Unter diesem Motto präsentiert die Weltleitmesse der Produktionstechnologie – die EMO Hannover – vom 18. bis 23. September 2023 modernste Fertigungstechnik sowie smarte Technologien, Lösungen und Dienstleistungen für die gesamte Wertschöpfungskette der industriellen Produktion.
Anlässlich der EMO-Medienkonferenz in Zürich (v. l. n. r.): Christian Pfeiffer (Senior Vice President, Deutsche Messe AG), Andreas Züge (Direktor, Hannover Fairs International GmbH), Frank Fehlmann (CEO, Fehlmann AG Maschinenfabrik) und Dr.-Ing. Wilfried Schäfer (Geschäftsführer, VDW e. V.).
(Bild: Nastassja Neumaier (Vogel Communications Group AG))
Der Schwerpunkt der EMO Hannover liegt bei spanenden und umformenden Werkzeugmaschinen, Fertigungssystemen, Präzisionswerkzeugen, automatisiertem Materialfluss, Computertechnologie, Industrieelektronik und Zubehör. Die Fachbesucher und -besucherinnen der EMO kommen aus allen wichtigen Industriebranchen, wie Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und ihren Zulieferern, Luft- und Raumfahrttechnik, Feinmechanik und Optik, Schiffbau, Medizintechnik, Werkzeug- und Formenbau, Stahl- und Leichtbau.
Die EMO Hannover ist der wichtigste internationale Treffpunkt für die Industrie weltweit und zog 2019 mit mehr als 2200 Ausstellern aus 47 Ländern fast 120 000 Fachbesucher und -besucherinnen aus rund 150 Ländern an – davon mehr als 2000 Fachleute aus der Schweiz.
Messebesuch bietet Information und Netzwerk für Produktionsexperten aus der Schweiz
Frank Fehlmann, CEO der Fehlmann AG Maschinenfabrik, vertrat seitens Swissmem den Industriesektor «Werkzeugmaschinen» an der Medienkonferenz und präsentierte die aktuelle Lage der Schweizer Tech-Industrie. Dabei betonte er, wie eng die Deutsche mit der Schweizer Industrie verflochten sei – nicht zuletzt hat Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 24,2 % an den gesamten Tech-Exporten der Schweiz den ersten Platz belegt. Die EMO Hannover sieht Fehlmann als grosse Chance, mit internationalen Entscheidungsträgern auf Kunden- sowie Lieferantenseite in den Dialog zu treten.
Der Geschäftsführer des EMO-Veranstalters VDW, Dr.-Ing. Wilfried Schäfer, zeigte sich ebenfalls überzeugt davon, dass die EMO Hannover einen wichtigen Beitrag für den Fortschritt der Industrieproduktion in der Schweiz leisten kann. Für die Wettbewerbsfähigkeit einer leistungsfähigen Industrie seien moderne Werkzeugmaschinen und Produktionssysteme entscheidend. Da die Schweiz den Bedarf an diesen nicht allein durch die eigene Produktion decken könne, sei das Land auf Importe angewiesen. Dabei setzte es hauptsächlich auf Maschinen aus Deutschland, Italien, Japan, Taiwan und Frankreich. Allein aus den genannten Ländern kommen mehr als 1000 Aussteller zur diesjährigen EMO nach Hannover.
Schäfer: «2023 werden die wichtigsten Anwenderbranchen von Produktionstechnologie in der Schweiz laut den britischen Wirtschaftsforschern von Oxford Economics über 17 Mrd. Euro investieren. Das meiste Geld fliesst in die Präzisionstechnik, Elektrotechnik und in den Maschinenbau. Hohe Energiekosten und Probleme bei der Energiebeschaffung dämpfen derzeit die Investitionslaune der Unternehmer. Rund ein Drittel plant deshalb, in erneuerbare Energiequellen zu investieren. Für die Umsetzung der geplanten Projekte ist moderne Produktionstechnologie direkt und indirekt von grösster Bedeutung. Auf der EMO Hannover können sich die Verantwortlichen aus der Schweizer Industrie, aus der Regierung und von Investitionsfördereinrichtungen zielgerichtet darüber informieren, mit welchen Technologien diese Projekte umsetzbar sind.»
Die Produktionstechnologie stehe mitten im Transformationsprozess, sei aber auch Teil der Lösung. Um dies zu demonstrieren, hat der Veranstalter die folgenden drei «Future Insights» abgeleitet. Sie rücken drei gesellschaftlich relevante Themen mit Auswirkungen auf die Fertigungsindustrie und ihre Lösungskompetenz in den Fokus.
«The Future of Business»
Der erste Future Insight fokussiert neue Märkte, neue Geschäftsmodelle, Chancen und Potenziale einer Innovationskultur im Unternehmen, die Einführung agiler Methoden und den Aufbau von Methodenwissen sowie den Wandel von Strukturen und Arbeitsweisen. Insofern ist die EMO Hannover nicht nur eine grosse Wissensplattform für Technik, sondern auch für die Organisation, Strategien und Methoden in den Unternehmen.
«Für den geplanten Ausbau der Industrie in der Schweiz sind Fortschritte in der Digitalisierung, neue Technologien und innovative Automatisierungen besonders wichtig. Aber es geht dabei nicht nur um den Kauf von Technologie, sondern auch darum, das bestehende Know-how weiter anzureichern. Zu den dafür notwendigen Kontakten und Netzwerken kann die EMO Hannover ebenfalls einiges beitragen», so Schäfer.
«The Future of Connectivity»
Der zweite Future Insight thematisiert die Trends rund um Industrie 4.0, das Industrial Internet of Things (IIoT), digitale Geschäftsmodelle, Predictive Maintenance, Machine Learning, Connectivity, Interoperability und Artificial Intelligence, Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen. IT und Softwareengineering sind heute Schlüsselfaktoren für die Produktionstechnologie, Data Mining eine Chance für neue Geschäftsmodelle. Connectivity ist die Basis für die vertikale Vernetzung in der Fabrik und darüber hinaus die horizontale Vernetzung mit Lieferanten und Kunden entlang der Wertschöpfungskette. Um alle Aspekte der Digital Factory zusammenzubringen, bietet die EMO Hannover 2023 deshalb den neuen Ausstellungsschwerpunkt «IoT in Production» an.
Stand vom 30.10.2020
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Wichtige Grundlage für die Vernetzung sind offene Schnittstellenstandards für die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Maschinen, Geräten und Software. In Deutschland wird die Entwicklung einer «Global Production Language» auf der Basis von OPC UA seit einigen Jahren vorangetrieben und unter der Marke Umati international beworben. Die EMO Hannover 2023 demonstriert live mit verschiedenen Herstellern und Systemen, wie Vernetzung vom Shopfloor bis zur IT-Struktur funktioniert und zeigt, wie die Produktion optimiert werden kann. 26 Schweizer Partner, darunter Firmen, Forschungseinrichtungen, Verbände und das Konsortium Zellweger Ingenieurgesellschaft mbH, sind bereits Teil von Umati.
«The Future of Sustainability in Production»
Innerhalb der nächsten Jahrzehnte soll in der Schweiz die Energiestrategie 2050 umgesetzt werden. Geplant sind die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, Maschinen und Verkehrsmitteln. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll erhöht werden, während schrittweise der Ausstieg aus der Atomenergie gelingen soll. Im privaten Wohnungsbau seien beispielsweise Wärmepumpen besonders gefragt. Zudem dürften umweltfreundliche Fahrzeuge und Maschinen aus Deutschland auch in Zukunft gefragt sein.
Soll in der Produktionstechnik erfolgreich umgedacht werden, muss Nachhaltigkeit bereits in der Planung von Investitionen mitgedacht werden. Abwärmegewinnung, die Nutzung regenerativer Energien, Energie- und Materialeffizienz, sparsame Nutzung von Wasser, Kühlschmierstoffen und Verpackungen, das sind alles Stichworte, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Produktion führen. Die Planungen betreffen sowohl die Maschinenneuentwicklung, die eigene Produktion als auch die komplette Fabrikplanung.
Die EMO Hannover stellt präventive Ansätze, Lösungen und Konzepte zur ressourcenschonenden und klimaneutralen Produktion und Fabrikplanung, zur Kreislaufwirtschaft in der Produktion, zur zirkulären Wertschöpfung, zur energieeffizienten Produktion, zu nachhaltigen Lieferketten und zur sicheren Arbeitsplatzgestaltung vor. Neben den zahlreichen Einzelausstellern, die hierzu Lösungen bringen, richtet die «Future of Sustainability in Production Area» darüber hinaus den vertieften Blick auf die Produktion und verknüpft Ansätze aus der Wissenschaft mit der praktischen Umsetzung. Fokus ist die Energieeffizienz, ein aus Sicht des VDW bisher eher vernachlässigtes Thema, das jedoch sehr viel Potenzial beinhalte.
Die beschriebenen Future Insights stehen jeweils für sich. Sie haben jedoch zahlreiche Schnittstellen. Neue Geschäftsmodelle können durch die vernetzte Produktion entstehen. Mit nachhaltigen Produkten können neue Märkte erschlossen werden. Effizientere Produktion schont Ressourcen. Fortschritte in allen drei Feldern bringt die Industrieproduktion ein grosses Stück voran, «Innovate Manufacturing» eben. (neu) SMM