16. Swissmem Zerspanungsseminar «Innovationskraft, die weltweit Massstäbe setzt»

Das Gespräch führte Matthias Böhm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit 15 fertigungstechnisch orientierten Fachvorträgen plus Ausstellung startet Swissmem mit dem 16. Zerspanungsseminar das Jahr 2026. In der Deutschschweiz findet das Zerspanungsseminar in Winterthur (20.01.2026) und Olten (21.01.2026) statt. In Französisch in Lausanne (22.01.2026) und in Italienisch in Lugano (05.02.2026). Der SMM sprach mit Pascal Streiff (Ressortleiter Industriesektoren, Swissmem) darüber, was die Besucherinnen und Besucher erwartet.

«Nebst den komplexen Geometrien ist es die richtige Beschichtung, die das Zerspanen, insbesondere bei schwierigen Materialien, erst möglich macht», sagt Pascal Streiff (li., Ressortleiter Industriesektoren, Swissmem) im Gespräch mit Matthias Böhm (Chefredaktor SMM).(Bild:  Thomas Entzeroth)
«Nebst den komplexen Geometrien ist es die richtige Beschichtung, die das Zerspanen, insbesondere bei schwierigen Materialien, erst möglich macht», sagt Pascal Streiff (li., Ressortleiter Industriesektoren, Swissmem) im Gespräch mit Matthias Böhm (Chefredaktor SMM).
(Bild: Thomas Entzeroth)

Das 16. Zerspanungsseminar startet im neuen Jahr an gleich vier Standorten. Beginnen wir mit den beiden deutschsprachigen Tagungen in Winterthur am 20. und Olten am 21. Januar. Warum bietet ihr das Seminar an zwei Standorten in der Deutschschweiz an?

Pascal Streiff: Wegen der grossen Anzahl an Teilnehmern, das Seminar ist sehr etabliert und beliebt und auch dass wir den Teilnehmern geographisch etwas entgegenkommen können. In der Romandie waren wir schon immer und seit letztem Mal auch im Tessin.

Der Fokus liegt seit Bestehen des Zerspanungsseminars auf Schweizer Werkzeug- und Beschichtungsunternehmen. Welche Rolle spielen diese Spezialisten in der Fertigungstechnik?

P. Streiff: Gut, es ist ja auch der Swissmem Industriesektor Präzisionswerkzeuge, der dieses Seminar betreibt. Mit Ihrer Präzision und Innovation machen sie die prozesssichere und effiziente Fertigung überhaupt erst möglich. Das Gleiche gilt für die Beschichtungsunternehmen. Es gibt heute kein einziges Werkzeug mehr, das nicht beschichtet ist. Nebst den komplexen Geometrien ist es die richtige Beschichtung, die das Zerspanen, insbesondere bei schwierigen Materialien, erst möglich macht.

Die Schweizer Werkzeughersteller sind – bis auf wenige Ausnahmen – meist KMU geprägt. Wo liegen deren Stärken im Verhältnis zu den grossen Mitbewerbern aus dem Ausland?

P. Streiff: In der Agilität und Innovationskraft, die weltweit Massstäbe setzt. Die Firmen sind auch meist Inhaber geführt, was langfristiges Denken und Investieren ermöglicht, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein.

Es gab eine Phase, wo ihr im Zerspanungsseminar konkret das Thema Bohrungsbearbeitung fokussiert habt. Wie seid ihr in diesem Jahr thematisch ausgerichtet?

P. Streiff: Das muss vor meiner Zeit gewesen sein. Wir überlassen es immer den Mitgliedern und da kommt die ganze Palette, Bohren, Drehen, Fraisen, Reiben, usw. inklusive Beschichten auf den Tisch. Vom Bohren und kombinierten Entgraten wird der Vortrag von Heule handeln.

Warum ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll, am Zerspanungsseminar teilzunehmen und wer ist als Teilnehmer konkret angesprochen?

P. Streiff: Am Zerspanungsseminar werden die neusten Entwicklungen der Schweizer Hersteller vorgestellt. Ein Muss für Produktionsverantwortliche, Prozessingenieure und Anwender in der Zerspanung.

Welche Trends verorten Sie im Bereich der Zerspanungstechnik. Welche Themen werden davon konkret am Zerspanungsseminar behandelt?

P. Streiff: Ein Dauerbrenner ist die Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung. Ein anderes ist immer die Bearbeitung von abrasiven und harten Materialien und die laufende Weiterentwicklung von Geometrien. In Zukunft wird es aber auch die Digitalisierung und KI sein, die beherrscht werden muss, um ganz vorne mit dabei zu sein. Ein Vortrag handelt den auch von Simulationen um die optimierten Schnittdaten zu errechnen ohne teure Versuche fahren zu müssen.

Das Zerspanungsseminar findet darüber hinaus auch in der Westschweiz am 22. Januar in Französisch in Lausanne und am 5. Februar in Italienisch in Lugano statt. Wie entwickelt sich das Tessiner Zerspanungsseminar?

P. Streiff: Ehrlich gesagt noch etwas verhalten, aber wir sind zuversichtlich. Es hat auch in der Romandie eine gewisse Zeit gebraucht, bis das Seminar so erfolgreich war.

(ID:50627424)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung