Integrierte Lagersysteme für sparsamere Triebwerke

Redakteur: Redaktion SMM

joe. Das erste offizielle Roll-Out des ­«Dreamliner» im Juli 2007 war ein wichtiges Ereignis, auch für FAG Aerospace GmbH & Co KG in Schweinfurt und FAG Aerospace Inc. in Stratford

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joe. Das erste offizielle Roll-Out des -«Dreamliner» im Juli 2007 war ein wichtiges Ereignis, auch für FAG Aerospace GmbH & Co KG in Schweinfurt und FAG Aerospace Inc. in Stratford (Ontario/Kanada), beides Tochtergesellschaften der Schaeffler Gruppe. Denn beide für das neue Langstreckenflugzeug zugelassene Triebwerksvarianten greifen auf das Lager-Know-how der FAG Aerospace zurück. Und für beide Projekte wurden bereits Langzeitlieferverträge mit den Kunden abgeschlossen, welche der FAG Aerospace einen hohen Lieferanteil zusichern.

Die anfänglich für Mai 2008 geplante Erstauslieferung des neuen Grossraumflugzeuges konnte allerdings aufgrund technischer Probleme in den Fertigungsprozessen des Rumpfes wie auch in der Integration der Elektronik bis heute nicht stattfinden.

Entwicklung der Triebwerkslager als besondere Herausforderung

Ein Entwicklungsziel für den 787 war, die Betriebskosten zu senken. Dementsprechend ist das ganze Flugzeug darauf ausgerichtet, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. «Wir mussten ein völlig neues Design für die Hauptwellen- und Getriebelager entwickeln», berichtet Franz-Josef Ebert, Leiter Vertrieb und Produktentwicklung bei FAG Aerospace, denn der Integrationsgrad der Lager ist sehr hoch. So wurden Funktionen und Umbauteile, wie Mechanismen zur Schwingungsdämpfung oder auch Gehäuseteile, mit integriert. Ausserdem werden ausschliesslich hochwarmfeste Sonderstähle für die Lagersysteme verwendet. Auch die Grösse der Lager sowie deren komplexe Geometrie stellt eine Herausforderung für die Fertigung dar. «Niedriges Gewicht der Lagersysteme bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit waren die primären Entwicklungsziele. Eine besondere Herausforderung für unsere Ingenieure und für die Fertigung an unseren beiden Produktionsstätten in Schweinfurt und Stratford», so Ebert.