daniel Stoop zeigte auf, dass der Werkzeugmaschinenimport in die Schweiz über die letzten Jahre gesunken sei, was die Umsatzentwicklungen der Schweizer Landesvertretungen für Werkzeugmaschinen widerspiegle. Das würde auch Auswirkungen auf die Innoteq haben, die eine fertigungstechnisch fokussierte Messe mit ausgeprägtem Binnenmarktcharakter sei. Positiv sei, dass die Schweiz mit dem dualen Ausbildungssystem in Verbindung mit einem ausgezeichneten Weiterbildungssystem und einer sehr guten Hochschullandschaft nach wie vor über ein ausgezeichnetes Bildungssystem verfüge, das wesentlich sei für den zukünftigen Erfolg des Werkplatzes Schweiz.
Nicola Tettamanti: Antizyklisch investieren
Swissmechanic-Präsident Nicola Tettamanti betonte, dass man in guten Zeiten immer vorsorgen müsse für die schlechten Zeiten. Das sei das wesentliche Element, um Krisen erfolgreich zu überstehen. Die bisherige Erfahrung habe gezeigt, dass nach jeder Krise ein Aufschwung kommt, auf den man vorbereitet sein müsse. Entsprechend entscheidend sei es, antizyklisch zu investieren, um sich für den Aufschwung und den dadurch einsetzenden Auftragseingang produktionstechnisch optimal aufzustellen. Positiv sei, so N. Tettamanti, dass laut einer Swissmechanic-Mitgliederumfrage ein Viertel der Mitglieder Neuinvestitionen planen würden.
Morena Perdichizzi: Innoteq 2025 mit 20 Prozent Wachstum
Am Ende des zweiten Messetages konnte die SMM-Redaktion mit der Innoteq-Messeleiterin Morena Perdichizzi ein Gespräch führen. Ihr erstes Zwischenresultat zum Verlauf der Innoteq: «Wir sind bisher sehr zufrieden mit dem Verlauf der Innoteq. Die Messe ist gegenüber 2023 gewachsen, sowohl bei der Anzahl der Ausstellenden (+20 Prozent) als auch bei den Besucherinnen und Besuchern.»
Stimmen aus der Industrie
Die Innoteq 2025 wurde von den Ausstellern durchweg positiv beurteilt (siehe Statements in der Bildergalerie). Phillipp Kauth, Geschäftsführer von Schunk Intec AG, erwähnte eine hohe Besucherzahl und erfüllte Erwartungen, insbesondere bei Unternehmen der Bahn-, Uhren- und Medizintechnik, die konkrete Projekte mitbrachten. Michael Zuber, Inhaber von Bimu SA, spürte ein grosses Interesse aus der Medtech- und Uhrenbranche.
Albert Kodraj von Gühring beobachtete, dass der zweite Messetag hervorragend lief und viele Kunden mit spezifischen fertigungstechnischen Anfragen an ihren Stand kamen.
Stand vom 30.10.2020
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Schliesslich stellte Pirmin Zehnder, Geschäftsführer der Tolus Group, fest, dass die Innoteq ein ausgezeichneter Marktplatz sei, der in schwierigen Zeiten optimistische Perspektiven für die Branche eröffne.
Peter Breitenmoser, Geschäftsleiter und Verwaltungsratspräsident der Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG, kurz SCHMOBI, betonte: «Die Innoteq ist eine ideale Gelegenheit, die bestehende Kundschaft zu treffen und Geschäftsbeziehungen weiterzuentwickeln. Die Schweiz braucht diese Plattform für den Austausch.»
Diese Einschätzung teilt auch Pirmin Zehnder, CEO Tolus Group: «Die Innoteq bringt alle relevanten Akteurinnen und Akteure der Branche auf dem Marktplatz Schweiz zusammen.»
Dominik Affolter, Managing Director Sales der Blaser Swisslube AG, ergänzt: «Wir sind überzeugt, dass es diese Industrieplattform für den Austausch innerhalb der Branche benötigt.»
Auch Wolfgang Ulmer, Managing Director der Firma Grob Schweiz AG, die erstmals an der Innoteq teilnahm, zog ein erfreuliches Fazit: «Ich bin positiv überrascht von der Messe. Wir hatten viele gute Gespräche mit Fachbesuchenden.»
Yannick Berner, Co-CEO von Urma, fügte hinzu: «Die Innoteq 2025 hat sich als Leitmesse der Schweizer Fertigungsindustrie bestätigt. Wir schätzen die Gelegenheit, in einem entspannten Rahmen mit unseren Kunden und Lieferanten ins Gespräch zu kommen und wertvolle Kontakte zu pflegen.»
Auch Swissmechanic-Aussteller zufrieden mit Messeverlauf
Auch die vom SMM befragten Zulieferer am Swissmechanic-Gemeinschaftsstand waren mit dem Verlauf der Innoteq durchaus zufrieden. Marcel John, CEO der Fabry AG, berichtete von zahlreichen Besuchern und deren speziellen Anforderungen im Spanntechnik-Sektor. Hier bietet das Unternehmen anwenderspezifische Spanntechnik-Lösungen.
Robert Ott, Geschäftsführer von Robert Ott AG, äusserte sich als Messe-Newcomer positiv über die Qualität der Besucher, insbesondere bei Anfragen aus der Medizintechnik. Die Eindrücke verdeutlichen die Relevanz der Innoteq und für zukünftige Projekte in der Industrie. Zusammenfassend ist die Beurteilung der Innoteq bei allen von der SMM-Redaktion befragten Ausstellern positiv gewesen. Zu hoffen bleibt, dass die positive Resonanz der Innoteq einen nachhaltigen Input für den Werkplatz Schweiz bietet. Hier spiele auch die geopolitische Situation und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft eine ganz entscheidende Rolle.
Rückhalt der Branche: Trägerverbände ziehen positive Bilanz
Die Trägerverbände der Innoteq zeigen sich zufrieden und unterstreichen die Relevanz der Veranstaltung für die Branche.
Christoph Blättler, Ressortleiter von Swissmem, betont: «Das Schaufenster der Schweizer Fertigungsindustrie hat sich bewiesen. Es war eine aktive Stimmung auf den Fluren ebenso wie an den Ständen der Ausstellenden.»
Nicola Tettamanti, Präsident von Swissmechanic, ergänzt: «In guten wie in schlechten Zeiten hängt der Erfolg eines Betriebs auch von seinem Netzwerk ab. Die Innoteq 2025 hat sich mit ihrer zweiten Ausgabe als bedeutender Netzwerkevent der Schweizer Fertigungsindustrie bewiesen.»
Jakob Broger, Vizepräsident (Metall) von Tecnoswiss, zieht ebenfalls eine erfreuliche Bilanz: «Die Innoteq 2025 war ein Erfolg. Die Stimmung bei den Ausstellenden und Besuchenden war durchwegs positiv. Die Besucherfrequenz lag über dem Niveau von 2023, und die Qualität der Kontakte war ausgezeichnet. Die Veranstaltung hat sich als fester Branchentreffpunkt etabliert.»
Blick nach vorn: Die Innoteq bleibt zentraler Branchentreffpunkt
Die Innoteq hat sich als zentrale Dialog- und Innovationsplattform für die Schweizer Fertigungsindustrie etabliert. Sie bot Fachbesuchern aus der gesamten Schweiz, darunter zahlreiche Gäste aus der Romandie, eine wertvolle Gelegenheit für Wissensaustausch, Networking und neue Geschäftskontakte. Mit diesem starken Fundament blickt die Messe optimistisch in die Zukunft.
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Die nächste Innoteq findet vom 16. bis 19. März 2027 statt.