Solidworks 2018 Intelligente Fertigung für Entwicklungsteams

Redakteur: Sergio Caré

Solidworks 2018 als integrierte, durchgängige Lösungen für den Konstruktions- und Fertigungsprozess. Mit den neuen Funktionen und Erweiterungen kommen die Konstrukteure und Entwicklungsteams schneller zum additiv gefertigten Produkt

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Mit Solidworks stehen den Konstrukteuren Werkzeuge für die Optimierung, Validierung und Herstellung von Modellen im Rahmen eines additiven Fertigungsprozesses zur Verfügung.
Mit Solidworks stehen den Konstrukteuren Werkzeuge für die Optimierung, Validierung und Herstellung von Modellen im Rahmen eines additiven Fertigungsprozesses zur Verfügung.
(Bild: Dassault Systèmes)

Über Jahre mussten Unternehmen mit einer Trennung ihrer Konstruktions- und Fertigungsabteilungen leben – in Bezug auf die Organisation und auf die Werkzeuge, die verwendet wurden. Mit einer überarbeiteten und vor allem intuitiven Benutzeroberfläche will Dassault Systèmes (DS) mit Solidworks 2018 den Entwicklungsprozess vom 3D-Modell hin zur additiven Fertigung beschleunigen. Die Arbeit von der Konstruktion bis zur Endmontage kann jetzt parallel in einem nahtlos integrierten, verwalteten System erfolgen und Ideen und Skizze sollen schneller integriert werden. Ein Vorteil, wenn die Kunden individuelle Bedürfnisse haben. So weit die Theorie. Die Krux: Wer den Prozess beschleunigen will, muss den Prozess zuerst begriffen haben und die Probleme der Schnittstellen zwischen Entwickler und Konstrukteuren kennen. Vor allem bei der additiven Fertigung gibt es einiges zu beachten. Wenn das optimierte 3D-Modell am Ende nicht so aussieht wie am Bildschirm, trägt man den entstandenen Schaden selber. Die technischen Konstrukteure müssen sich also auch in der additiven Fertigung auskennen und den Prozess verstehen, mit dem sie arbeiten. Nur so können sie die Defizite, an denen Softwarehersteller noch arbeiten, ausgleichen.

Fertigungsorientierte Konstruktionsstrategie

Um diesen Prozess beschleunigen zu können, hat Solidworks ihre 3D-Experience-Plattform lanciert. Sie bildet die Grundlage aller DS-Anwendungen. Dort finden Konstrukteure von der Materialauslegung über Konstruktion und Simulation bis zur Fertigungsplanung die benötigten Softwarevarianten. Michael Werner sieht die Anforderung an Hersteller von CAD-Software in «durchgehenden, digital verknüpften Softwarelösungen für den kollaborativen Produktentwicklungsprozess, um diesen Problemen erfolgreich zu begegnen». Michael Werner ist Simulia Portfolio Introduction Specialist bei Dassault Systèmes, dem multinationalen Software-Entwicklungsunternehmen, das bekannt für 3D-­Design-­Software, 3D Digital Mock-up und für Product-­Lifecycle-­Management-(PLM-)Lösungen ist. «Durch physikalische Simulationen lassen sich neben der Stabilität des Bauteils auch die Verformungen während des Druckprozesses vorab untersuchen», erzählt Werner in einem Gespräch mit unserem Schwestermagazin MM Deutschland. «So sind frühzeitig mögliche Anpassungen im Design erkennbar oder die entsprechenden Druckpfade und Stützstrukturen lassen sich optimieren.» Dies unterstützt insbesondere den Konstrukteur in seiner Aufgabe, den Prozess besser zu überblicken. Aber auch sonst vereinfacht die Software die Interaktionen zwischen den verschiedenen Disziplinen über den gesamten Produktentwicklungsprozess hinweg. Solidworks will dadurch eine intelligente Fertigung schaffen und den Datenfluss zwischen Entwicklungsteams verbessern. Die Daten stehen dabei jederzeit und überall zur Verfügung. Dabei ist es gleich, wann, wo und in welchem Format die Daten benötigt werden – die Daten müssen nicht von einem System zu einem anderen übertragen werden. Dabei hilft die Software, die Funktionen und Fertigungsfähigkeit zu überprüfen, Daten und zugehörige Prozesse zu verwalten und die abschliessende Fertigung zu verbessern. Ein weiterer Vorteil: Die Konstruktionsplattform ist mit den gängigsten Fertigungsmaschinen und 3D-Druckern kompatibel, sofern sie Industriestandardformate verwenden. Den Konstrukteuren stehen somit Werkzeuge für die Optimierung, Validierung und Herstellung von Modellen im Rahmen eines additiven Fertigungsprozesses zur Verfügung.

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Solidworks CAM

Dabei spielt die neue CAM-Anwendung von Solidworks 2018 eine wichtige Rolle: Sie ermöglicht die regelbasierte Bearbeitung in Verbindung mit Know-how-Erfassung, um die Fertigungsprogrammierung weiter automatisieren zu können. Konstrukteure und Fertigungsingenieure gewinnen damit einen tieferen Einblick in ihre Konstruktionen, können fundiertere Entscheidungen treffen und Prototypenteile schneller erstellen. Sogar die Fertigung können sie zur besseren Steuerung von Qualität, Kosten und Lieferung selbst übernehmen. Das macht die Umsetzung neuer «Build-to-Order»-Strategien mit benutzerdefinierten Teilen möglich, die in Sekunden statt in Stunden automatisch entworfen und programmiert werden.

«Der Kern eines erfolgreichen Kundenerlebnisses ist ein gut konstruiertes Produkt, das sich effizient fertigen lässt», sagt dazu Gian Paolo Bassi, CEO von Dassault Systèmes Solidworks, bei der Lancierung der neuen hauseigenen Softwarelösung. -sc- SMM

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