Messen und Prüfen

Integrierte Messtechnik beschleunigt Produktionsablauf

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Mit der Navigator-Technologie von Carl Zeiss lässt sich nicht nur die Geschwindigkeit, mit welcher der taktile Sensor die Werkstückoberfläche scannt, steigern, sondern auch durch effiziente Strategien bei den Verfahrbewegungen die Messzeit insgesamt verringern. Darüber hinaus kann der Einsatz eines Drehtischs als Teil des Messgerätes Zeit sparen. Ein Werkstück kann mit einem einzigen Taster von allen Seiten erfasst werden, sodass auf Tasterwechsel verzichtet werden kann.

Schnelle optische Verfahren ermöglichen zum Beispiel der Laser-Linientriangulationssensor Linescan oder der Kamerasensor Viscan.

Diese Sensoren sind dadurch gekennzeichnet, dass sie in der gleichen Zeit wesentlich mehr Punkte aufnehmen können als taktile Sensoren, weil sie in einer Sensorposition mehrere Punkte gleichzeitig erfassen (Laserlinien beziehungsweise Konturen im Kamerabild), und dass sie sich aufgrund des berührungslosen Abtastprinzips schnell über die Werkstückoberfläche bewegen. Allerdings reagieren sie empfindlich auf optische Veränderungen aus der Umgebung und der Werkstückoberfläche.

Fertigungsnahe Messung ermöglicht rasche Reaktion

Ein zweiter Ansatz, um die Qualitätsprüfung zu beschleunigen, ist die fertigungsnahe oder -integrierte Messung – die sogenannte Inline-Messung. Unternehmen, die ein Messgerät anschaffen, das robust genug für den Einsatz in der Fertigungshalle ist, sparen damit zum einen die Transportzeit der Werkstücke in den Messraum. Zum anderen können sie vor Ort meist sehr rasch auf Messergebnisse reagieren, bis hin zum Anhalten der Bearbeitungsmaschine. „Unsere Koordinatenmessgeräte für den fertigungsnahen Einsatz erfreuen sich großer Beliebtheit“, berichtet Imkamp. Deshalb erweitert Zeiss sein Spektrum an Messgeräten für die Fertigungsumgebung kontinuierlich.

Selbst einen Computertomographen für den Einsatz in der Fertigungsumgebung bietet Zeiss seit kurzem an. Durch die kurze Erfassungszeit und die Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen eignet sich der Computertomograph Volumax den Angaben zufolge besonders für die Inspektion von Bauteilen direkt in der Produktionshalle. Lediglich 10 bis 50 s benötigt das Gerät für die Vermessung eines Werkstücks – abhängig vom Bauteil und je nachdem, ob die Beladung manuell oder per Roboter erfolgt.

Die Taktzeit lässt sich sogar auf unter eine Sekunde pro Bauteil senken, wenn der Anwender das Gerät mit mehreren Bauteilen gleichzeitig belädt – etwa mit einer Palette von 100 Airbagsensoren. „Somit ist die Computertomographie heute schnell genug, um mit den Taktzeiten moderner Produktionssysteme mitzuhalten“, erklärt Imkamp.

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