Instandhaltungs-Managementsoftware Instandhaltung mit ganzheitlichem System

Redakteur: Luca Meister

Die Softwarelösung «isproNG» von H&H Systems optimiert das Instandhaltungsmanagement des Skiherstellers Atomic. Die Lagerhaltungskosten werden reduziert, unnötige Maschinenstillstände vermieden. Gemeinsam mit Haberkorn automatisiert H&H Systems auch die Ersatzteilbeschaffung.

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(Bild: Kudrin Ruslan - Fotolia)

Der österreichische Ski-Hersteller und Produzent von Skisport-Artikeln, Atomic Austria GmbH, produziert mit 600 Mitarbeitern am Firmensitz Altenmarkt rund 550 000 Paar Ski pro Jahr. Seit 1994 im Besitz der finnischen Amer-Sports-Gruppe, ist Atomic einer der führenden Skisportartikelhersteller der Welt. Mit der Marke Atomic untrennbar verbunden ist der Skirennsport und Namen wie Marcel Hirscher, Benjamin Raich, Renate Götschl, Michaela Kirchgasser oder Hermann Maier.

Qualitätsansprüche

Da sich der Skisport laufend verändert und weiterentwickelt, bedeutet das für Atomic eine kontinuierliche Innovation und Optimierung der angebotenen Produkte. So wie der Skifahrer immer höhere Ansprüche an die Skier stellt, so stellt auch der Konzern immer höhere Erwartungen an die Produktionseinrichtungen, was Flexibilität und Verfügbarkeit anbelangt. Als einer der ersten Hersteller ermöglicht Atomic seinen Kunden, sich ihren Ski selbst zu designen. Dies stellt natürlich eine zusätzliche Herausforderung dar und bedingt eine Anpassung der Prozesse in der Produktion und der Instandhaltung. «Der Anspruch von Atomic an eine permanente Weiterentwicklung und Optimierung der Prozesse rund um die Produktion machte auch vor der Instandhaltung nicht Halt und so wurde 2013 damit begonnen, die Instandhaltung und das Ersatzteilmanagement zu optimieren», erklärt Mag. Oliver Hofbauer, CEO der H&H Systems GmbH. Zuerst wurde der Status Quo evaluiert und die verschiedenen Strukturen und Prozesse in der Instandhaltung sowie im Ersatzteilmanagement analysiert.

Atomic setzte verschiedene Systeme für die Planung und Dokumentation von Instandhaltungsmassnahmen sowie für die Ersatzteilverwaltung und die Beschaffung ein. Der manuelle Aufwand bei der Erfassung von Störungen sowie der Arbeitsvorbereitung war sehr hoch. Die fehlende Kommunikation zwischen Instandhaltungssoftware und Ersatzteilmanagement erschwerte die optimale Abstimmung zwischen den einzelnen Bereichen. Auf Basis der Ergebnisse der Evaluierung wurden Ziele definiert und entsprechende Schritte eingeleitet. Die Anforderungen von Atomic sahen u. a. die Steigerung der Anlagenverfügbarkeit, die Reduktion der Instandhaltungskosten, die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, die Reduktion der Lagerhaltungskosten, die Automatisierung des C-Teile-Managements, die Definition von Mindestlagerständen und Automatisierung der Beschaffung sowie die Optimierung der Störungsabwicklung vor.

Durch die Anpassung von verschiedenen Prozessen und der Organisationsstruktur wurde sehr schnell erkannt, dass die bestehenden Softwarelösungen den neuen Anforderungen nicht gerecht werden konnten. «In einem mehrstufigen Software-Auswahlverfahren, worin Anforderungen an Funktionalität, Bedienerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Softwarelösung bewertet wurden sowie auch die Mehrsprachfähigkeit ein wichtiges Entscheidungskriterium war, konnten wir uns mit unserer Softwarelösung ‹isproNG› klar durchsetzen», freut sich Hofbauer über den Auftrag. «Der Einsatz modernster Technologien wie NFC oder QR-Codes und die einfache Bedienung, speziell bei den mobilen Lösungen, haben letztendlich den Ausschlag für die Entscheidung zugunsten von ‹isproNG› gegeben», erklärt DI Gerald Eckert, Projektleiter bei Atomic.

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