SMM-Interview mit Innoteq-Messeleiter David von Büren «Innoteq wird relevanter Branchentreffpunkt»

Von Matthias Böhm 5 min Lesedauer

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Mit 200 Ausstellern setzt die stärkste Deutschschweizer Fertigungsmesse Innoteq ein wichtiges Zeichen. Der Werkplatz Schweiz benötigt eine konsequente Innovationskultur, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Im SMM-Interview zeigt Innoteq-Messeleiter David von Büren auf, was Aussteller wie auch Besucher von der Innoteq erwarten können. Die Innoteq öffnet ihre Tore vom 7. bis 10. März in der Bernexpo.

"Die Innoteq ist eine Branchenleistungsschau und zentraler Hotspot, sie bietet qualitativ hochwertige Innovationen und Inhalte."  David von Büren, Messeleiter Innoteq(Bild:  Bernexpo)
"Die Innoteq ist eine Branchenleistungsschau und zentraler Hotspot, sie bietet qualitativ hochwertige Innovationen und Inhalte." David von Büren, Messeleiter Innoteq
(Bild: Bernexpo)

Herr von Büren, die Innoteq steht vor der Tür. Erstmalig kann die Nachfolgemesse der Prodex/Swisstech die Tore öffnen. Welche technologischen Akzente und welche Trends setzen Sie mit der Innoteq 2023?

David von Büren: Die Innoteq bietet primär eine attraktive Plattform, einen thematischen Rahmen, Netzwerkmöglichkeiten und Sonderzonen. Die Präsentation der Trends und Neuheiten aus der Branche liegt auf der Seite der Ausstellenden. Um das Ziel der Branchenleistungsschau mittelfristig zu erreichen, suchen wir gezielt die technologische Breite und Vielfalt.

Messen sind eine Form der Kommunikation, neben Print und den komplexen digitalen Möglichkeiten. Welche Stärken sehen Sie konkret in klassischen respektive physischen Messeformen?

David von Büren: Gerade die vergangenen Jahre, die durch die Pandemie geprägt waren, haben gezeigt, dass Live-Veranstaltungen – seien es Messen, Kongresse oder Events – nicht vollends durch rein digitale Formate ersetzt werden können. Wir haben gelernt, digitale oder hybride Veranstaltungen erfolgreich durchzuführen, haben die positiven Seiten verschiedener Kommunikationsformen kennengelernt und wissen nun, wie eine intelligente Symbiose zwischen live und digital hergestellt werden kann. Nichtsdestotrotz bieten die physischen Messeformen ein multisensuales und emotionales Gesamterlebnis, welches durch kein anderes Format in dieser Art ermöglicht werden kann.

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Als Leitmesse müssen Sie alle potenziellen Besucher der Schweiz und im benachbarten Ausland ansprechen. Welche Erwartungen haben Sie bezüglich der Besucherstruktur?

David von Büren: Unser Ziel ist es, mit unserem Angebot die gesamte Deutsch- und Westschweiz und das angrenzende Ausland, insbesondere die DACH-Region, anzusprechen. Um diese Zielgruppe zu erreichen, streben wir eine engere Zusammenarbeit mit den deutschen und fran­zösischen Handelskammern an. Wir erwarten eine vielseitige Besucherstruktur und sind bemüht, gezielt auch ein jüngeres Publikum anzusprechen – also quasi die Generation von morgen.

Und welche Erwartungen dürfen die Aussteller an die Innoteq haben, aus Ihrer Sicht?

David von Büren: Als Content- und Communityplattform verbindet die Innoteq als Hotspot und relevanter Branchentreffpunkt die Akteure der Schweizer Fertigungsindustrie. Unsere Ausstellenden präsentieren während vier Messetagen ihre Produkte und Lösungen einem hochkarätigen Fachpublikum. So entstehen Begegnungen, Dialoge und daraus neue Ideen und Kooperationen für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft.

Die Bernexpo entwickelt hybride Messekonzepte. Was können wir uns unter hybriden Messen vorstellen und welche Vorteile bieten diese Konzepte erstens für Aussteller und zweitens für Besucher?

David von Büren: Die Innoteq 2023 bietet eine attraktive Besucherplattform als Ergänzung des Live-Events. Sie ermöglicht allen Interessierten – auch denjenigen, welche nicht nach Bern reisen können –, viele Inhalte online zu konsumieren. Innoteq-TV produziert während allen vier Messetagen redaktionelle und kommerzielle Beiträge aus den Messehallen und fängt dabei Stimmen aller Akteure ein. Hinzu kommen mehrmals täglich News-Sendungen mit den Highlights des Tages. Unser Ziel ist es, mit dem hybriden Messeformat vermehrt eine jüngere Zielgruppe anzusprechen.

Jeder Besucher der «nur» digital zuschaltet, ist nicht vor Ort. Welchen Vorteil sehen Sie in digitalen Messeelementen konkret für die Innoteq-Aussteller?

David von Büren: Die hybride Durchführung ermöglicht unseren Besuchenden, Inhalte zeit- und ortsunabhängig zu konsumieren. Mit dieser Lösung erreichen wir auch Personen, die zum Zeitpunkt der Messe nicht nach Bern reisen können. Nebst der physischen Präsenz während vier Messetagen ermöglicht dies unseren Ausstellenden, die Reichweite zu vergrössern und eine deutlich breitere Personengruppe anzusprechen.

Sie haben parallel zur Messe ein umfangreiches Vortragsprogramm auf die Beine gestellt. Welche Themen werden hier schwerpunktmässig behandelt?

David von Büren: Das Leitmotto der In­noteq «Fit for Future» widmet sich den permanenten Herausforderungen der MEM-Industrie und soll den Beteiligten aufzeigen, wie sie sich möglichst optimal für die Zukunft wappnen können. Daneben stehen unsere beiden Fokusthemen «Creating a Sustainable Future» sowie «Swiss Manufacturing» im Zentrum der Präsentationen und Diskussionen. Während es bei «Creating a Sustainable Future» um Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Klima, Energie und CO2 geht, behandelt «Swiss Manufacturing» Themen wie Deglobalisierung, Local Sourcing und Backshoring, den Werk- und Innovationsplatz Schweiz sowie Produktivität und Kompetitivität. Die Sonderzone «Innoteq Startup» präsentiert Schweizer Startups und Jungunternehmen und ermöglicht diesen so eine attraktive Plattform, ihre Innovationen einem interessierten Fachpublikum zu präsentieren.

Networking ist eines der zentralen Aspekte. Welche Möglichkeiten bietet die Innoteq, um sich zu vernetzen?

David von Büren: Die Innoteq gilt als der MEM-Branchentreffpunkt. In der Lounge sowie der VIP-Lounge vor Ort haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich mit Menschen aus der Branche zu vernetzen und zu unterhalten. Side-Events wie die Eröffnung und Ausstellerapéros sollen ebenfalls als Networking-Plattformen dienen. Besucherprofile auf der digitalen Plattform ermöglichen die Online-Vernetzung und eröffnen Diskussionen sowie den Austausch zu allen relevanten Themen aus der Branche.

Mit 200 Ausstellern wird die Innoteq nur halb so gross wie die Siams, warum agieren die Aussteller so zurückhaltend in der Deutschschweiz? Was beabsichtigen Sie, um die Attraktivität der Innoteq zu erhöhen?

David von Büren: Nach der rein digitalen Durchführung im Jahr 2021 ist die bevorstehende Durchführung im März 2023 die Erstausgabe der Innoteq im klassischen Messeformat. Der Aufbau eines neuen Formats erfordert bis zu dessen Etablierung rund zwei bis drei Ausgaben. Die Fachmesse-Landschaft in der Schweiz befindet sich zurzeit in einem starken Wandel und die Innoteq passt sich genau diesen Veränderungen an. Unsere Zusammenarbeit mit anderen Messeveranstaltenden ermöglicht uns zudem, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und diese in unseren Messealltag einzugliedern.

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Wie Sie richtig sagen, die wichtigsten Unternehmen der Branche sind auf der Innoteq vertreten, warum wird es sich sicher lohnen, nach Bern zu kommen?

David von Büren: Die Innoteq als MEM-­Branchentreffpunkt ist eine Branchenleistungsschau und zentraler Hotspot, bietet qualitativ hochwertige Innovationen und Inhalte und ermöglicht, sich in der Branche mit den wichtigsten Playern auszutauschen. Nicht zuletzt ist es ein neues Format und hat somit noch extrem viel Potenzial, welches nach der Lancierung noch besser ausgeschöpft werden kann. SMM

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